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Chipsatz Definition & Begriffserklärung

ChipsatzUnter einem Chipsatz werden meist mehrere integrierte Schaltkreise verstanden, die zusammenhängend eine oder mehrere Aufgaben erfüllen. Oftmals ist es aus technischen Gründen nicht sinnvoll, alle notwendigen Aufgaben auf nur einem einzelnen Chip unterzubringen. Zum Beispiel verfügen einzelne Chips nicht über genügend Anschlüsse oder sind für die zu erfüllenden Aufgaben alleine nicht in der Lage.

Andererseits bestehen Chipsätze oft auch aus unterschiedlichen integrierten Schaltungen, die jeweils unterschiedlichen Herstellungsprozessen entstammen. Ein Chipsatz kann demnach mehrere Chips verschiedener Hersteller enthalten, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Allgemein ist ein Chipsatz eine Ansammlung mehrerer Chips, die in ihrer Gesamtheit leistungsfähig genug sind, komplexe Aufgaben wahrzunehmen.

Rückblick auf die ersten Chipsätze

Insbesondere bei den ersten Heimcomputern Anfang der 80er Jahre bestand ein Rechner vornehmlich aus dem eigentlichen Hauptprozessor und mehreren eigenständigen Schnittstellen-Chips. Sie waren alle über einen Adress-, Daten- und Steuerbus mit dem Hauptprozessor verbunden. Ein spezieller Adressdecoder wählte je nach Bedarf den richtigen Chip aus. Im Zuge der Miniaturisierung wurden immer mehr einzelne Funktionen auf den Chips integriert. Hierbei wurden gewisse Standards gebildet, um eine Vereinheitlichung hervorzurufen.

Nicht immer reichte jedoch ein einzelner Chip aus, um alle komplexen Vorgänge alleine zu bewältigen. Auf diese Weise wurden mehrere leistungsstarke Chips miteinander zu einem Chipsatz verbunden. Im PC-Bereich findet man entsprechende Chipsätze auf der Hauptplatine eines PCs. Sie haben alle die Aufgabe, den Hauptprozessor bei seiner Aufgabe behilflich zu sein. Dies macht auch Sinn, da Chipsätze über viele elektrische Anschlüsse verfügen können, die an einem Chip in dieser Form nicht möglich wären.

Sehr bekannt war beispielsweise der NEAT-Chipsatz für die ersten IBM PC/ATs, die mit einem Intel 80286 Prozessor arbeiteten. Dieser Chipsatz stammte vom Hersteller Chips & Technologies. In heutiger Zeit bestehen die Chipsätze aus der bewährten 2-Brücken-Architektur, die Intel einführte. Sie nennen sich North- und Southbridge. Dabei werden die Namen von der jeweiligen Lage der Chipsätze auf der Hauptplatine bestimmt.

Chipsätze der North- und Southbridge

Wie es bei Towergehäusen üblich ist, wird die Hauptplatine meist in senkrechter Weise eingebaut. Die Northbridge liegt dabei auf der oberen nördlichen Hälfte der Platine, während die Southbridge folglich unten im Süden verbaut ist. Die Hauptaufgaben der Chipsätze liegen in der Steuerung der eingebauten Komponenten und des Datentransfers. Alle angeschlossenen peripheren Geräte werden von den Chipsätzen angesprochen.

Interessanterweise sind in der Northbridge die aufwändigeren Funktionen integriert, wie zum Beispiel der Datentransfer zum Arbeitsspeicher. In der Southbridge sind dagegen Funktionen für die Soundwiedergabe oder der Grafikverarbeitung enthalten. Beispielsweise verfügen etliche PCs über keine eigene Grafikkarte und besitzen dagegen einen Chipsatz für die Grafikfunktionen direkt auf der Hauptplatine. Die bekanntesten Hersteller von Chipsätzen für PCs, also x86-Architekturen sind die Firmen Intel, AMD, Nvidia, ATI, VIA Technologies, SiS, Uli, Ali und für Server Broadcom.

Generell variieren die Funktionalitäten der North- und Southbridge bei vielen Herstellern. Bei einigen beinhaltet die Northbridge auch das PCI-Interface. Ebenso können hierüber in Zusammenarbeit mit der Southbridge die PCI-Slots angesteuert werden. Mittlerweile zeigt sich wieder ein neuer Trend, so dass immer häufiger Hersteller sogenannte Single-Chip-Lösungen anbieten, die die bewährte 2-Brücken-Architektur überflüssig macht.

Chipsätze anderer Computerhersteller

Bei den legendären Commodore- und Amiga-Computern in den 80er Jahren waren die Chipsätze vornehmlich für Multimediaeigenschaften ausgelegt. Schon seinerzeit überzeugten diese Rechner mit enormen Grafik- und Soundleistungen. So bestand der Chipsatz des Amiga insgesamt aus drei einzelnen Chips, die aber als eine Einheit angesteuert wurden.

Dabei basierte er auf einer DMA-Einheit, die die übrige Kapazität der drei Chips mit Daten für Grafik und Sound versorgte. Ebenfalls wurden hierüber auch die externen Schnittstellen angesprochen. Beim Atari ST bestand der Chipsatz insgesamt aus vier einzelnen Chips. Sie waren unter der Bezeichnung Custom-Chips bekannt. Sie beinhalteten die Chips DMA, MMU, Shifter und Glue. Erst später kamen noch weitere Chips dazu.

Zusammenfassung

Chipsätze sind meist auf der Hauptplatine eines Rechners zu finden. Sie regeln alle relevanten Verbindungen zu den angeschlossenen Bauteilen. Ihre Hauptaufgaben ist der Datentransfer zwischen der CPU, dem Hauptspeicher, den angeschlossenen Laufwerken und eventuell weiteren Steckkarten des Rechners. Bei diesem Busverkehr werden unterschiedliche Spannungspegel und Taktfrequenzen verwendet.

Jeder Chipsatz muss mit allen Komponenten kommunizieren können. Dabei ist jeder einzelne Chip eines Chipsatzes für bestimmte Aufgaben vorgesehen. Ein Chipsatz dient folglich wie ein Übersetzer. Bei jeder neuen Rechnergeneration mit anderen Taktfrequenzen müssen auch die Chipsätze neu entwickelt werden.

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