100% unverbindliche Anfrage

Bitte wählen Sie:

Adobe Definition & Begriffserklärung

AdobeAdobe Systems Incorporated ist ein US-amerikanischer Softwareentwickler, der 1982 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im kalifornischen San Jose. Adobe ist vor allem als Hersteller von Grafiksoftware bekannt: Die Bildbearbeitung Photoshop gilt unter Fotografen, Grafik-Designern, in der Filmbearbeitung und in Druckereien als Standardsoftware.

Gründung des Unternehmens und die ersten Produkte

Adobe wurde von den Informatikern Charles Geschke und John Warnock gegründet, nachdem diese das Unternehmen Xerox PARC verlassen hatten. Dort war gerade die Seitenbeschreibungssprache InterPress entwickelt worden, über die einem Laserdrucker mitgeteilt werden konnte, wie eine zu druckende Seite auszusehen hatte.

1982 begann man bei Adobe mit der Entwicklung von PostScript, das als einfachere Alternative zu InterPress konzipiert wurde. Die erste offizielle Version von PostScript („Level 1“) wurde 1984 veröffentlicht. Anfang 1985 brachte Apple den LaserWriter auf den Markt, einen Drucker, der PostScript interpretieren konnte. Zusammen mit dem Apple Macintosh und Software wie PageMaker oder QuarkXPress trug dieses Gerät einen großen Teil dazu bei, dass herkömmliche Druckverfahren zwischen Mitte der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre nahezu vollständig durch das Desktop-Publishing (DTP) abgelöst wurden. Adobe hatte zu dieser Zeit noch keine eigene DTP-Software im Angebot: Erst 1994 kaufte man mit der Aldus Corporation den Hersteller des Programms PageMaker auf.

Im Jahr 1986 wurde das Vektorgrafikprogramm Adobe Illustrator entwickelt, das im Januar 1987 zunächst für den Macintosh erschien. Später wurden unter anderem Versionen für NeXT, Solaris und Windows veröffentlicht. Das ebenfalls PostScript-fähige Konkurrenzprodukt FreeHand wurde etwa zur gleichen Zeit bei der texanischen Firma Altsys programmiert und später vom PageMaker-Hersteller Aldus vermarktet – im Profibereich galten Illustrator und FreeHand lange Zeit als etwa gleichwertige Produkte. Altsys wurde später vom 1992 gegründeten Adobe-Konkurrenten Macromedia übernommen, und 2005 kam es zur Übernahme von Macromedia durch Adobe. Die Entwicklung von FreeHand wurde damit eingestellt; eine ältere Version wird neben Illustrator jedoch immer noch verkauft.

Photoshop

Der Student Thomas Knoll begann 1987 mit der Arbeit an einem Programm zur Darstellung von Pixelgrafiken. Mit Unterstützung seines Bruders John Knoll, einem Mitarbeiter von Industrial Light & Magic, entwickelte er diese Software zu einer Bildbearbeitung mit dem Namen Photoshop weiter, und im Folgejahr konnten einige Hundert Exemplare verkauft werden, indem man sie zusammen mit Scannern auslieferte. Zur selben Zeit begannen Adobe und Apple, sich für das Programm zu interessieren. Adobe entschloss sich schließlich zu einer Lizenzierung der Software und brachte sie im Jahr 1990 auf den Markt – damals noch ausschließlich für den Macintosh.

Photoshop ermöglichte es dem Benutzer, verschiedene Bestandteile einer Grafik in Form von Ebenen – ähnlich transparenten Folien – übereinander zu legen und diese Ebenen getrennt zu bearbeiten. Zusätzlich zu Auswahl-, Verformungs- und Malwerkzeugen brachte das Programm Funktionen zur Farbbearbeitung und eine Reihe von Effektfiltern mit. Im Laufe des Jahrzehnts entwickelte sich Photoshop zum Standardprogramm für die digitale Bildbearbeitung, und das Verb „photoshoppen“ ging als Begriff für die Manipulation von Fotos in den allgemeinen Sprachgebrauch ein.

Spätere Versionen erweiterten das Programm unter anderem um neue Werkzeuge, Filter und Funktionen zur Bearbeitung von Vektor- und 3D-Grafiken. Da sich Photoshop in erster Linie an professionelle Anwender richtet, brachte man ab 1996 zusätzlich sogenannte LE-Versionen auf den Markt, die im Funktionsumfang eingeschränkt waren und zu einem deutlich günstigeren Preis angeboten wurden. Diese LE-Versionen wurden ab 2001 durch Photoshop Elements ersetzt, eine eigenständige Software, deren Benutzeroberfläche sich jedoch an Photoshop orientiert. 2011 erschien außerdem Photoshop Express, eine kostenlose Software, die in einem Webbrowser läuft.

Das Portable Document Format

1991 – im selben Jahr, in dem auch das WWW entstand – entwarf Adobe-Mitbegründer John Warnock ein System zum Austausch von Dokumenten, das den Namen Camelot trug. Später entwickelte sich daraus das Portable Document Format (PDF), dessen erste Spezifikation im Jahr 1993 erschien. Im Gegensatz zu Formaten, wie sie beispielsweise von Office-Software verwendet werden, ermöglicht es PDF, das Aussehen von Dokumenten auf dem Monitor, auf Ausdrucken sowie über verschiedene Computer und Betriebssysteme hinweg einheitlich zu gestalten. Die Dateigrößen bleiben dabei relativ gering.

Ab den 1990er-Jahren konnte sich PDF so zu einem der am weitesten verbreiteten Formate zur Weitergabe von elektronischen Dokumenten entwickeln. Zur Erstellung, Bearbeitung und Anzeige von PDF-Dateien werden die Programme Adobe Acrobat und Adobe Reader angeboten – Softwareentwickler haben jedoch die Möglichkeit, PDF-spezifische Funktionen in ihre eigenen Programme zu integrieren, ohne dafür Lizenzgebühren an Adobe zahlen zu müssen.

Premiere, After Effects und InDesign

Ebenfalls im Jahr 1991 erschien die erste Version der Videoschnittsoftware Premiere, die zunächst nur für den Mac angeboten wurde. Zwei Jahre später kam das Programm auch in einer Windows-Version auf den Markt. Bei den Cuttern von Spielfilmen konnte Premiere nicht den Marktanteil der Konkurrenzprodukte Avid Media Composer und Apple Final Cut Pro erreichen; das Programm fand jedoch unter anderem beim Fernsehen und bei den Herstellern von Musikvideos einige Verbreitung. Ähnlich wie Photoshop wird inzwischen auch Premiere in einer professionellen Version und einer für den Heimgebrauch angeboten.

Die Software After Effects richtet sich ebenfalls an Filmschaffende. In diesem erstmals 1993 erschienenen Compositing-Programm können einzelne Bestandteile eines Films zusammengefügt und animiert werden. Als Adobe 1994 die Aldus Corporation und deren DTP-Programm PageMaker übernahm, war dessen Marktanteil bereits deutlich zurückgegangen, und das seit 1987 erhältliche QuarkXPress hatte sich im professionellen DTP-Bereich als De-facto-Standard etabliert. Adobe stellte die Entwicklung von PageMaker schließlich ein, brachte jedoch noch einige Jahre lang Updates für ältere Versionen heraus.

Die Arbeit an einem Nachfolger hatte bei Aldus bereits vor der Übernahme begonnen und im Jahr 1999 kam das Programm unter dem Namen InDesign auf dem Markt. Der Funktionsumfang und der vergleichsweise günstige Preis führten dazu, dass sich das Programm bereits kurz nach seiner Markteinführung zu einer QuarkXPress-Alternative entwickelte. Als Adobe einige Jahre später begann, InDesign zusammen mit Photoshop und Illustrator zu verkaufen, konnten die Benutzerzahlen noch weiter erhöht werden.

Übernahme von Macromedia und die Creative Suite

Ende 2005 kam es zur Übernahme des langjährigen Konkurrenten Macromedia. Adobe konnte seine Produktpalette dadurch unter anderem um Flash erweitern, eine Plattform zur Darstellung von Multimedia-Inhalten im Internet, die zum Beispiel für Onlinespiele und -videos eingesetzt wird. Bereits vor der Übernahme hatte die erstmals 1996 veröffentlichte Software eine sehr weite Verbreitung gefunden.

Inzwischen gibt es jedoch mobile Geräte und Betriebssysteme, die Flash nicht mehr unterstützen, und es gab bereits mehrere Ankündigungen, die Weiterentwicklung einzustellen. Unter den weiteren Programmen, die von Macromedia übernommen wurden, befinden sich Dreamweaver – eine Entwicklungsumgebung für Webseiten, durch die das eigene Produkt Adobe GoLive ersetzt wurde – oder die Grafiksoftware Fireworks. 2003 begann man, das Aussehen der verschiedenen Anwendungen stärker zu vereinheitlichen und sie unter dem Namen Adobe Creative Suite zu bündeln. Auch die Zusammenarbeit der einzelnen Adobe-Programme wurde dabei noch weiter verbessert. Die verschiedenen Programmpakete, die unter diesem Namen angeboten werden, sind jeweils auf Anwendungsbereiche wie Grafik-Design oder Filmherstellung zugeschnitten.

Adobe heute

Im Jahr 2011 lag das Betriebseinkommen von Adobe erstmals über vier Milliarden US-Dollar. Die Firma unterhält Büros in den USA, Kanada, Europa und Asien und hat mehr als 9000 Mitarbeiter. Adobe wurde mehrfach zu einem der beliebtesten Arbeitgeber des jeweiligen Landes gewählt.

Quelle für Ihr Zitat: Obenstehende Definition darf in kommerziellen und nicht kommerziellen Publikationen (somit auch in Hausarbeiten, Foren, Social Media Seiten) ohne Rückfrage zitiert werden. Kopieren Sie einfach den nachfolgenden Link für Ihr Zitat:

https://www.it-service24.com/lexikon/a/adobe/

Bitte nutzen Sie - falls erforderlich - für Ihr Literaturverzeichnis "o.Verf." und "o.J." zur Deklaration der Internetquelle.

Wir bieten eine 100% kostenlose und unverbindliche Analyse für einzelne Festplatten und SSDs - innerhalb von nur 4 Stunden nach Eingang bei uns!

Mit den Diagnose-Ergebnissen erhalten Sie eine individuelle Beratung sowie ein Angebot mit Festpreis für die Datenrettung.

  • Kostenlose Abholung in Deutschland
  • Kostenlose Analyse
  • Kostenlose Diagnose
  • Festpreis Garantie
  • Rücksendung per Kurier

Festplatten Tipps

Fehler Typen:

  • Logischer Schaden
  • Mechanische Fehler
  • Technische Defekte
  • Überspannung
  • Brandschaden
  • Wasserschaden

  • Hilfe bei Fehler & Defekt:

  • Festplatte formatiert
  • Festplatte wird nicht erkannt
  • Festplatte defekt
  • Festplatte ist vom Schreibtisch gefallen
  • Festplatten Fehler
  • Festplattencrash
  • Festplatten Töne
  • Festplatten Analyse