Formatierte Festplatte

Vor der ersten Verwendung einer neuen
Festplatte, muss diese für die Speicherung von
Daten mit dem verwendeten
Dateisystem vorbereitet werden. Diesen Vorgang nennt man Formatieren. Generell unterscheidet man verschiedene Formatierungsmöglichkeiten. In früheren Zeiten mussten
Festplatten vor der Verwendung mittels einer Low-Level-Formatierung in Spuren und Sektoren über den angeschlossenen Controller formatiert werden. Hierbei wurde oft ein bestimmter Maschinencode auf der Systemoberfläche eingegeben, der diesen Formatierungsprozess einleitete. Heute ist eine Low-Level-Formatierung nicht mehr erforderlich, da fast alle neuen Festplatten diesen Prozess werksseitig durchlaufen haben. Ebenfalls eine Form der Formatierung ist die Partitionierung eines Datenträgers in physikalische und logische Abschnitte. Die Partitionierung ist erforderlich, um später in einer Partition ein Betriebssystem aufzunehmen und die erforderlichen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen. Nach jeder Partitionierung erfolgt die sogenannte High-Level-Formatierung. Sie wird im Allgemeinen als normale Formatierung bezeichnet. Hierbei wird eine Partition für ein Dateisystem eines Betriebssystems vorbereitet. Diesen Vorgang übernimmt das installierte Betriebssystem selbst. Verständlicherweise werden bei allen Formatierungsprozessen eventuell vorhandene Daten auf einer
Festplatte gelöscht.
High-Level-Formatierungen einer Festplatte
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Generell unterscheidet man zwischen einer Normalformatierung und einer Schnellformatierung. Bei der Normalformatierung einer Festplatte werden zunächst sämtliche fehlerhaften Sektoren gesucht und markiert. Danach werden die Metadaten des Dateisystems geschrieben und hierbei vorhandene Daten gelöscht. Bei der Schnellformatierung wird auf das zeitaufwändige Suchen nach fehlerhaften Sektoren verzichtet. Anschließend werden die gespeicherten
Dateien aus der Dateizuordnungstabelle entfernt und der Löschvorgang durchgeführt.
Sind Daten nach der High-Level-Formatierung verschwunden?
Nach einer Formatierung werden die Dateien komplett aus der Dateizuordnungstabelle des jeweiligen Dateisystems gelöscht. Sie sind damit nicht mehr verfügbar und ansprechbar. Ähnlich wie beim herkömmlichen
Löschen von Dateien, liegen die Daten aber immer noch physikalisch auf der Festplatte vor. Dort bleiben sie solange erhalten, bis sie wieder überschrieben werden. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man auf einer neu formatierten Platte, die man wiederherstellen möchte, keine weiteren
Programme mehr installiert. Auf dem Markt gibt es etliche Wiederherstellungssoftware, die eine
Datenrettung auch nach dem Formatieren möglich macht. Der Zeitaufwand ist hierbei jedoch nicht unerheblich, da die Programm-Algorithmen bei dieser Art der Wiederherstellung wesentlich effektiver arbeiten müssen. Am besten ist es, wenn man von einem zweiten PC nach einer geeigneten Datenrettungssoftware sucht und diese auf eine bootfähige CD brennt. Eventuell gibt es schon fertige CD-Lösungen zu kaufen. Mit den neuen
Windows Betriebssystemen Vista und 7 ist eine Datenrettung leider nicht mehr möglich. Diese Systeme beschreiben durch eine Mid-Level-Formatierung die Festplatte physisch mit Nullen. Damit werden die Daten permanent gelöscht. Wissenschaftliche Recherchen haben ergeben, dass bereits ein einmaliges Löschen ausreicht, um Daten auf diese Weise sicher und unwiederbringlich zu löschen.