Raid 0

Viele moderne Computersysteme basieren ihrer
Festplatten-Ausstattung nach auf einem sogenannten RAID-Verbund. Hierbei handelt es sich um das Zusammenschließen mehrerer Festplatten, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Hierzu kann je nach Art des RAIDs die Steigerung der Transferrate gehören oder die Erhöhung der Sicherheit. RAID 0 zielt dabei auf ersteres ab.
Was ist ein RAID?
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RAID ist ein englisches Akronym fü „Redundant Array of Independent Disks“ und bezeichnet den logischen Zusammenschluss mehrerer Festplatten, die auf der physikalischen ebene getrennt sind. Solche Konfigurationen sind beispielsweise in Serverumgebungen häufig anzutreffen, da sie besonderen Anforderungen hinsichtlich der Transferraten und der Sicherheit genügen können. In der Praxis existieren eine ganze Reihe möglicher Kombinationen von RAIDs, die überwiegend auf den Grundkonfigurationen RAID 0 und
RAID 1 sowie
RAID 5 aufbauen. Im Folgenden soll der RAID 0-Zusammenschluss von Festplatten betrachtet werden, der auch als Striping bezeichnet wird. Konkret wird bei dieser Art des RAIDs eine Erhöhung der Geschwindigkeit erreicht und auf eine Redundanz der
Daten verzichtet.
Vorteile eines RAID 0
Bei einem RAID 0-Zusammenschluss bzw. dem sogenannten Striping werden die zu speichernden Daten auf mindestens zwei Festplatten verteilt. Soll also beispielsweise eine
Datei der Größe 1 Gigabyte auf einem aus zwei Festplatten bestehenden RAID gespeichert werden, schreibt jedes der beiden Laufwerke 500 Megabyte. Bei diesem Schreibvorgang stehen jedoch die Schreibköpfe zweier Festplatten zur Verfügung, wodurch sich zumindest prinzipiell eine Verdoppelung der Schreibgeschwindigkeit ergibt. Ähnliche Überlegungen gelten auch für Lesevorgänge. Da die Daten bei einem RAID 0 aufgeteilt und nicht doppelt abgespeichert werden, handelt es sich hierbei strenggenommen bloß um ein AID, da keine Redundanz gegeben ist. Die Vorteile der Erhöhung der Geschwindigkeit gehen also zu Lasten der Sicherheit der Daten.
Nachteile eines RAID 0
Ein RAID 0 erfüllt nicht die Voraussetzungen, die für die Redundanz von Daten gegeben sein müssen. Tatsächlich verzichtet man beim Striping aber nicht nur auf Redundanz, sondern erhöht sogar zusätzlich das Risiko eines Datenausfalls. Da die Daten beim RAID 0 auf zwei Laufwerke verteilt sind, ergibt sich eine Abhängigkeit der Teildatensätze voneinander. Fällt eines der Laufwerke aus, sind prinzipiell auch die Daten auf dem anderen
Laufwerk verloren. In einzelnen Fällen und gerade bei besonders kleinen
Dateien kann jedoch die Möglichkeit bestehen, dass diese in Gänze auf nur einem Laufwerk gespeichert wurden und damit rekonstruierbar sind. Dennoch ist das Striping in der Praxis nur in solchen Umgebungen vorzufinden, in denen nicht mit sensiblen Daten operiert wird. Um diesen Nachteil auszugleichen, wird in der Praxis jedoch häufig RAID 0 mit RAID 1 kombiniert, wobei RAID 1 eine Spiegelung (Mirroring) der Daten und damit deren Redundanz bietet.