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Sollte man Software und Anwendungen ebenfalls sichern?

Sollte man Software, Anwendungen und Betriebssysteme ebenfalls sichern? Praxisleitfaden zur Datensicherung und WiederherstellungDie wichtigsten Daten, die am häufigsten gesichert werden, sind die Anwendungsdaten. Hierbei handelt es sich um Dokumente, Buchhaltungsergebnisse, Berechnungen, Fotos, Videos und teilweise sogar Musik. Diese Daten wurden von Anwendungssoftware erstellt, bearbeitet und abgespeichert. Bei einem möglichen Systemausfall können ohne Datensicherung diese Daten nicht wiederhergestellt werden.

Wichtig: Neben klassischen Benutzerdateien gehören auch Konfigurationsdateien, Profile, Vorlagen, Plug-ins, Makros, Schriftarten und Datenbankdateien zu den kritischen Anwendungsdaten. Viele Anwendungen speichern Einstellungen in benutzerspezifischen Ordnern (z. B. unter Windows in AppData/ProgramData, unter macOS in Library/Preferences, unter Linux in versteckten „Dotfiles“). Wer diese Bereiche mit sichert, reduziert den Aufwand bei der Wiederherstellung erheblich.

Setzen Sie auf eine klare Strategie nach der 3-2-1-Regel: 3 Kopien Ihrer wichtigen Daten, auf 2 unterschiedlichen Medien, davon 1 Kopie extern/offline. Ergänzen Sie dies um Versionierung und regelmäßige Wiederherstellungstests, um sicherzustellen, dass Sicherungen nicht nur vorhanden, sondern auch nutzbar sind.

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Wie sieht es mit dem Betriebssystem und den Anwendungen aus?

Für eine umfangreiche Datensicherung empfiehlt es sich, nicht nur die Anwendungsdaten zu sichern, sondern auch die benötigten Programme und das Betriebssystem. Selbstverständlich gehören hierzu auch die Schlüsseldateien mit den Lizenzen für die Anwendungssoftware. Die Schwierigkeit besteht darin, dass einzelne installierte Anwendungen zwar gesichert werden können, aber durch einfaches zurückkopieren auf ein neues Betriebssystem nicht mehr lauffähig sind. Sie müssen dazu neu installiert werden. Von daher ist es einfacher, auf einer Festplattenpartition alle benötigten Anwendungsprogramme mit ihren Installationsdateien und Lizenzen zu sammeln und abzuspeichern. Von dieser Partition kann dann ohne Probleme ein Backup gezogen werden.

Best Practice für Anwendungen:

  • Installationsdateien (Offline-Installer statt Web-Setup) zentral sammeln und mit Prüfsummen (z. B. SHA-256) versehen.
  • Lizenzen/Keys sicher dokumentieren (verschlüsselt) und die Aktivierungsmodalitäten notieren.
  • Plug-ins/Add-ons, Vorlagen und Profile mit sichern, um Arbeitsumgebungen identisch wiederherzustellen.
  • Treiberpakete für Hardware (Grafik, Storage, Netzwerk) aufbewahren, insbesondere signierte Versionen, die zuverlässig funktionieren.

Bei einem Systemausfall, der zum Beispiel durch eine Kollision mit schlecht programmierten Treibern zustande gekommen ist und somit das Betriebssystem durcheinander gewürfelt hat, können von der Sicherungskopie wieder alle Programme neu installiert werden. Dies bedeutet zwar einen enormen Arbeitsaufwand, stellt jedoch die einzige Möglichkeit für eine einwandfreie Installation dar. Sicherheitshalber kann man aber auch die installierte Software sichern. Bei genügend Speicherplatz auf den Sicherungsdatenträgern kann es nicht schaden, die installierten Programme ebenfalls abzuspeichern. Schwieriger sieht es beim Betriebssystem aus. Dieses speichert im laufenden Betrieb ständig wichtige Daten auf die Festplatte. Ein einfaches Neukopieren führt oft nicht zu einem lauffähigen System. Jedoch kann man aber auch hier eine Installationsversion auf einem externen Datenträger sichern und hierüber das Betriebssystem wieder neu aufsetzen.

Systemabbild und Wiederherstellung: Für Windows (inkl. älteren Versionen wie Windows 10 und aktuellen Versionen wie Windows 11) bieten sich Systemabbilder und Wiederherstellungslaufwerke an. Unter macOS (ältere Releases wie Catalina/Big Sur sowie aktuelle wie Sonoma und Sequoia) sind APFS-Snapshots und Time Machine bewährt. Unter Linux lassen sich mit z. B. Timeshift oder Abbild-Tools Systemzustände sichern. Ergänzend empfiehlt sich ein UEFI-/Secure-Boot-taugliches Rettungsmedium, um das System unabhängig zu starten.

Praxisleitfaden in 6 Schritten:

  1. Inventarisieren: Liste aller Anwendungen, Versionen, Lizenzmodelle, Plug-ins und Abhängigkeiten anlegen.
  2. Repository anlegen: Eigene Partition/Ordner für Installer, Treiber, Skripte und Dokumentation.
  3. Konfiguration sichern: Benutzerprofile, Templates und App-Einstellungen exportieren.
  4. Systemabbild erstellen: Regelmäßig ein Image des funktionierenden Systems anfertigen.
  5. Validieren: Prüfsummen, Test-Restores und Boot-Tests durchführen.
  6. Pflegen: Nach Updates Installer und Notizen aktualisieren, veraltete Versionen zur Referenz archivieren.

Programme aus dem Internet

Viele Anwendungsprogramme werden aus dem Internet beschafft. Teilweise handelt es sich hier um kostenlose Software, aber auch um gekaufte Lizenzprodukte. Hierbei ist es ratsam, die Software aus dem Netz nicht sofort zu installieren, sondern zunächst die Installationsdateien herunterzuladen. Erst danach sollte die Installation auf dem Hauptdatenträger erfolgen. Die heruntergeladenen Installationsdateien sollten auf alle Fälle auf einem externen Datenträger gesichert werden. So kann man sich bei einer Störung vor weiteren unnötigen Kosten für die Neubeschaffung absichern.

Sicher und reproduzierbar installieren:

  • Offline-Installer bevorzugen, um identische Neuinstallationen zu ermöglichen.
  • Hashes/Signaturen der Downloads prüfen und dokumentieren, um Integrität und Authentizität zu verifizieren.
  • Changelog führen: Welche Version wurde wann installiert? Welche Einstellungen wurden angepasst?
  • Lizenzunterlagen (Rechnungen, E-Mails, PDFs) mit ablegen; Aktivierungsserver-Anforderungen notieren.
  • Treiber und Firmware der eingesetzten Hardware mit sichern; bewährte Stände kennzeichnen.

Ebenfalls bereitet die Beschaffung solcher Software einen erhöhten Arbeitsaufwand. Gegebenenfalls weiß man nach einem Plattencrash auch gar nicht mehr im Einzelnen, welche Programme man installiert hatte. Manchmal kann es auch vorkommen, dass begehrte Software, die man im Internet heruntergeladen hat, nicht mehr auf Anhieb wiedergefunden wird. Im schlimmsten Fall ist die Software schon gar nicht mehr erhältlich. Von daher sollten generell alle benötigten Programme als Backup-Kopie vorliegen. Die Verwendung eines Virenscanners ist natürlich eine wichtige Voraussetzung bei der Beschaffung von Software aus dem Netz. Man sollte daher nur solche Anbieter wählen, die über ausreichende Sicherheitskriterien verfügen. Abschließend kann festgestellt werden, dass es Sinn macht, neben den Anwendungsdaten auch die Programme zu sichern. Bei einem nötigen Restore erspart sich hierbei einen großen Arbeitsaufwand.

Tipp für die Praxis: Legen Sie zusätzlich eine Installations-Dokumentation an (z. B. als Textdatei im Installer-Repository). Notieren Sie Installationsreihenfolge, benötigte Laufzeitumgebungen (z. B. .NET, Java), erforderliche Ports, spezielle Gruppenrichtlinien und Ausnahmen in Sicherheitslösungen. Das beschleunigt jeden Restore und reduziert Fehlersuche.

Häufige Fragen und Antworten

Sollte man Software und Anwendungen ebenfalls sichern?

Die Sicherung von Software und Anwendungen ist genauso wichtig wie die Sicherung von Anwendungsdaten. Bei einem Systemausfall können ohne eine Datensicherung diese Daten nicht wiederhergestellt werden.

Darum ist das entscheidend:

  • Wiederanlaufzeit verkürzen: Mit gesicherten Installern, Lizenzen und Einstellungen sind Systeme schneller produktiv.
  • Konsistenz sichern: Identische Arbeitsumgebungen vermeiden Fehlkonfigurationen und Inkompatibilitäten.
  • Compliance wahren: Lizenznachweise und Versionen sind dokumentiert und reproduzierbar.

Faustregel: Alles, was Sie täglich nutzen oder was für Prozesse kritisch ist (inkl. Plug-ins, Templates, Makros), gehört in die Sicherung.

Wie sieht es mit dem Betriebssystem und den Anwendungen aus?

Für eine umfangreiche Datensicherung empfiehlt es sich, nicht nur die Anwendungsdaten zu sichern, sondern auch die benötigten Programme und das Betriebssystem. Von einer Festplattenpartition können alle benötigten Anwendungsprogramme mit ihren Installationsdateien und Lizenzen abgespeichert werden, um ein Backup zu erstellen.

Ergänzende Hinweise:

  • Systemabbild für schnellen Komplett-Restore anlegen; zusätzlich Konfigurations-Exports aufbewahren.
  • Windows 10/11: Wiederherstellungslaufwerk und Treiberpakete bereithalten; BitLocker-Schlüssel sicher dokumentieren.
  • macOS (inkl. aktuellem Sonoma/Sequoia): Time Machine plus APFS-Snapshots nutzen; Benutzerlibrary mit sichern.
  • Linux: Paketliste, Repos und Dotfiles sichern; Bootloader-Konfiguration dokumentieren.

Prüfen Sie regelmäßig, ob Rettungsmedien bootfähig sind und ob sich Images fehlerfrei mounten lassen.

Programme aus dem Internet

Bei der Beschaffung von Software aus dem Internet sollten die Installationsdateien zunächst heruntergeladen und gesichert werden. So kann man sich bei einer Störung vor zusätzlichen Kosten und dem Verlust der Software absichern. Es empfiehlt sich, alle benötigten Programme als Backup-Kopien zu haben.

So gehen Sie vor:

  1. Quelle prüfen (Verifizierte Anbieter, Signaturen, Checksummen).
  2. Offline speichern (externer Datenträger, Read-only-Medium oder WORM-Funktion).
  3. Version annotieren (Releasenotes sichern, Abhängigkeiten notieren).
  4. Wiederherstellung testen (Probeinstallation in Testumgebung).

Damit bleiben Installationen langfristig nachvollziehbar und reproduzierbar – auch wenn bestimmte Versionen im Internet später nicht mehr verfügbar sind.

Bildnachweis: iStock.com/gorodenkoff
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