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E‑POSTBRIEF der Deutschen Post – Symbolfoto, Standort Bonn (Konzernzentrale)
Bild: Symbolfoto Bonn. Hier befindet sich die Deutsche Post Konzernzentrale.

Der E Postbrief ist ein Service der Deutschen Post. Dieser Hybridpostdienst besitzt eine angeschlossene Homepage, auf der elektronische Nachrichten über das Internet ausgetauscht werden können. Die Deutsche Post verspricht mit diesem Service einen besseren Datenschutz, eine stärkere Integrität und eine höhere Authentizität als die üblichen unverschlüsselten E-Mails. Die Nutzung des E Postbriefes ist seit dem Monat Juli 2010 möglich.

Kurz erklärt: Der E Postbrief (später auch unter der Marke „E‑POST“ geführt) verbindet digitale Übermittlung mit der Möglichkeit der physischen Zustellung. Ziel war eine rechtsverbindlichere digitale Kommunikation inklusive Zustellnachweis, Identitätsprüfung und gesicherter Übertragung – insbesondere für Schreiben mit Fristen, Bescheiden, Verträgen oder sensiblen Informationen.

Wichtiger Aktualisierungshinweis: Der ursprüngliche E‑POSTBRIEF für Privatkunden wurde in den Folgejahren in E‑POST-Dienste überführt und schließlich für Privatnutzer schrittweise eingestellt. Die nachfolgenden Informationen enthalten sowohl den historischen Funktionsumfang als auch den aktuellen Stand, damit bestehende Inhalte transparent und vollständig bleiben.

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Einzelheiten über den E Postbrief

Der Service soll Kunden im Privatbereich, in der Verwaltung und in der Wirtschaft die Möglichkeit der vertraulichen und elektronischen Kommunikation bieten. Das hierfür zur Verfügung gestellte Webportal ist SSL-verschlüsselt und erlaubt den Kunden das Versenden von Online-Briefen als elektronische Nachrichten. Es können jedoch lediglich die Kunden des Services untereinander direkt kommunizieren. Der Empfänger der Nachrichten muss demnach auch über einen E-Postbrief-Briefkasten verfügen. Sollte der Empfänger den Service der Deutschen Post nicht nutzen, so wird die Nachricht ausgedruckt, kuvertiert und auf gewöhnlichem Postwege durch den Postboten zugestellt.

Sicherheits- und Compliance-Aspekte (historischer Funktionsumfang):

  • Transportverschlüsselung (SSL/TLS): Das Webportal setzte auf verschlüsselte Verbindungen, um die Übertragung gegen das Auslesen durch Dritte abzusichern.
  • Identitätsprüfung per PostIdent: Durch die persönliche Legitimation wurde die Absenderidentität verbindlicher als bei herkömmlichen E‑Mails.
  • Zugriffs- und Konto-Schutz: Login mit Benutzername/Passwort, optional ergänzt um zusätzliche Sicherheitsverfahren. Dadurch sollten Unbefugte keinen Zugriff erhalten.
  • Zustell- und Lesemechanismen: Für bestimmte Versandarten standen Nachweise zur Verfügung, die den Zugang der Nachricht dokumentieren konnten.

Rechtliche Einordnung: Der E Postbrief war als verbindlichere Alternative zur Standard‑E‑Mail konzipiert. Je nach Versandoption (z. B. Einschreiben-Funktionen) konnten Nachweise über Versand und Zugang erbracht werden, was in Fristsachen relevant ist. Die konkrete rechtliche Wirkung hing stets von der jeweiligen Versandart, den AGB und der zum Zeitpunkt gültigen Rechtslage ab.

Für die Registrierung eines Zuganges zum Service des E Postbriefes ist die Anmeldung mittels des PostIdent-Verfahrens erforderlich. Der Kunde muss demnach bei der Post einen Lichtbildausweis vorlegen. Registrierten Kunden steht ein Online-Speicher von 100 MB zur Verfügung. Um weitere E-Mails zu empfangen ist die Löschung älterer E-Mails erforderlich. Der E Postbrief gilt noch am gleichen Tag und spätestens am Folgetag als zugegangen. Eventuelle Fristen beginnen also spätestens am Folgetag zu laufen. Die Deutsche Post hat daher auch die Aufforderung in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen, das Postfach täglich zu kontrollieren.

Praktische Hinweise zur Nutzung (historisch):

  • Postfach-Management: Da der Speicher begrenzt war (100 MB), empfahl sich eine regelmäßige Archivierung und Löschung älterer Nachrichten.
  • Fristenkontrolle: Durch die Zustellfiktion (Zugang am selben oder am folgenden Werktag) war ein täglicher Postfach-Check sinnvoll, um Fristversäumnisse zu vermeiden.
  • Archiv & Nachweise: Versand- und Zustellbestätigungen sollten für rechtliche Auseinandersetzungen oder interne Dokumentation gesichert werden.

Mögliche Versandoptionen

Der Service bietet die Möglichkeit des elektronischen Versandes, d.h. der Brief wird digital über das entsprechende Portal an den Empfänger zugestellt. Auch der klassische Versand ist möglich. Hierbei wird der Brief zentral in Waiblingen gedruckt, eingetütet und auf üblichem Weg per Postbote zugestellt. Die Basiskosten für einen einfachen Brief betragen derzeit 0,55 Euro für eine maximale Größe von 20 MB. Müssen beim klassischen Versand mehr als drei Seiten gedruckt werden, entstehen weitere Kosten.

Optionen im Überblick (historisch und funktional):

  • Digitaler Online‑Brief: Zustellung direkt in das E‑POST‑Postfach des Empfängers inklusive Protokollierung der Zustellung.
  • Hybridbrief (Print‑to‑Mail): Falls der Empfänger kein E‑POST‑Postfach hatte, wurde der Inhalt zentral gedruckt, maschinell kuvertiert und als physischer Brief zugestellt.
  • Dateigrößen und Anlagen: Für den Versand galten Größenlimits. Große Anlagen sollten komprimiert oder in mehrere Sendungen aufgeteilt werden.

Kostenhinweis: Die genannten 0,55 Euro pro Online‑Brief und eventuelle Zuschläge beim physischen Druck galten als Richtwert zur Einführung. Preise, Leistungsumfänge und Bedingungen wurden im Zeitverlauf angepasst und später (für Privatkunden) vollständig eingestellt. Für historische Vergleiche sind die genannten Werte weiterhin hilfreich, gelten jedoch nicht mehr als aktuell nutzbares Privatkundenangebot.

Als Zusatzleistungen sind das Einwurf Einschreiben und das Einschreiben mit Empfangsbestätigung möglich. Beim Einwurf Einschreiben erhält der Versender eine Versandbestätigung und nach Zustellung in den digitalen Briefkasten des Empfängers eine Zustellbestätigung. Beim Elektronischen Einschreiben mit Empfangsbestätigung kann der Empfänger den Brief erst vollständig öffnen, wenn er ihn angenommen hat. Nach der Annahme durch den Empfänger erhält der Versender die Empfangsbestätigung. Sollte der Empfänger die Annahme ablehnen wird der Absender ebenfalls hierüber informiert.

Einschreiben-Varianten (Charakteristika):

  • Einwurf‑Einschreiben (elektronisch): Fokus auf dokumentiertem Zugang in das Postfach des Empfängers; der Sender sieht Versand- und Zustellzeitpunkt.
  • Einschreiben mit Empfangsbestätigung (elektronisch): Der Empfänger bestätigt die Annahme aktiv; der Absender erhält eine Nachweisbestätigung. Bei Ablehnung gibt es einen entsprechenden Hinweis.
  • Hybride Einschreiben: Für die physische Zustellung standen vergleichbare Nachweisformen in der klassischen Briefwelt zur Verfügung (je nach gewählter Option).

Weitere Dienste

Weitere Zusatzdienste des Services sind beispielsweise die Faxfunktion und das Einbinden anderer externer E-Mail-Konten. Der Nutzer kann sich außerdem per SMS über eventuelle Posteingänge benachrichtigen lassen. Neben der automatischen Verschlüsselung durch das Portal kann der Nutzer seine Briefe auch selbst verschlüsseln oder mit einem Zertifikat signieren. Zusätzliche Kosten für die Zusatzdienste fallen nicht an.

Ergänzende Hinweise zur Nutzung (historisch):

  • Faxfunktion: Versand/Weiterleitung von Faxnachrichten über das Portal zur zentralen Ablage – nützlich für Behörden- und Unternehmenskommunikation.
  • Externe Konten: Abruf bzw. Anzeige externer Postfächer, um alle Nachrichten an einem Ort zu bündeln (Organisationsvorteil).
  • Signatur & Verschlüsselung: Nutzung eigener Zertifikate zur Inhaltsabsicherung und Authentizität; zusätzlich zur Transportverschlüsselung des Portals.
  • Benachrichtigungen: SMS‑Infos bei neuem Posteingang zur schnellen Reaktionsfähigkeit bei fristgebundenen Vorgängen.

Noch im Jahr 2012 plant die Deutsche Post einen zusätzlichen elektronischen Payment-Service einzuführen. Ab dem Jahr 2013 soll es möglich sein, E Postbriefe aus den gängigen Software-Angeboten wie Lotus Notes oder Microsoft Word direkt zu versenden. Seit der Einführung des E Postbriefes haben sich mehr als eine Million Menschen als private Nutzer beim Service der Deutschen Post angemeldet. Aktiv genutzt wird der Service derzeit jedoch von nur etwa 100.000 Personen.

Aktueller Stand und Entwicklung: Der E‑POSTBRIEF startete 2010 und wurde in den Folgejahren als E‑POST weiterentwickelt (inklusive Apps und E‑POST Mailer). Der Privatkunden‑Dienst wurde später schrittweise eingestellt; entsprechende Funktionen standen zuletzt primär in Geschäftskunden‑Kontexten bzw. in anderen Lösungen der Deutschen Post zur Verfügung. Historische Angaben (z. B. Preise, Speicherquoten, App‑Funktionen) sind deshalb heute vor allem zur Einordnung und Dokumentation relevant.

Zeitleiste (Überblick von Einführung bis heute)

  1. 2010: Einführung des E Postbriefes als digitaler Briefdienst mit Identitätsprüfung und Hybridbrief‑Option.
  2. 2012: Geplanter Ausbau um elektronische Bezahlfunktionen; Ausbau der Plattformfeatures.
  3. 2013: Anbindung an gängige Software-Anwendungen (z. B. Textverarbeitung) angekündigt.
  4. 2014–2018: Rebranding und Funktionsausbau als „E‑POST“, Einführung von Apps und Desktop‑Tools; fortlaufende Anpassungen der AGB, Preise und Prozesse.
  5. 2019–2021: Schwerpunkt auf Geschäftskunden‑Use‑Cases und Hybridpost‑Workflows; Optimierung der Print‑to‑Mail‑Prozesse.
  6. 2022–2024: Einstellung des Privatkunden‑Dienstes; Fortführung bzw. Transformation ausgewählter Leistungen in andere Lösungen. Historische Inhalte bleiben für Bestandsnutzer und zur Dokumentation maßgeblich.

Fazit: Der E Postbrief war ein wichtiger Schritt zur digitalen, nachweisbaren Kommunikation mit Brücke in die analoge Briefwelt. Heute ist der ursprüngliche Privatkunden‑Dienst nicht mehr aktiv verfügbar; die historische Betrachtung bleibt jedoch bedeutsam, um Funktionsweise, Sicherheitskonzept und die Besonderheiten der Zustellnachweise nachzuvollziehen.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist der E Postbrief?

Der E Postbrief ist ein Service der Deutschen Post, bei dem elektronische Nachrichten über das Internet ausgetauscht werden können. Der Service bietet einen besseren Datenschutz, eine höhere Integrität und Authentizität im Vergleich zu unverschlüsselten E-Mails.

Wesenskern: digitale Übermittlung mit Identitätsprüfung (PostIdent), Transportverschlüsselung und optionalen Nachweisen. Bei fehlendem E‑POST‑Postfach des Empfängers erfolgte die Zustellung als Hybridbrief (Druck, Kuvertierung, physische Zustellung).

Aktueller Hinweis: Der Privatkunden‑Dienst wurde inzwischen eingestellt. Die historische Beschreibung hilft, die Funktionsweise und die damaligen Vorteile besser zu verstehen.

Welche Vorteile bietet der E Postbrief?

Der E Postbrief bietet einen verbesserten Datenschutz, eine stärkere Integrität und eine höhere Authentizität im Vergleich zu unverschlüsselten E-Mails. Der Service ermöglicht vertrauliche und elektronische Kommunikation im Privatbereich, in der Verwaltung und in der Wirtschaft.

Registrierte Kunden erhalten einen Online-Speicher von 100 MB und können weitere E-Mails empfangen, indem sie ältere E-Mails löschen. Der E Postbrief gilt noch am gleichen Tag und spätestens am Folgetag als zugegangen, sodass eventuelle Fristen ab diesem Zeitpunkt zu laufen beginnen.

  • Zustell- und Lesebestätigungen: je nach Versandoption dokumentierter Zugang bzw. Annahme.
  • Hybridfunktion: digitale Erstellung, analoge Zustellung möglich, falls der Empfänger keinen digitalen Briefkasten hatte.
  • Zentralisierung: Verwaltung wichtiger Schreiben an einem Ort mit Benachrichtigungsoptionen.

Hinweis zur Gegenwart: Vorteile gelten als historische Eigenschaften; für heutige Anforderungen sind aktuelle Lösungen der Post bzw. anderer Anbieter maßgeblich.

Wie funktioniert der Versand mit dem E Postbrief?

Der E Postbrief bietet die Möglichkeit des elektronischen Versands über das Webportal. Die Briefe werden digital an den Empfänger zugestellt. Alternativ ist auch der klassische Versand möglich, bei dem die Briefe zentral gedruckt, eingetütet und per Postbote zugestellt werden. Die Basiskosten für einen einfachen Brief betragen derzeit 0,55 Euro für eine maximale Größe von 20 MB. Zusatzleistungen wie Einwurf Einschreiben oder Einschreiben mit Empfangsbestätigung sind ebenfalls verfügbar.

  1. Erstellung: Nachricht online verfassen, Anhänge hinzufügen, Empfänger wählen.
  2. Prüfung: Versandart wählen (digital/hybrid) und ggf. Zusatzleistungen (Einschreiben) aktivieren.
  3. Zustellung: digital ins Postfach oder als Hybridbrief physisch – jeweils mit Protokollierung.
  4. Nachweise: Versand‑/Zustellbestätigungen für die eigene Dokumentation sichern.

Wichtig: Die genannten Schritte beschreiben den etablierten Ablauf zur aktiven Zeit des Dienstes. Das Privatkunden‑Angebot ist mittlerweile eingestellt.

Welche weiteren Dienste bietet der E Postbrief?

Der E Postbrief bietet zusätzlich die Faxfunktion, das Einbinden externer E-Mail-Konten und die Möglichkeit, sich per SMS über neue Posteingänge benachrichtigen zu lassen. Nutzer können ihre Briefe selbst verschlüsseln oder mit einem Zertifikat signieren. Es fallen keine zusätzlichen Kosten für diese Zusatzdienste an.

In Zukunft plant die Deutsche Post zudem die Einführung eines elektronischen Payment-Services. Außerdem sollen E Postbriefe direkt aus gängigen Software-Angeboten wie Lotus Notes oder Microsoft Word versendet werden können.

  • Apps & Tools (historisch): Nutzung per Webportal, Desktop‑Tools und mobilen Anwendungen.
  • Signatur/Schutz: Einsatz eigener Zertifikate zur Absicherung sensibler Inhalte zusätzlich zur Portalverschlüsselung.
  • Benachrichtigungen: SMS‑Informationen über neue Eingänge zur Fristenkontrolle.

Heute gilt: Der ursprüngliche Privatkunden‑Dienst ist nicht mehr aktiv. Die Auflistung spiegelt den Funktionsumfang zur aktiven Zeit wider.

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Bildnachweis: iStock.com/Meinzahn

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