Seagate Festplatten Datenrettung
Der Name Seagate ist eng verbunden mit der Herstellung und dem Vertrieb von Festplattenlaufwerken. Das amerikanische Unternehmen wurde 1979 gegründet und hat seinen Sitz in Kalifornien in Scotts Valley. Seagate gilt als ältester und größter Hersteller von
Festplatten. Seit 2011 gehört nun auch die Festplattensparte der Firma Samsung Electronics zu Seagate. Seit Firmengründung wurden bis heute weit mehr als eine Milliarde Festplatten von Seagate verkauft.
Vom Bandlaufwerk zur Festplatte
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In den Anfangsjahren hat Seagate für die ersten Datensicherungsverfahren hochwertige Bandlaufwerke entwickelt. Schon frühzeitig wurden aber der Nutzen und die Einsatzmöglichkeiten von Festplatten erkannt. Die beiden Firmengründer Finis Conner und Alan Shugart sind keine Unbekannten im Computerbereich. Schon vor der Firmengründung gab es sogenannte Conner-Festplatten. Alan Shugart entwickelte zunächst Diskettenlaufwerke. In den Anfängen der PC-Ära waren Shugart-Laufwerke sehr beliebt. 1980 wurde schließlich die erste 10 MB-
Festplatte unter der Bezeichnung ST-506 auf den Markt gebracht. Lange Zeit galt diese Festplatte als Standard. Bis heute weisen die beiden Anfangsbuchstaben ST in der Produktbezeichnung auf Seagate-Festplatten hin. Die ersten Modelle basierten noch auf der bewährten 5 ¼ Zoll-Technik. In den PC´s musste ein eigener MFM-Kontroller eingebaut werden, der bedingt durch die
BIOS- und Betriebssystemvorgaben maximal 2 Festplatten betreiben konnte. Die ersten
Datenübertragungsraten betrugen nicht mehr als 5 Mbit/s. Erst im Laufe der Zeit wurden andere Kodierungen (RLL) mit höheren Übertragungsraten entwickelt. Nach der ST-506 kamen die ersten 20- und 40-MB-Festplatten heraus. Seagate-Festplatten wurden zu regelrechten Verkaufsschlagern. 1991 wurden die ersten 2,5 Zoll Festplatten entwickelt. 1997 kamen die ersten 3,5 Zoll-Platten auf den Markt.
IDE- und SATA-Festplatten
Der ärgste Konkurrent von Seagate war die Firma Western Digital. Diese entwickelte den ersten ATA-Standard, welches den Datentransfer zwischen
Laufwerk und Computerschnittstelle beschrieb. Die Folge war die Entwicklung der ersten IDE-Schnittstelle für Festplatten, die schließlich von allen Festplattenherstellern etabliert wurde. Fortan stand ATA als Synonym von IDE. Während die ersten IDE-Kontroller als separate Steckkarte vertrieben wurden, konnten diese später direkt auf der Hauptplatine integriert werden. Diese Kontroller wurden zuletzt durch den SATA-Standard abgelöst. Auch Seagate entwickelte fortan seine Festplatten unter dem jeweils neuen Schnittstellenstandard. 1989 wurde Control Data von Seagate aufgekauft und erlangte damit einen Platz im High-End-Plattenmark. Im Jahr 1992 brachte Seagate schließlich die erste Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute unter der Bezeichnung Barracuda auf den Markt. 1996 folgte eine weitere Hochgeschwindigkeitsplatte mit dem Namen Cheetah mit 10.000 UpM. Im Jahr 2000 kam mit der X15 Seagate´s erste Platte mit 15.000 UpM heraus. Schließlich konnte Seagate 2005 durch Aktientausch das bekannte Unternehmen Maxtor Corporation übernehmen. Die Marke Maxtor blieb jedoch als eigenständiger Name bestehen. Die hohe Zuverlässigkeit der Seagate-Festplatten hat dem Unternehmen bis heute großen Erfolg eingebracht. Ab 2009 gewährt Seagate auf alle seine Festplatten dem Kunden eine dreijährige Garantie. In vielen Bereichen werden heute Seagate-Festplatten eingesetzt, ob als 3,5 Zoll-Variante, als 2,5-Zoll-Notebookfestplatte oder gar als
externe Festplatte mit eigenem Gehäuse. Nach wie vor hat sich der Name Barracuda bis heute für die Verwendung hochwertiger Seagate-Festplatten bewährt. Neben der Barracuda-Serie ist momentan die Momentus-Serie sehr beliebt.
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