Unix Datenrettung
Das im August des Jahres 1969 von Bell Laboratories (heute AT&T) entwickelte Mehrbenutzer-Betriebssystem Unix bezeichnet im heutigen Verständnis allgemein
Betriebssysteme, denen das vom amerikanischen Unternehmen entwickelte System zugrunde liegt oder konzeptionell implementiert wurde.
Die Marke in Großbuchstaben geschrieben oder Kapitälchen gesetzt gehört der Open Group und kennzeichnet die von dem Zusammenschluss der Open Software Foundation und X/Open zertifizierten Unixsysteme. Doch auch
Betriebssysteme wie Linux werden der Unixfamilie zugeordnet. In der Fachterminologie wird daher zwischen der eingetragenen Marke mit Zertifikat und unixartigen Systemen unterschieden.
Zu all diesen, des Weiteren in unixoide Betriebssysteme und Unix-Derivate unterteilten Betriebssysteme zählen beispielsweise Apples Mac OS X, Solaris (Oracle), IRIX (Silicon Graphics), HP-UX (Hewlett-Packard) sowie BSD-Systeme. Wenn Linux oder GNU auch unabhängige Entwicklungen sind und damit nicht den Unix-Derivaten, deren Basis immer der ursprüngliche Unixquelltext ist, zugeordnet werden, gehören auch sie aufgrund der Implementierung typischer Funktionen zu den unixoiden Betriebssystemen.
Eigenschaften von Unix-Systemen
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Unix-Systeme zeichnen sich vor allem durch ihre Multiusability, dem Multitasking und –Threading, hohe Stabilität, einen umfassenden Speicherschutz und den erstmals in BSD-Systemen implementierten virtuellen Speicher sowie eine IP-Netzwerkunterstützung aus. Darüber hinaus verfügen sie über ausgezeichnete Scripteigenschaften, ein umfangreiches Werkzeugkontingent in Form von Unix-Kommandos, eine vollständig ausgebaute Shell sowie Daemonen, die als im Hintergrund laufende
Programme per Sockets, Signal oder Pipes bestimmte Dienste zur Verfügung stellen. In der Regel kommt die bereits bei der Entwicklung von Unix angewandte Programmiersprache C auch heute noch bevorzugt zum Einsatz, die grafische Benutzeroberfläche basiert zumeist sowohl bei unixoiden Betriebssystemen als auch Unix-Derivaten auf X11.
Über Gerätetreiber kann der Unix-Kernel auf die Hardware zugreifen, Prozesse verwalten und ist darüber hinaus für die Bereitstellung des Dateisystems, in neueren Versionen auch für die des Netzwerkprotokollstapels verantwortlich. Die innerhalb von Prozessen gestarteten Systemaufrufe dienen dem Aktivieren und Steuern anderer Prozesse, aber auch der Interaktion mit dem
Dateisystem. Greift der Kernel auf Gerätetreiber zu, bilden sich diese Zugriffe als „special files“ im System ab und tragen damit aus prozessualer Sicht zur Vereinheitlichung der anzuwendenden Programme bei.
Die heute selbstverständliche Organisation des Dateisystems als hierarchisches Verzeichnis mit dem Wurzelverzeichnis „/“ (Rootverzeichnis) und variablen Unterverzeichnissen war zum Zeitpunkt der UNIX-Entwicklung ein absolutes Novum. Getreu dem Prinzip „Alles ist eine Datei“ bilden unixoide Systeme aber auch CD- und Diskettenlaufwerke sowie weitere
Festplatten als „spezielle Dateien“ im Dateisystem und nicht wie beispielsweise
Microsoft Windows oder MS-DOS in separaten Verzeichnishierarchien unter den bekannten „Laufwerkbuchstaben“ ab. Gemeinsam mit der Shell, dem Kommandointerpreter, und einer Vielzahl von Standardkommandos stellt die unixspezifische Verallgemeinerung des Dateibegriffs damit eine einheitliche Schnittstelle für unterschiedlichste Anwendungen und Prozesse und dem Nutzer eine komfortable Ein- sowie Ausgabeumleitung in Dateien dar.
Entwicklungsprozesse von Unix-Systemen
Durch die Kombinierbarkeit der Kommandos des UNIX-Werkzeugkastens mit dem Kommandointerpeter und seinen Programmieroptionen können komplizierte Aufgaben übernommen und auf das Schreiben von Extraprogrammen für einfache administrative oder einmalige Aufgaben verzichtet werden.
Besonders in den 1980er Jahren machten sich die Hersteller die Möglichkeiten zunutze, das 1969 als Multics-Alternative entwickelte System an die individuellen Bedürfnisse anzupassen, und Unix wurde zum dominierenden Betriebssystem der Universitäten. So entstanden in den folgenden Jahren verschiedene Versionen mit verschiedenen Fähigkeiten und Kommandooptionen. In der heutigen Zeit tendieren die meisten Anwender jedoch zur Single Unix Specification, da der von der Open Group entwickelte Standard im Vergleich zu anderen Versionen kostenfrei im Internet erhältlich und für Anpassungsvorschläge eines jeden Nutzers offen ist.
Unix Betriebssystem Wiederherstellung & Datenrettung
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