Raid 1.5
Datensicherung spielt im Computerbereich eine sehr wichtige Rolle. Viele Hersteller haben sich schon seit geraumer Zeit mit dieser Thematik beschäftigt und entsprechende Lösungen entwickelt. Vielfach hört man, dass in PCs ein sogenanntes Raid-System enthalten ist. Raid steht für die redundante Anordnung unabhängiger
Festplatten. Hierbei werden mehrere physische Festplatten zu einem logischen
Laufwerk vereint und damit eine wesentliche höhere Performance und Datensicherheit gewährleistet. Sinn und Zweck eines Raid-Systems ist es, dass bei Ausfall einer
Festplatte die Daten immer noch auf einer zweiten Festplatte zur Verfügung stehen. Selbst der Austausch defekter Plattenlaufwerke im laufenden Betrieb ist mit einem Raid-System möglich.
Hardwarevoraussetzungen für ein Raid-System
Gewöhnlich werden mindestens zwei Festplatten vorausgesetzt. Beide Festplatten werden über einen speziellen
Raid-Controller gemeinsam betrieben und bilden somit einen Verbund. Das Zusammenwirken zwischen dem Controller und den Festplatten wird über ein sogenanntes Raid-Level spezifiziert. Hierbei gehören die Raid-Level Raid-0, Raid-1 und Raid-5 zu den gebräuchlichsten. Es können beliebig viele Festplatten zu einem Verbund eingefügt werden. Der Benutzer merkt hiervon nichts, so dass alle angeschlossenen Raid-Laufwerke als ein logisches Festplattenlaufwerk gehandhabt werden. In der Regel befindet sich der Raid-Controller in unmittelbarer Nähe der Festplatten. In der Industrie kann dieser aber auch in einem gesonderten Gehäuse sitzen.
Gewollte Redundanzen mit einem Raid-System
Die Raid-Technologie wurde im Jahr 1987 entwickelt. Zu dieser Zeit waren große Festplatten für den Industriebereich sehr teuer. Man versuchte daher, kostengünstige kleinere Festplatten zu einem großen Verbund als logisches Laufwerk zu betreiben. Dabei stellte man fest, dass nicht nur die Ausfallsicherheit erhöht wurde, sondern auch eine größere Performance erreicht wurde. Normalerweise sorgen die verwendeten Computertechniken dafür, unnötige Redundanzen zu vermeiden. Es sollen nicht unnötigerweise doppelte Datenbestände gespeichert werden. Mit Hilfe eines Raid-Systems werden jedoch gezielt doppelte Informationen gespeichert. Bei der Speicherung auf mehreren Datenträgern mit gewollter Redundanz, stehen die Informationen auch in dem Fall zur Verfügung, wenn ein Datenträger ausfallen sollte.
Raid 1.5 Level
Es gibt verschiedene Raid-Level, die im Laufe der Zeit entwickelt wurden. Des Weiteren findet man etliche Raid-Kombinationen, die aus unterschiedlichen Levelstufen zusammengesetzt werden. Eine Raid-Kombination ist beispielsweise
Raid 1.5. Das Unternehmen Highpoint entwickelte diese Kombination, die letztlich eine Raid-1-Implementierung mit einer gesteigerten Performance kennzeichnet. Hierbei werden die Vorteile von Raid-0 auch bei Raid-1 genutzt. Eine Leistungssteigerung ist bei dieser Kombination im Unterschied zu Raid-10, schon bei zwei angeschlossenen Festplatten feststellbar. Die Festplatten werden wie bei Raid-1 nur mit einfacher Geschwindigkeit beschrieben und gleichzeitig gespiegelt. Der Lesemodus erfolgt mit hoher Datentransferrate, wie bei Raid-0. Raid 1.5 ist unter Linux oder Solaris unter der Bezeichnung Raid-1 bekannt. Dabei lesen sie von allen Platten mit hoher Geschwindigkeit im Raid-0-Modus.