Festplatte defekt

Festplatte defektWie jedes andere Bauteil in einem Computer können auch Festplatten nach einer bestimmten Laufzeit ausfallen. Bei diesen Komponenten ist ein Defekt jedoch besonders ärgerlich, da schließlich alle wichtigen Daten auf einer Festplatte gespeichert werden. Zwar gibt es Lösungen für die Sicherung von Daten, doch gerade Privatanwender, aber auch viele Unternehmen nehmen diese nur selten wahr. Häufig sind auch Backups nicht lesbar, RAID oder Server Lösungen haben nicht richtig funktioniert und konnten keine valide Datensicherung erstellen. Die häufigsten Festplatten Defekte und wie diese lege artis rückgängig gemacht werden können, erfahren Sie im Folgenden.

Innenleben einer Festplatte

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Eine Festplatte besteht in ihrem Inneren aus Magnetscheiben, über denen ein sogenannter Schreib-/Lesekopf im Abstand von wenigen Nanometern schwebt. Diese Scheiben rotieren mit einer Geschwindigkeit von mehreren Tausend Umdrehungen pro Minute. Es spielt sich also alles auf kleinstem Raum und bei sehr hohen Geschwindigkeiten ab – Fehler oder besser gesagt Defekte sind somit mehr oder weniger vorprogrammiert. Abhilfe können hier nur SSD-Festplatten schaffen, doch diese sind aufgrund ihres hohen Preises noch nicht im Massenmarkt angekommen.

Das Zusammenspiel der Magnetscheiben und des Schreib-/Lesekopfes ist also für die einwandfreie Funktion der Festplatte verantwortlich. Umso mehr die Festplatte belastet wird und umso länger sie im Einsatz ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass irgendwann einer der gleich aufgeführten Defekte auftritt. Gerade in Unternehmen sind Festplattenausfälle so sicher, dass bereits beim Einkauf und der Installation diverser Systeme fest mit diesen Defekten gerechnet wird. Aus diesem Grund sind in diesen Umgebungen auch umfangreiche RAID-Lösungen als Datensicherung im Einsatz. Auch Privatanwender sind jedoch nicht vor diesen Schäden geschützt. Wieso das so ist, wird im nächsten Abschnitt erläutert.

Warum treten Defekte bei Festplatten auf?

Wenn hier von einem Defekt die Rede ist, sind damit Schäden an der Hardware gemeint. Zwar können Festplatten auch kleinere „Defekte“ davontragen, die per Software repariert werden können – jeder Anwender wird beispielsweise schon einmal mit dem Windows-eigenen Tool „Scandisk“ in Berührung gekommen sein –, doch der Fokus soll hier auf wirklich schweren Schäden liegen, die nicht durch ein simples Programm behoben werden können. Doch wie kann es eigentlich zu derlei Defekten kommen? Muss der Anwender dafür zwingend etwas falsch machen?

Leider kann der Benutzer nur einen kleinen Einfluss auf die Lebensdauer der Festplatte bewirken. Da die Festplatte eines der letzten Geräte in einem PC ist, das über bewegliche Teile verfügt, ist ein Ausfall im Laufe der Zeit einfach unausweichlich. Die Frage ist eigentlich nur, wann es soweit kommen wird. Hier kommt es zur sogenannten Serienstreuung: Eine Festplatte des Modells X muss nicht zwingend genauso lange durchhalten wie eine andere Festplatte derselben Serie. Winzige Unterschiede bei der Fertigung sind dafür verantwortlich, dass die erste Festplatte vielleicht auch nach 15 Jahren noch funktioniert, während die zweite Festplatte bereits nach zweieinhalb Jahren erste Defekte aufzeigt. Diese Streuung innerhalb derselben Modellserie ist unvermeidlich.

Typische Hardware Defekte bei Festplatten

Es gibt unterschiedliche Arten von Defekten, die jedoch allesamt dasselbe Resultat hervorrufen. Eine beschädigte Festplatte ist nicht mehr nutzbar, die Daten darauf vorerst verloren – zumindest bis ein kompetenter Datenretter eingeschaltet wird, der trotz der folgenden Schäden alle Daten wiederherstellen kann.

Headcrash – ein häufiger Festplattendefekt

Dies ist die mit Abstand verbreitetste Art von Schaden, die an Festplatten regelmäßig festgestellt wird. Das liegt vor allem daran, dass der Headcrash auf sehr viele unterschiedliche Varianten ausgelöst werden kann. Meist entsteht er durch Erschütterungen, die über das gewöhnliche Maß hinausgehen. Er kann bei modernen Festplatten außerdem nur dann auftreten, wenn der Computer beziehungsweise die Festplatte gerade in Betrieb ist.

Dabei berührt der Schreib-/Lesekopf der Festplatte die empfindlichen Magnetscheiben, auf denen die Daten gespeichert sind. Da sich dieser Kopf nur wenige Nanometer über den Scheiben selbst befindet, muss die Erschütterung auch nicht besonders heftig ausfallen, um einen Headcrash hervorzurufen. Für den Anwender selbst ist dies unterdessen der schlimmste Defekt, denn er selbst kann in diesem Fall gar nichts machen. Der über die Magnetscheiben schleifende Schreib-/Lesekopf vernichtet hier in wenigen Sekundenbruchteilen je nach Kapazität der Festplatte unter Umständen mehrere Hundert Gigabyte an Daten, die nur durch Datenrettungsdienste wiederhergestellt werden können.

Als einzige Maßnahme ist die sofortige Abschaltung des PCs zu empfehlen, damit der Kopf nicht weiter über die Magnetscheiben springt und zusätzliche Daten vernichtet – rückgängig machen lässt sich dieser Unfall jedoch nicht, und die Festplatte ist im Anschluss auch garantiert nicht mehr nutzbar.

Festplatten Defekt durch Überspannung

Diese Art von Defekt zählt zu den eher seltenen Schäden, die allerdings, falls es soweit kommen sollte, mindestens ebenso ärgerlich sind. Dabei wird vom Netzteil aus irgendeinem Grund zu viel Spannung an die Festplatte geliefert. Dies kann etwa dann passieren, wenn minderwertige Netzteile zweifelhafter Qualität genutzt werden oder auch ein ganz einfacher Blitzschlag kurzzeitig die Elektronik überlastet. Meist geht dabei nicht nur die Festplatte selbst, sondern auch das Netzteil wortwörtlich in Rauch auf. Kleinere Nebelschwaden aus diesen Bauteilen sind dann keine Seltenheit, eine Brandgefahr besteht jedoch nur selten.

Glücklicherweise zählen die Magnetscheiben der Festplatten nicht zur Elektronik selbst. Das bedeutet, dass diese im Normalfall auch keine nennenswerten Schäden davontragen. Allein die Elektronik, welche den Schreib-/Lesekopf steuert und für den Datentransfer verantwortlich ist, fällt dabei aus – was die Festplatte natürlich für den Anwender nutzlos macht. Es ist jedoch häufig für uns als Datenretter in diesem Fall kein Problem, alle Daten wiederherzustellen.

Sonstige häufige Festplatten Defekte

Es gibt natürlich noch weitere Schäden, wie etwa die Verformung des Gehäuses durch schwere Stürze. Diese laufen jedoch allesamt mehr oder weniger auf dieselbe Art des Defekts hinaus, nämlich den Headcrash oder einen defekten Schreib-/Lesekopf beziehungsweise dessen Elektronik. In allen Fällen jedoch gilt: Solange die Magnetscheiben möglichst unangetastet bleiben, ist in der Regel auch eine Wiederherstellung der Daten mit mehr oder weniger großem Aufwand möglich!

Die ersten Schritte beim Festplattendefekt

Die Festplatte ist beschädigt – wie sieht der nächste Schritt aus? Viele Anwender – darunter besonders die erfahrenen Nutzer – versuchen an dieser Stelle, durch zahlreiche frei zugängliche Tools zu retten, was noch zu retten ist. Das ist jedoch der falsche Schritt. Indem eine defekte Festplatte weiter betrieben wird, um vielleicht etwaige wichtige Daten noch auf einen anderen Datenträger zu transferieren, wird in den meisten Fällen alles noch schlimmer. Bei einem Headcrash werden weitere Daten vernichtet, bei der Überspannung könnten durch die fehlerhafte Elektronik im schlimmsten Fall weitere Komponenten im PC in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Reparatur ist für uns als Datenretter sehr viel einfacher (bzw. überhaupt erst möglich), wenn die Festplatte im Ursprungszustand kurz nach dem ersten Auftreten des Defekts belassen wird.

An erster Stelle sollte daher die Kontaktaufnahme mit unserer Kundenbetreuung stehen. Wir sind per Telefon und per Anfrage Formular für Sie erreichbar.

Wir analysieren die defekte Festplatte und senden Ihnen eine Dateiliste mit den wiederherstellbaren Daten zu. Zudem erhalten Sie ein Angebot mit Festpreis für die Behebung des Festplatten Defekts und die daraus resultierende Datenwiederherstellung. In den meisten Fällen können alle Daten wiederhergestellt werden – selbst bei Schäden wie dem Headcrash oder einer komplett zerstörten Elektronik. Einzige Voraussetzung für eine Datenwiederherstellung ist, dass die Daten nicht physikalisch zerstört wurden, denn dann kann sie niemand mehr retten. In allen anderen Fällen stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen Sie auch nach erfolgter Datenrettung.

Festplatte defekt? Wir übernehmen die Datenrettung!

Wir stellen selbst Daten von Festplatten her, die die schlimmsten Unfälle durchstehen mussten. Wichtig ist dabei jedoch, gleich den Weg zu uns zu suchen. Der erste Versuch ist oftmals entscheidend darüber, ob Daten gerettet werden können, oder dauerhaft verloren sind. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung und die technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.

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