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Vorteile von SAN

Vorteile von SAN-Systemen (Storage Area Network) – IT-Service24 DatenrettungWer besonders viel Speicherplatz bei überaus rasanten Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung benötigt, wird bei SAN-Systemen fündig. Diese arbeiten am Maximum dessen, was heutzutage in Unternehmen machbar und bezahlbar ist – kleinere Betriebe werden daher niemals auf SAN-Lösungen setzen. In der Praxis setzen vor allem mittlere bis sehr große Umgebungen mit hohen Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit und Konsistenz auf ein professionell geplantes SAN.

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Was ist ein SAN?

SAN steht für Storage Area Network, womit es gewisse Ähnlichkeiten zu NAS-Systemen aufweist. Der Aufbau ist allerdings komplett anders und auf extreme Datenbelastungen und permanente, sehr hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Ein solches Netzwerk ist in den häufigsten Fällen per Glasfaserkabel an diverse Server innerhalb eines Unternehmens angebunden. Hinter dem Netzwerk selbst stehen zahlreiche RAID-Arrays, die Speicherplatz über dieses Netzwerk bereitstellen. Welche RAID-Verbunde das sind, hängt natürlich vom jeweiligen Unternehmen ab. Technisch handelt es sich bei SANs um blockbasierten Speicher, der als LUNs (Logical Unit Numbers) bereitgestellt wird und von Hosts wie ein lokales Laufwerk genutzt werden kann – ideal für Datenbanken, Virtualisierung, Transaktionssysteme und hochparallelisierte Workloads.

Durch die Anbindung per Fibre Channel, wie die Schnittstelle offiziell genannt wird, werden Datenraten von etwa 1,6 Gigabyte pro Sekunde möglich. Dabei handelt es sich natürlich um eine Größenordnung, welche für normale Unternehmen hoffnungslos überdimensioniert ist. SAN-Systeme sind somit ausschließlich Lösungen für große und entsprechend finanzstarke Betriebe. Wichtig: Diese Angabe bezieht sich auf ältere bzw. etablierte Generationen (z. B. 16GFC ≈ 1,6 GB/s pro Port). Aktuelle Generationen bieten deutlich mehr: 32GFC (~3,2 GB/s), 64GFC (~6,4 GB/s) und durch Port-Bündelung, Multipathing und Parallelisierung werden noch höhere effektive Transferraten erzielt. Neben Fibre Channel sind heute auch iSCSI (über 25/40/100/200/400 GbE) sowie NVMe over Fabrics (z. B. NVMe/FC oder NVMe/TCP) verbreitet, um Latenzen weiter zu reduzieren und IOPS massiv zu steigern.

Die Server, die an das SAN angeschlossen sind, verteilen anschließend die vorhandenen Daten weiter an die Mitarbeiter. Es handelt sich dabei somit um ein großes, firmeninternes Speichernetzwerk, das ungeheure Datenmengen bei ebenso enormen Geschwindigkeiten bereitstellen kann. Typische Komponenten sind Host-Bus-Adapter (HBA) in den Servern, redundante SAN-Switches (Zoning), Speicherkontroller im Active/Active- oder Active/Standby-Betrieb sowie Shelves mit SSDs/HDDs. Funktionen wie LUN-Masking, Multipath I/O (MPIO), Snapshots, Replikation und Thin Provisioning gehören zum Standard moderner Systeme.

Einsatzszenarien:

  • Virtualisierung und VDI mit konsistenten Latenzen und garantierter Verfügbarkeit
  • Transaktionale Datenbanken und In-Memory-Workloads mit hoher IOPS-Anforderung
  • Video- und Medienbearbeitung, wissenschaftliche Berechnungen, Backup-/Restore-Fenster mit engen SLAs
  • Unternehmensweiter Blockspeicher für Cluster, Failover-Farmen und verteilte Anwendungen

Vorteile des SAN

Die Vorteile liegen zwar hauptsächlich in den Bereichen Geschwindigkeit und Speicherkapazität, doch auch andere Punkte löst ein SAN wesentlich besser als vergleichbare Systeme. Im folgenden Abschnitt sind die wichtigsten Aspekte daher übersichtlich dargestellt. Moderne Systeme kombinieren hohe Bandbreite mit niedriger Latenz, ausgefeilter Redundanz und effizienten Datenservices.

Geschwindigkeit

SAN-Lösungen können, wie bereits erwähnt, Daten mit derzeit etwa 1,6 Gigabyte pro Sekunde übertragen. Keine andere verbreitete Lösung kann an diesen Wert herankommen. Allerdings darf es in der Praxis auch gar nicht anders sein, denn ansonsten würden die Speicherkapazitäten, die ein solches Netzwerk bereitstellt, viel zu viel Zeit benötigen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen.

  • Aktuelle Entwicklung: Neue Fibre-Channel-Generationen (32GFC/64GFC) und NVMe over Fabrics senken Latenzen und erhöhen den Durchsatz signifikant – ideal für hochparallele I/O-Muster.
  • Parallelität: Multipathing und Controller-Caching nutzen mehrere Pfade und Kerne, um Durchsatz und IOPS zu skalieren.
  • Tiering: Kombination aus NVMe-/SSD-Tiers für Hot Data und HDD-Tiers für Kapazität optimiert Preis/Leistung.

Hohe Redundanz

Die RAID-Arrays hinter den SAN-Lösungen sind normalerweise sehr redundant ausgelegt. In den meisten Fällen kommen diverse RAID-5- oder RAID-6-Lösungen zum Einsatz, häufig auch in Kombination mit RAID 1 oder RAID 0. Dadurch wird entweder der Datendurchsatz der Festplatten gesteigert oder durch Spiegelungen ein weiteres Fangnetz für etwaige Probleme aufgestellt.

  • Über die RAID-Level hinaus: RAID 10/50/60, Dual-Controller-Designs, N+1-Netzteile, Dual-Fabrics und Hot-Spare-Disks erhöhen die Fehlertoleranz.
  • Datenservices: Snapshots, Klone, synchrone/asynchrone Replikation (kurze RPO/RTO) und WORM-Snapshots schützen vor Ausfällen und Fehlbedienungen.
  • Datensicherheit: Verschlüsselung ruhender Daten und sichere Löschverfahren ergänzen Compliance-Anforderungen.

Große Toleranz gegenüber äußeren Einflüssen

SAN-Systeme können an einem beliebigen Ort auf dem Firmengelände angelegt werden. Das ist insofern hilfreich, als dass diese Systeme natürlich einem gewissen Schutz unterliegen müssen. Würde ein SAN-System Schäden davontragen, wären die Auswirkungen auf den Geschäftsalltag des Unternehmens wahrscheinlich katastrophal. Die dazugehörigen Festplatten können somit im Prinzip an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden – und das sogar mehrmals.

Es könnten etwa zwei identische Systeme an weit voneinander entfernt liegenden Orten aufgebaut werden, um so im Falle eines Unfalls – also etwa Feuer, Wasserschäden oder auch menschlich verursachte Probleme – nicht das gesamte System mit in den Abgrund zu reißen.

  • Georedundanz: Metro-Cluster, Stretched-Cluster und standortübergreifende Spiegelung sichern kritische Workloads ab.
  • Betriebskontinuität: Automatisches Failover/Failback reduziert Ausfallzeiten; regelmäßige DR-Tests halten Notfallpläne aktuell.

Das klingt vielleicht anfangs nach etwas zu viel des Guten, doch dabei muss bedacht werden, dass SAN-Lösungen permanent zur Verfügung stehen müssen. Diese Systeme werden von Unternehmen genutzt, welche eine ständige Verfügbarkeit nicht nur auf ihrer Wunschliste stehen haben, sondern welche tatsächlich zwingend darauf angewiesen sind. Die hohe Unfalltoleranz zählt daher zu den Stärken von SAN-Systemen.

Hohe Leistung, hoher Preis

In den angesprochenen Umgebungen zählen SAN-Lösungen sicherlich zu den besten Systemen, allerdings muss bedacht werden, dass diese Gerätschaften auch einen horrenden Preis mit sich bringen. Die Kosten für die Hardware an sich und die Wartungskosten sind enorm hoch.

  • Gesamtbetriebskosten: Neben Anschaffung zählen Lizenzen, Supportverträge, Energie, Kühlung und Platzbedarf im Rack.
  • Datenreduktion: Deduplizierung, Kompression und Thin Provisioning senken die Kapazitätskosten deutlich.
  • Betriebsmodelle: Kapazitäts- und Performance-Tiering sowie nutzungsbasierte Modelle können die Planbarkeit verbessern.

Außerdem muss bedacht werden, dass meist aus Kompatibilitätsgründen Hardware eines einzigen Herstellers für den Aufbau des gesamten SAN genutzt wird. Dies ruft natürlich eine gewisse Abhängigkeit gegenüber diesem Hersteller hervor, so dass hier ein wenig Weitsicht gefordert ist. Meist empfiehlt sich daher der Griff zu einem großen und etablierten Hersteller, der allerdings selbstverständlich auch häufig zu den teuersten zählt.

  • Planungsaspekte: Interoperabilitätsmatrizen, Firmware-Stand, Multi-Vendor-Fabric-Kompatibilität und standardisierte Protokolle (z. B. SPC-3-Funktionen) beachten.
  • Qualitätssicherung: Monitoring, Kapazitätsplanung, regelmäßige Firmware-/Microcode-Updates und strukturierte Wartungsfenster sichern den stabilen Betrieb.
  • Best Practices: Sauberes Zoning, konsequentes LUN-Masking, MPIO-Konfiguration, konsistente Backup- und Replikations-Strategien sowie ein 3-2-1-Ansatz für Datensicherung.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist ein SAN?

SAN steht für Storage Area Network und ist eine Netzwerktechnologie, die speziell für Unternehmen mit hohem Speicherbedarf entwickelt wurde. Im Gegensatz zu NAS-Systemen arbeiten SANs mit Glasfaserkabeln und bieten extrem hohe Geschwindigkeiten sowie große Speicherkapazitäten. Durch die Anbindung an Server ermöglichen SANs die Bereitstellung von enormen Datenmengen in kürzester Zeit.

Technisch gesehen stellt ein SAN blockbasierten Speicher (LUNs) bereit, der von Betriebssystemen wie lokaler Speicher genutzt wird. Typische Bausteine sind HBAs in den Hosts, redundante SAN-Switches (Zoning), Speicherkontroller mit Caches sowie Shelves mit SSDs/HDDs. Protokolle wie Fibre Channel, iSCSI und NVMe over Fabrics bestimmen Latenz, IOPS und Bandbreite.

  • Frühere/etablierte Generationen: z. B. 16GFC (~1,6 GB/s pro Port)
  • Aktuelle Generationen: 32GFC (~3,2 GB/s), 64GFC (~6,4 GB/s), darüber hinaus Aggregation per Port-Channel/Multipath
  • Alternative Fabrics: iSCSI und NVMe/TCP über 25/40/100/200/400 GbE für flexible und skalierbare Architekturen
Vorteile des SAN

SAN-Systeme bieten zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Lösungen.

Geschwindigkeit: SANs können Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 1,6 Gigabyte pro Sekunde übertragen. Diese hohe Geschwindigkeit ist ideal für Unternehmen mit großen Datenmengen.

  • Heute üblich: 32GFC/64GFC sowie NVMe over Fabrics mit sehr niedriger Latenz für kritische Workloads.
  • Skalierbarkeit: Mehr Performance durch zusätzliche Ports, Pfade, Controller und Caches.

Hohe Redundanz: SANs sind mit redundanten RAID-Arrays ausgestattet, die den Datendurchsatz steigern und zusätzlichen Schutz bieten.

  • Dual-Fabrics, redundante Netzteile und Controller-Designs minimieren Single Points of Failure.
  • Snapshots, Replikation (synchron/asynchron) und regelmäßige Tests erhöhen die Ausfallsicherheit.

Große Toleranz gegenüber äußeren Einflüssen: SAN-Systeme können an verschiedenen Orten im Unternehmen aufgebaut werden, um Schäden zu minimieren. Dies gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit der Daten.

  • Stretched-/Metro-Cluster ermöglichen Standort-Resilienz und automatisches Failover.
  • Härtung der Infrastruktur und geeignete Umgebungsbedingungen schützen Hardware und Daten.

Hohe Leistung, hoher Preis: SANs bieten Spitzenleistung, sind jedoch auch mit hohen Kosten verbunden. Die Anschaffung und Wartung der Hardware sind teuer, und die Abhängigkeit von einem Hersteller kann Einschränkungen mit sich bringen.

  • Effizienz durch Deduplizierung, Kompression und Thin Provisioning senkt Kosten.
  • Transparente TCO-Betrachtung inklusive Energie, Kühlung, Lizenzen und Supportverträgen.
Bildnachweis: iStock.com/PixHouse
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