Professionelle Datenrettung

Raid 53

Die Verwaltung von Daten auf Festplattenlaufwerken bedeutet für die EDV einen enormen Vorteil. Festplatten haben eine hohe Datentransferrate, eine große Speicherkapazität und sind in der Regel über viele Jahre zuverlässig. Die ersten Festplatten waren für den Privatanwender kaum erhältlich. In der Industrie gab es schon in den 50ziger die ersten Plattenlaufwerke, ausgehend der damaligen Trommelspeicher. Sehr schnell wurde der Vorteil von Festplattenlaufwerken deutlich. Um die hohen Kosten bei der Neuanschaffung großer Festplatten zu umgehen, entwickelte man in den 80ziger Jahren das sogenannte Raid-System. Bei einem Raid-System handelt es sich um die redundante Anordnung unabhängiger und kostengünstiger Festplatten zu einem Verbund. Hierfür werden wenigstens zwei Festplatten benötigt. Alle im Verbund befindlichen physischen Plattenlaufwerke können als ein einziges logisches Laufwerk angesprochen werden. Das Raid-System ist aufgrund einer Notlösung erstanden, um kostengünstige Festplatten anstelle einer großen Platte mit gleicher Performance zu betreiben. Alle redundant gespeicherten Daten können bei Ausfall eines Laufwerks von den übrigen Laufwerken rekonstruiert werden. Hierbei ist es sogar möglich, defekte Festplatten während des laufenden Betriebes zu ersetzen.

Raid-Level 53

In einem Raid-System unterscheidet man die verschiedenen Raid-Level. Bei Raid 53 handelt es sich um eine andere Bezeichnung für Raid 30. Raid 30 wurde erstmals von American Megatrends entwickelt. Hierbei wird eine spezielle striped Version von Raid 3 verwendet. Dieser Level beinhaltet ein Raid 0, welches mehrere Raid 03 zusammenführt. Hierfür werden wenigstens sechs Festplatten benötigt. Je Leg werden drei Plattenlaufwerke verwendet. Eine Festplatte pro Leg darf während des laufenden Betriebes ausfallen.

Der Aufbau von Raid 0

Das Raid 53 beziehungsweise Raid 30 verwendet für alle angeschlossenen Festplatten oberhalb ein Raid 0. Das Raid 0 bezeichnet man als Array of Independent Disks. Raid 0 Levels fehlen die Redundanz. Angeschlossene Festplatten werden in gleiche zusammenhängende Blöcke unterteilt. Wie bei einem Reisverschlussverfahren werden mal von der ersten und mal von der nachfolgenden angeschlossenen Festplatte die Daten gelesen oder geschrieben. Die Blöcke aller Festplatten bilden eine logische Platte. Bei diesem Verfahren können auf allen Festplatten parallel zugegriffen werden. Gleichzeitig wird eine sehr hohe Datentransferrate erreicht. Das Reisverschlussverfahren wird striping bezeichnet. Ein großer Nachteil von Raid 0 ist, dass keine redundanten Daten erzeugt werden. Bei Ausfall eines Festplattenlaufwerkes können die verlorenen Daten nicht wieder restauriert werden.

Auf die richtige Kombination kommt es an

Um die Nachteile von Raid 0 zu verhindern, nutzt Raid 53 beziehungsweise Raid 30 mehrere Raid 3 Legs, die als sogenannte Blöcke für das übergeordnete Raid 0 fungieren. Im Falle eines Festplattenausfalls auf einem Raid 3 Leg, kann auf die Daten eines anderen Raid 3 Legs zurückgegriffen werden. Somit ist eine erhöhte Datensicherheit gegeben. Lediglich bei einem Ausfall des Raid-Controllers können die Daten beschädigt oder gar verloren gehen. Dies kommt allerdings sehr selten vor.

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