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eMac Definition & Begriffserklärung

Der eMac war das erste “All-in-One“ Computersystem des Unternehmens Apple, Inc. und wurde im Jahre 2002 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 29. April 2002 erfolgten dann die ersten Auslieferungen der ersten ursprünglichen Version des Apple eMac, der zu diesem Zeitpunkt eigentlich ausschließlich für den Schul- und Bildungsbereich konzipiert wurde. Aus diesem Grund findet sich auch das “e“ für Education in ursprünglichen Bezeichnung der Apple eMac.

Spätere Nachfolgegeräte die den Apple eMac als Vorgängerversion hatten, wurden unter der Bezeichnung iMac verkauft, wobei das “i“ bei den neueren Geräten für “interactive“ oder “Internet“ stehen sollte. Bevor es aber soweit war und Apple seine “All-in-One“ Computersysteme offiziell für eine breitere Masse verfügbar machen sollte, wurden insgesamt vier Versionen des Apple eMac angeboten und verkauft.

Die erste Version

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Am 29. April 2002 veröffentlichte das Unternehmen Apple, Inc. USA den innovativen “All-in-One“ Computer Apple eMac in seiner ersten Version. Apple konzipierte dieses Computersystem eigentlich ausschließlich für den Schul- und Bildungsbereich und wollte damit gerade Schulen und Universitäten ausrüsten und beliefern. Doch bereits kurz nach der Erstveröffentlichung des Apple eMac war die Nachfrage aus dem Privat- und Geschäftskundenbereich so enorm, dass Apple den eMac auch an Privat- und Geschäftskunden verkaufte. Vor allem in den Bereich Musik-, Video- und Bildbearbeitung konnte sich der Apple eMac schnell einen Namen machen und wurde von unzähligen Grafikern und Designbüros eingesetzt.

Aus technischer Sicht kam es beim Apple eMac zu einer Zusammenarbeit von Apple und IBM. Der Hardwarehersteller IBM lieferte einen Großteil der Hardwarekomponenten für die erste Version des Apple eMac und Apple installierte seine Softwarekomponenten wie das Mac OS Betriebssystem auf dem Computersystem. Das Besondere am eMac war sein “All-in-One“ Design, das ein komplettes Computersystem inklusive aller Anschlüsse und einen 17 Zoll CRT-Röhrenmonitor miteinander vereinte.

Der eMac gilt heute als einer der Pioniere auf dem Gebiet der “All-in-One“ Computersysteme. Der Apple eMac war von Beginn an mit sehr leistungsstarker Hardware auf Basis der IBM PowerPC Architektur ausgerüstet und konnte viele Konkurrenten seiner Zeit mit Leichtigkeit in die Schranken weisen. Die Hardwarezusammenstellung der Komponenten setzte sich wie folgt zusammen.

Hardwarekomponente
CPU: IBM PowerPC G4, 700 MHz
OPTIONAL: IBM PowerPC G4, 800 MHz

RAM: 128 MByte
OPTIONAL: 256 MByte

GPU: Nvidia GeForce 2 MX 3D

HDD: 40 GByte

Mit dieser Konfiguration wurden sowohl Schul- und Bildungsbereiche als auch Privat- sowie Geschäftskunden bedient und hatten somit eine sehr leistungsstarke Basis als Computersystem zur Verfügung. Die erste Version des Apple eMac wurde ein so großer Erfolg, das Apple direkt im Anschluss eine erste Revision des Erfolgsmodels aufsetzte.

Erste Revision

Nach dem durchschlagenden Erfolg des ersten Apple eMac entschloss sich Apple in Zusammenarbeit mit IBM ein Hardware Upgrade für den eMac zu verwirklichen und veröffentlichte am 6. Mai 2003 den eMac in der neuen Revision. IBM steuerte einen schnelleren Prozessor und einen größeren Ausbau des Arbeitsspeichers hinzu und auch der Festplattenspeicher wurde erweitert. Hinzu kam ein Wechsel bei der Wahl des Grafikkartenherstellers. Hier wurde ATI mit ins Boot geholt und sorgte von nun an für die entsprechende Grafikbeschleunigung. Bei der ersten Version des eMac hatte Apple noch auf Nvidia als Grafikkartenpartner gesetzt.

Hardwarekomponente
CPU: IBM PowerPC G4, 800 MHz
OPTIONAL: IBM PowerPC G4, 1000 MHz

RAM: 256 MByte
OPTIONAL: 512 MByte
OPTIONAL: 1024 MByte

GPU: ATI Radeon 7500

HDD: 40 GByte
OPTIONAL: 60 GByte
OPTIONAL: 80 GByte

Genau wie die erste Version des eMac konnte auch die erste Revision überzeugen und wurde von vielen Kunden dankbar angenommen. Gerade in den Bereichen Bild-, Video- und Musikbearbeitung konnten die Anwender nicht genug Leistung bekommen und nahmen Apples Upgrade dankbar an. Der Anhaltende Erfolg der eMac Serie veranlasste Apple dazu bereits ein knappes Jahr später die zweite Revision des Apple eMac auf den Markt zu bringen.

Zweite Revision

Mit der zweiten Revision des eMac haben Apple und der Hardwarezulieferer IBM die Messlatte für “All-in-One“ Computersysteme noch einmal ein ganzes Stück angehoben. Erstmalig gab es in einem “All-in-One“ Computersystem einen Hauptprozessor (CPU) mit mehr als 1.000 MHz (1 GHz) Taktfrequenz in der Basiskonfiguration. Das erlaubte dem eMac natürlich ganz neue Anwendungsgebiete und eine weitaus höhere Leistungsebene zu erreichen.

Gerade in den Bereichen Bild- und Videobearbeitung war der eMac nun das Maß aller Dinge und wurde sowohl von Privat- als auch Geschäftskunden für diese Aufgabenbereiche genutzt. Auch eine neue ATI Radeon Grafikkarte (GPU) verbesserte die Leistung des eMac gerade in diesen audiovisuellen Bereichen. Die zweite Revision des eMac wurde am 13. April 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt und war ab diesem Zeitpunkt weltweit verfügbar.

Hardwarekomponente
CPU: IBM PowerPC G4, 1000 MHz
OPTIONAL: IBM PowerPC G4, 1250 MHz

RAM: 256 MByte
OPTIONAL: 512 MByte
OPTIONAL: 1024 MByte

GPU: ATI Radeon 9200

HDD: 80 GByte
OPTIONAL: 120 GByte
OPTIONAL: 160 GByte

Durch den neuen sensationellen Hauptprozessor, den größeren Arbeitsspeicher und die neue Grafikkarte wurde auch die zweite Revision des Apple eMac zu einem kommerziellen Erfolg für das Unternehmen Apple und seinen Hardwarezulieferer IBM und so entschloss man sich eine dritte und letzte Revision des eMac auf den Markt zu bringen, die im Laufe des Jahres 2005 das Licht der Welt erblicken sollte.

Dritte Revision

Am 3. Mai 2005 stellte Apple mit dem eMac Rev.3 die letzte Version des eMac vor und konnte ein letztes Mal mit dieser Baureihe für Furore sorgen. Apple und IBM verbauten ihre zu diesem Zeitpunkt besten Hardwarekomponenten und brachten Upgrades in allen Bereichen zum Einsatz. So wurde unter anderem der Hauptprozessor (CPU), der Arbeitsspeicher (RAM), die Grafikkarte (GPU), die Festplatte (HDD) und die kompletten Chipsätze mit einem Upgrade bedacht und sorgten im Zusammenspiel mit Apples neuster Version der Software Apple Mac OS für neue Benchmark- und Testrekorde.

Die letzte Revision des eMac war seiner Zeit weit voraus und brachte das Konzept der “All-in-One“ Computer auf einen höheren Level. Auch die letzte Revision des eMac wurde ein großer Erfolg und sollte anschließend das neue Zeitalter des Apple iMac einläuten. Zudem wurden neue Extras und Schnittstellen wie USB 2.0 und Wireless-LAN via Apple AirPort Express eingeführt, die für die Zukunft wegweisend sein sollten.

Hardwarekomponente
CPU: IBM PowerPC G4, 14200 MHz
OPTIONAL: IBM PowerPC G4, 1666 MHz

RAM: 256 MByte
OPTIONAL: 512 MByte
OPTIONAL: 1024 MByte
OPTIONAL: 2048 MByte

GPU: ATI Radeon 9600

HDD: 80 GByte
OPTIONAL: 160 GByte
OPTIONAL: 320 GByte

EXTRAS: USB 2.0, Apple AirPort Express

Zusammenfassung

Der Apple eMac hat den Bereich der “All-in-One“ Computer komplett neu definiert und die Türen geöffnet für aktuelle “All-in-One“ Computersystem wie den iMac von Apple und Geräte anderer Hersteller. Auf der Basis des Apple eMac bauen heute noch aktuelle “All-in-One“ Systeme wie der Apple iMac auf. Unter Sammlern und Nostalgie Fans gilt der Apple eMac als eine der großen Hardwarelegenden und erzielt beachtliche Preise bei Verkäufen und Auktionen weltweit.

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