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Adware: Definition, Merkmale und Entfernung – IT-Service24Der Begriff Adware, welcher aus den englischen Wörtern Advertisement (dt. Werbung) und Software (dt. Programm) zusammengesetzt ist, bezeichnet Software, die dem Benutzer – neben ihrer eigentlichen Funktion – Werbung anzeigt oder Programme installiert, die Werbung anzeigen. Typische Formen sind Pop-ups, Overlays, Banner, Videoeinblendungen oder Benachrichtigungen, die unabhängig von der aktuell besuchten Website erscheinen können.

In der Regel ist Adware kostenlos und in ihrer Funktion uneingeschränkt. Die Werbeflächen (Popups, Banner innerhalb der Adware etc.) innerhalb der Adware werden an Unternehmen verkauft, was oftmals als einzige Einnahmequelle für den Entwickler der Software dient. Oft besteht bei solchen Programmen die Möglichkeit, für das Programm zu zahlen – dann verschwindet die Werbung und aus Adware wird normale Software. Zwischen seriöser, werbefinanzierter Software und aggressiver Adware gibt es jedoch eine Grauzone: Manche Installationsroutinen bündeln zusätzliche Komponenten (PUP/PUA – potenziell unerwünschte Anwendungen), verändern Voreinstellungen oder nutzen aufdringliche Opt-out-Mechanismen.

  • Verbreitungswege: Software-Bundles, inoffizielle Download-Portale, manipulative Installationsassistenten, Browser-Erweiterungen, gefälschte Update-Hinweise, Mobile-Apps mit aggressiven Werbe-SDKs.
  • Plattformen: Windows 10/11, macOS (inkl. aktuellen Versionen), Linux-Desktops sowie Android und iOS können von Adware-Varianten betroffen sein – die Ausprägung unterscheidet sich pro System.
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Adware = Spyware ?

Der Begriff Adware wird häufig mit dem Begriff Spyware verwechselt. Bei Spyware handelt es sich um Programme, die – ohne den Benutzer darüber in Kenntnis zu setzen – Daten an den Entwickler der Software und/oder an Dritte verschicken. Adware fokussiert primär auf Werbeeinblendungen, kann aber – je nach Implementierung – Tracking- und Telemetriedaten erheben.

Die Mehrheit der Programme, die als Adware angeboten wird, tut genau das. Der Hintergedanke der Entwickler ist dabei zumeist, das Surfverhalten des Benutzers auszuspähen, um so innerhalb der Adware oder auf Websites personalisierte Werbung anzeigen zu können. Dennoch späht nicht jede Adware die Aktivitäten des Users aus. Wesentliche Unterschiede:

  • Adware: Werbung steht im Vordergrund; Datenerhebung reicht von anonymisierten Nutzungsstatistiken bis hin zu Profiling.
  • Spyware: Diskrete, nicht genehmigte Datensammlung (z. B. Tastenanschläge, Formulareingaben, Standortdaten) und Übermittlung im Hintergrund.
  • Überschneidung: Manche Adware nutzt persistente Kennungen, Fingerprinting oder Browser-Hijacking – sie wird dann häufig als PUP/PUA eingestuft.

Schädlichkeit von Ad- und Spyware

Wenn Adware zusammen mit Programmen installiert wird, die darauf ausgelegt sind, die Aktivitäten des Users auszuspähen und zu verschicken (Spyware), kann es allerdings sehr schwierig werden, diese Programme wieder zu entfernen, da sie sich an verschiedenen Orten speichern und sich oft nicht schließen lassen. Typische Persistenzmechanismen sind geplante Aufgaben, Autostart-Einträge, Hintergrunddienste, manipulierte Browser-Richtlinien, geänderte Proxy-/DNS-Einstellungen oder Profileinträge (u. a. bei modernen Browsern).

Im Internet gibt es diverse Programme, die einem bei der Entfernung von Spyware helfen können.
Im Gegensatz zu Computerviren führen Ad- und Spyware keine Funktionen aus, die dem Computer ernsthafte Schäden zufügen könnten. Viele Benutzer fühlen sich allerdings unwohl bei dem Gedanken, dass ihre Aktivitäten überwacht und gegebenenfalls an Unternehmen verkauft werden. Praktische Auswirkungen können sein:

  • Leistungseinbußen: erhöhte CPU-/Speicherauslastung, Akkuverbrauch (besonders mobil), verzögertes System- und Browserverhalten.
  • Störungen beim Surfen: Umleitungen, Pop-ups außerhalb des Browsers, veränderte Suchmaschine/Startseite, zwangsinstallierte Toolbars.
  • Datenschutzrisiken: Sammlung von Suchanfragen, Klickpfaden, Geräte-IDs; in problematischen Fällen Abgriff sensibler Daten.

Rechtliche Aspekte

Die Rechtmäßigkeit von Ad- und Spyware unterscheidet sich von Fall zu Fall. Adware zeichnet in der Regel alle Daten anonym auf – es ist also für niemanden ersichtlich, welchem Benutzer welche Daten gehören. Der Benutzer wird auf den Servern der Adware-Betreiber zum Beispiel mit einer Nummer versehen, sodass dem Benutzer personalisierte Werbung angezeigt werden kann, aber es werden in der Regel keine Anhaltspunkte gespeichert, die Hinweise auf die Person hinter dem Computer geben könnten.

Adware wird vom Benutzer wissentlich installiert, sofern also alles, was mit den aufgezeichneten Daten passiert, in den allgemeinen Geschäftsbedingungen beschrieben ist, so ist dieser Vorgang grundsätzlich rechtmäßig. Es empfiehlt sich also, bei der Installation von Adware die AGBs sorgfältig zu studieren, um im Vorhinein zu wissen, was die installierte Software auf dem Computer ausführen wird. Aktuelle Praxis unter DSGVO/TTDSG:

  • Transparenz und Einwilligung: Klarer Hinweis auf Datenerhebung, Zweck, Speicherdauer; Opt-in erforderlich, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden oder Tracking-Techniken eingesetzt werden.
  • Pseudonymisierung vs. Anonymisierung: Persistente Kennungen, Gerätefingerabdrücke oder Werbe-IDs können personenbezogen sein.
  • Nutzerrechte: Auskunft, Löschung, Widerspruch, Datenübertragbarkeit; grenzüberschreitende Datenübermittlung bedarf geeigneter Garantien.

Dennoch bieten die von Ad- und Spyware gesammelten Informationen oft genug Potential für Datenmissbrauch, sofern sie in die falschen Hände geraten. Es können zum Beispiel Kreditkartendaten oder Passwörter abgefangen und weiterverwendet werden, dieser Vorgang ist allerdings selbstverständlich strafbar und sollte angezeigt werden. Unternehmen sollten Risikobewertungen (z. B. DPIA) vornehmen, wenn umfangreiches Tracking in Anwendungen integriert ist.

Merkmale von Spy- und Adware

Wer Ad- oder Spyware auf seinem Computer hat, erkennt das an den für derartige Software typischen typischen Merkmalen. Adware zeigt dem Benutzer Werbung, ein Zeichen für Adware ist also, dass dem Benutzer übermäßig viel und von besuchten Webseiten unabhängige Werbung angezeigt wird, die oft schon beim Start des Computers erscheint.

Adware verändert oft die Einstellungen des Webbrowsers, so wird zum Beispiel die Startseite verändert oder es werden Browser-Plugins (z. B. Toolbars) installiert. Das hat den Zweck, dem User auf verschiedenen Wegen so viel Werbung wie möglich zu zeigen und das Surfverhalten des Benutzers besser kontrollieren zu können. Oft sind diese Änderungen schwer rückgängig zu machen oder werden nach einem Neustart erneut vorgenommen. Wenn das vom Benutzer als störend empfunden wird, hilft nur die vollständige Deinstallation der Ad- und Spyware. Weitere Indikatoren:

  • Neue, unbekannte Programme oder Erweiterungen erscheinen ohne aktive Zustimmung.
  • Standard-Suchmaschine/Startseite ist verändert, Rücksetzung schlägt nach Neustart fehl.
  • Ungewöhnliche Browser-Benachrichtigungen, aggressive Aufforderungen zum Erteilen von Rechten.
  • Erhöhte Netzwerknutzung, Einsatz eines unerwarteten Proxys oder geänderter DNS-Einträge.
  • Auf Mobilgeräten: permanente Werbe-Overlays, Einblendungen auf dem Sperrbildschirm, hohe Daten- bzw. Akku-Last.

Quintessenz

Adware ist per Definition keine Schadsoftware, führt also nicht unbedingt schädliche oder unerwünschte Funktionen aus. Jedoch liefert ein Großteil der Adware, die im Internet verfügbar ist, Spyware mit, die grundsätzlich in die Kategorie der Schadsoftware fällt, oder nimmt zumindest Änderungen am Computer des Benutzers vor, die von diesem nicht erwünscht sind (vgl. Merkmale von Spy- und Adware). Grundsätzlich kann man die Reputation von Programmen, die als Adware gekennzeichnet sind, im Internet recherchieren. Es gibt viele Webseiten, die sich insbesondere mit der Unterscheidung zwischen guter und schlechter Adware auseinandersetzen. Als Benutzer sollte man diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, da die Entfernung von einmal installierter Adware sehr mühsam sein kann.

  • Prävention: Nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren, „Benutzerdefiniert“-Optionen im Installer nutzen, Rechte und Berechtigungen prüfen, System und Browser aktuell halten, regelmäßige Backups, lokale Konten ohne Admin-Rechte für den Alltag.
  • Entfernung: Verdächtige Programme deinstallieren, Browser zurücksetzen, Autostarts/Tasks prüfen, Proxy/DNS auf Standard zurückstellen, temporäre Dateien bereinigen und anschließend das System gründlich durch vertrauenswürdige Werkzeuge prüfen.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist Adware und wie wird sie definiert?

Adware bezeichnet Software, die dem Benutzer Werbung anzeigt oder Programme installiert, die Werbung anzeigen. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern Advertisement (Werbung) und Software (Programm) zusammen. Adware ist in der Regel kostenlos, finanziert sich durch den Verkauf von Werbeflächen und kann durch Zahlung in normale Software umgewandelt werden.

Abgrenzung und heutige Ausprägungen:

  • Seriöse Ad-unterstützte Anwendungen zeigen Werbung transparent und ohne Systemänderungen.
  • Agressive Varianten manipulieren Browser-Einstellungen, installieren Toolbars/Erweiterungen oder nutzen hartnäckige Autostarts.
  • Mobil: Werbe-SDKs in Apps können übermäßige Benachrichtigungen, Overlays und Tracking verursachen.

Begriffe im Umfeld: PUP/PUA (potenziell unerwünschte Anwendung), Browser-Hijacker, Toolbars, Redirector.

Welche Unterschiede bestehen zwischen Adware und Spyware?

Adware wird oft mit Spyware verwechselt. Während Adware dem Benutzer Werbung anzeigt, handelt es sich bei Spyware um Programme, die Daten ohne Zustimmung des Benutzers sammeln und an den Entwickler oder Dritte senden. Obwohl viele Adware-Programme das Surfverhalten des Benutzers ausspähen, ist nicht jede Adware eine Spyware.

  • Adware: Fokus auf Werbeeinblendungen; Datenerhebung meist nutzungsbezogen (Telemetrie, Klickpfade).
  • Spyware: verdeckte Sammlung sensibler Informationen (z. B. Zugangsdaten), heimliche Übermittlung.
  • Graubereich: Adware mit hartnäckigem Tracking/Fingerprinting wird häufig als PUP/PUA eingestuft.

Praxisbeispiel: Ein Browser-Add-on ändert die Suchmaschine (Adware). Greift es zusätzlich Formulareingaben ab, spricht man von Spyware.

Wie schädlich sind Adware und Spyware für den Computer?

Adware führt im Allgemeinen keine schädlichen Funktionen aus, die dem Computer ernsthaften Schaden zufügen könnten. Spyware hingegen kann schwer zu entfernen sein und führt Aktivitäten aus, die dem Benutzer unangenehm sein können. Adware und Spyware können jedoch potenziell Datenmissbrauch ermöglichen, wenn sie in die falschen Hände geraten. Es ist wichtig, Programme zu haben, die Spyware erkennen und entfernen können.

  • Auswirkungen: Leistungseinbußen, Browser-Fehlverhalten, unerwünschte Umleitungen, erhöhte Datenlast.
  • Persistenz: Autostarts, geplante Tasks, Dienste, Richtlinienmanipulation, Proxy-/DNS-Änderungen, Profile.
  • Systeme: Betroffen sein können Windows 10/11, aktuelle macOS-Versionen, Linux-Desktops sowie Android/iOS.

Hinweis: Auch ohne unmittelbare Zerstörung kann der Verlust von Kontrolle und Privatsphäre erhebliche Risiken verursachen.

Welche Merkmale weisen auf das Vorhandensein von Adware oder Spyware hin?

Adware zeigt dem Benutzer übermäßige Werbung, die unabhängig von besuchten Websites erscheint. Sie kann auch die Einstellungen des Webbrowsers ändern oder unerwünschte Browser-Plugins installieren. Spyware läuft im Hintergrund und sammelt heimlich Daten. Oft sind solche Programme schwer zu entfernen und speichern sich an verschiedenen Orten auf dem Computer.

  • Plötzliche Pop-ups, Overlays oder Systembenachrichtigungen ohne erkennbaren Auslöser.
  • Geänderte Startseite/Suchmaschine; Rücksetzungen werden nach Neustart überschrieben.
  • Neue Erweiterungen/Programme, die nicht bewusst installiert wurden.
  • Unerwartete Proxy-/DNS-/Zertifikat-Änderungen; auffällige Netzwerkspitzen.
  • Mobil: Werbeanzeigen auf Sperrbildschirm, hohe Akku-/Datenlast, Overlay-Werbung.

Tipp: Prüfen Sie Autostarts, geplante Tasks und Browser-Profileinstellungen.

Wie kann man schädliche Adware und Spyware entfernen?

Im Internet gibt es verschiedene Programme, die bei der Entfernung von schädlicher Adware und Spyware helfen können. Es ist ratsam, diese Programme zu nutzen, um den Computer zu schützen und Datenmissbrauch vorzubeugen. Recherchieren Sie im Internet nach vertrauenswürdigen Quellen und finden Sie Anleitungen zur Entfernung.

  1. Vorbereitung: Wichtige Daten sichern, aktive Internetverbindung trennen, falls Umleitungen/Downloads erzwungen werden.
  2. Deinstallation: Unter Windows „Apps & Features/Programme“ prüfen; unter macOS verdächtige Apps/LaunchAgents/LaunchDaemons entfernen; auf Android/iOS verdächtige Apps deinstallieren.
  3. Autostarts & Tasks: Autostart-Ordner, Taskplaner/Dienste (Windows) sowie Anmeldeobjekte (macOS) prüfen.
  4. Browser zurücksetzen: Chrome/Edge/Firefox/Browser auf Werkseinstellungen zurücksetzen; unerwünschte Erweiterungen entfernen; Benachrichtigungsberechtigungen prüfen.
  5. Netzwerk prüfen: Proxy, DNS, Hosts-Datei auf Standard zurückstellen.
  6. System scannen: Mit seriösen Tools eine vollständige Überprüfung durchführen; Quarantäne/Entfernung durchführen und neu starten.
  7. Nachsorge: Updates einspielen, starke Passwörter verwenden, Installationsquellen künftig sorgfältig wählen.

Hinweis: Bei hartnäckigen Hijackern können bereinigte Benutzerprofile oder ein neuer Browserbenutzer helfen. Änderungen an der Registry/Systemdateien nur mit Vorsicht vornehmen.

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Bildnachweis: iStock.com/Rinchumrus

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