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Emulation Definition & Begriffserklärung

EmulationWenn bestimmte Hardware oder Software nicht immer verfügbar ist aber dennoch dringend benötigt wird, können sogenannte Emulatoren helfen. Diese zumeist recht kompakten Programme gaukeln dem Betriebssystem eines Computers vor, dass es eigentlich ein ganz anderes Gerät ist. Die Einsatzzwecke sind dabei äußerst vielfältig und reichen von Spielen bis hin zu komplexen Anwendungen.

Was ist ein Emulator?

Programme, die eine Emulation anderer Hardware und Software ermöglichen, sind sehr häufig in der Spieleszene zu finden. Beispielsweise gibt es bereits seit vielen Jahren (und in eigenen Fällen auch Jahrzehnten) Emulatoren, die etwa die Hardware diverser Spielekonsolen – vom Anfang der 1990er Jahre erschienenen Super Nintendo bis hin zur PlayStation 3 ist praktisch alles geboten – emulieren. Wenn diese Programme gestartet werden, kann der Benutzer alle kompatiblen und auf seiner Festplatte befindlichen Spiele laden. Im Zeitalter der ersten Emulatoren waren diese Spiele nur wenige Hundert Kilobyte groß, mittlerweile ist die Dateigröße jedoch auf mehrere Gigabyte angewachsen.

Vorteile der Emulation

Konsolen sind schon bei ihrem Erscheinen häufig nicht so leistungsfähig wie entsprechende High-End-PCs zu dieser Zeit. Im Laufe der Zeit verlagert sich dieser Nachteil der Konsolen noch weiter in Richtung der Computer, da Konsolen nicht aufgerüstet werden können, von einigen kleineren Ausnahmen einmal abgesehen. Wenn also ein Emulator einer beliebigen Konsole auf dem Computer genutzt wird, belohnt dieser den Anwender normalerweise mit einer deutlichen flüssigeren Bildabfolge des Geschehens auf dem Monitor, außerdem werden häufig zusätzliche Effekte für die Verbesserung der Bildqualität angeboten, wie etwa Anti Aliasing, Anisotropic Filtering oder auch ein simples Erhöhen der Auflösung.

Weiterhin bieten Emulatoren meist die Möglichkeit, in Spielen an allen beliebigen Stellen zu speichern, was gerade bei modernen Spielen in der Originalfassung nur noch selten der Fall ist. Gute Emulatoren fügen außerdem häufig eine Mehrspielerfunktion über bestehende Netzwerkverbindungen zu, so dass mehrere Spieler gleichzeitig spielen können – auch über das Internet. Dies ist gerade bei älteren Konsolen, die nur über Splitscreen-Technik als Mehrspielermodus verfügten, ein großer Vorteil.

Nachteile der Emulation

Um Hardware in einer Software nachzubilden – und nichts anderes ist die Emulation schließlich – ist ein hoher Rechenaufwand notwendig. Ein bekannter Emulator für die erste Ausgabe von Sonys PlayStation etwa hat bei seiner Veröffentlichung eine CPU mit einer Taktfrequenz von mindestens 200 Megahertz vorausgesetzt, obwohl die PlayStation selbst gerade mal über einen 33 Megahertz schnellen Prozessor verfügt. Ähnlich verhält es sich bei den anderen Komponenten im Computer. Diese müssen immer deutlich leistungsfähiger sein als die Hardware in der emulierten Konsole, um die Spiele einigermaßen ansprechend wiedergeben zu können.

Außerdem werden Spiele für Konsolen für bestimmte Controller entworfen und nicht etwa für Maus und Tastatur. Daraus resultiert häufig ein sehr unstimmig wirkendes Spielerlebnis, da die Steuerung erst umständlich auf die Tastatur angepasst werden muss und dann doch nicht perfekt ist. Die Mausunterstützung ist dabei selbst in modernen Emulatoren häufig nur rudimentär implementiert, was es schwer macht, in präzisionsfordernden Spielen genau agieren zu können. Ein rein subjektiver Makel ist außerdem das Spielerlebnis selbst: Das Spielen an einer Konsole mit einem großen Fernseher, dem passenden Controller und ohne aufwendige Einstellung eines Emulators ist so gut wie immer schöner, entspannender und einfacher.

Rechtliche Lage von Emulatoren

Bei den Emulatoren verhält es sich ähnlich wie mit Programmen für das Brennen von DVDs: Die Anwender könnten damit illegale Dinge anstellen, müssen dies aber nicht. Der Verkauf von Messern ist schließlich auch nicht verboten, obwohl man damit unschöne Dinge anstellen könnte. Die Verwendung eines Emulators fällt in dieselbe Kategorie, denn die Nutzung dieser Programme ist keineswegs illegal. Werden damit Spiele emuliert – wofür die Emulatoren schließlich geschaffen worden sind – sieht die Sachlage anders aus.

Natürlich dürfen diese Spiele nicht einfach heruntergeladen und anschließend emuliert werden, denn dabei handelt es sich um nichts anderes als die von den Herstellern so häufig angeprangerte Raubkopie. Andererseits handelt es sich auch hier um eine Grauzone, die nie von den Herstellern verfolgt wird. Der Aufwand für die Emulation moderner Konsolen ist so hoch, dass ein Großteil der Spieler darauf verzichtet und der finanzielle Schaden nur minimal ausfällt. Illegal bleibt die Verwendung von Spielen, die noch immer unter dem Urheberrecht stehen – und seien es auch solche Spiele, die bereits seit 20 Jahren nicht mehr erhältlich sind –, aber natürlich dennoch.

Emulation abseits von Spielen

Neben dem beschriebenen Einsatzgebiet gibt es auch zahlreiche Software für den PC, die wiederum andere Computerarten emuliert. Ein bekanntes Programm ist etwa VirtualPC, womit eine windowskompatible Plattform auf Computern mit MacOS emuliert wird. DOSBox arbeitet nach demselben Prinzip, nur beschränkt es sich dabei auf eine DOS-Umgebung. Diese Lösungen sind recht häufig verbreitet, da sie die Installation anderer Betriebssysteme umgehen und trotzdem ausprobiert werden kann, ob bestimmte Programme auf dem emulierten System lauffähig sind. Darüber hinaus sind diese häufig komplett legal – wie etwa das erwähnte VirtualPC, das von Microsoft veröffentlicht und gepflegt wird. Ob es sich um Spiele oder „normale“ Applikationen handelt, ist im Endeffekt jedoch egal, denn die Funktionsweise von Emulatoren ist immer dieselbe.

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