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Ad-hoc-Modus Definition & Begriffserklärung

Ad-hoc-ModusDer Ad-Hoc-Modus ist ein Netzwerkmodus, in dem ein Netzwerk nicht wie üblich von einer zentralen Verbindungsstelle (zum Beispiel einem Router) verwaltet wird, sondern von jedem einzelnen Gerät, das sich im Netzwerk befindet. Jedes Gerät im Ad-Hoc-Netzwerk verbindet sich mit den anderen Geräten, die sich ebenfalls im Netzwerk befinden, wodurch ein vermaschtes Netz entsteht, in dem Daten direkt ausgetauscht werden können, ohne über einen festen Access-Point geleitet zu werden.

Einsatzgebiete

Ad-Hoc-Netzwerke werden, wie der Name bereits impliziert, meist temporär und für einen bestimmten Zweck erstellt. Sie bieten sich insbesondere für einen unkomplizierten Datenaustausch zwischen Endgeräten an, die sich in räumlicher Nähe befinden, aber kein anderes gemeinsames Netzwerk nutzen. Dies ist zum Beispiel bei geschäftlichen Meetings oft der Fall.

Ein weiterer Verwendungszweck ist das Teilen einer Internetverbindung mit Endgeräten, die sich in räumlicher Nähe eines Geräts mit Internetverbindung befinden. Wenn ein Rechner zum Beispiel per LAN-Verbindung mit dem Internet verbunden ist, so kann er ein Ad-Hoc-Netzwerk erstellen und so den anderen Endgeräten ermöglichen, sich über das Ad-Hoc-Netz mit dem Internet zu verbinden. Außerdem werden Ad-Hoc-Netze verwendet, um mit mehreren Geräten Multiplayer-Spiele spielen zu können, ohne mit dem Internet oder einem festen Netzwerk verbunden zu sein.

Vorteile des Ad-hoc-Modus

Der größte Vorteil von Ad-Hoc-Netzwerken ist die verhältnismäßig unkomplizierte Einrichtung, die außer einem Netzwerkadapter keine weitere Hardware erfordert. Da Daten nicht über einen zentralen Punkt geleitet werden, sondern durch die einzelnen Netzteilnehmer direkt weitergegeben werden, ist die Datenlast in einem Ad-Hoc-Netzwerk optimal verteilt – es kommt nicht zu einer Überlastung, die zum Beispiel bei einem Router auftreten kann, der von mehreren Geräten in Anspruch genommen wird. Außerdem ist das Ad-Hoc-Netzwerk ein sehr sicherer Netzwerktyp, da es eine sehr begrenzte Reichweite hat, was zur Folge hat, dass jemand, der sich unberechtigt Zugang zum Netzwerk verschaffen will, sich räumlich sehr nah an den Netzwerkteilnehmern aufhalten muss.

Praxis

Windows unterstützt seit Windows XP (Service Pack 2) nativ Ad-Hoc-Netzwerke. Voraussetzung dafür ist ein Netzwerkadapter mit installiertem Gerätetreiber. Die entsprechende Option zum Erstellen eines Ad-Hoc-Netzwerks findet man im Netzwerk- und Freigabecenter. Auch auf Mac-Rechnern gibt es diese Möglichkeit in den Systemeinstellungen. Ein Gerät muss das Ad-Hoc-Netzwerk erstellen, danach können alle anderen Geräte dem Netzwerk per WLAN beitreten, sofern sie das Passwort, das der Netzwerkersteller festlegt, eingeben. Die Verschlüsselung erfolgt in der Regel über WEP oder WPA, wobei WPA aufgrund der größeren Sicherheit, wie auch bei Access-Point-Netzwerken, vorzuziehen ist. Der Datenaustausch ist dann beispielsweise über das Windows-Feature der Heimnetzgruppe möglich und funktioniert generell genauso, wie in jedem anderen Netzwerk.

Verbindungstypen

Damit sich jedes Gerät mit allen anderen Teilnehmern des Ad-Hoc-Netzes verbinden kann, muss gewährleistet sein, dass keines der Geräte mehr als ca. 10 Meter, was die durchschnittliche Sendereichweite von Netzwerkadaptern ist, von einem anderen Gerät im Netzwerk entfernt ist. Nur so ist die direkte Kommunikation zwischen jedem einzelnen Gerät möglich. Dies ist aber nicht zwangsläufig notwendig, da jeder Teilnehmer des Netzwerks gleichzeitig Sender und Empfänger ist, kann ein Ad-Hoc-Netzwerk auch über eine größere Reichweite genutzt werden. In diesem Fall kann nicht mehr jedes Gerät auf direktem Wege mit den anderen Teilnehmern kommunizieren, sondern muss die anderen Geräte als Brücke benutzen – man spricht von indirekter Kommunikation, das Prinzip gleicht der Funktionsweise von WLAN-Repeatern. Der Netzwerkteilnehmer, der als Brücke fungiert, speichert die Daten nicht, sondern leitet das Signal direkt zum Empfänger oder zu einer weiteren Brücke weiter.

So ist es in der Theorie möglich, ein unendlich großes Netzwerk zu erschaffen, sofern jeder Teilnehmer einen anderen Teilnehmer in seinem zehn Meter Radius hat. Zu beachten bleibt an dieser Stelle allerdings die Tatsache, dass die zu verschickenden Daten umso länger brauchen, je mehr Endgeräte sie passieren müssen, bevor sie an ihrem Ziel ankommen.

Freies Funknetz

Die Idee des Freien Funknetzes baut auf dem Ad-Hoc-Netz und der indirekten Kommunikation auf. In einem Freien Funknetz errichten Privatpersonen ein Ad-Hoc-Netz, in welchem sie beispielsweise Daten oder eine Internetverbindung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus bieten sie jedem Endgerät in ihrer Reichweite die Möglichkeit, sich mit dem Ad-Hoc-Netz zu verbinden und so ein Teil des Netzes zu werden.

Ziel ist es, ein stetig wachsendes, sich selbst verwaltendes Netz aufzubauen, in dem Privatpersonen Daten und Dienste mit den anderen Netzteilnehmern teilen können. In Deutschland setzt sich der Anbieter freifunk.net für diese Art des Netzwerks ein.

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