Was ist ein inkrementelles Backup?

Inkrementelles BackupSchon seit Einführung der ersten PCs haben sich die Entwickler zum Thema Datensicherung Gedanken gemacht. Die ersten DOS-Betriebssysteme hatten hierzu eigene Befehle, mit denen man Dateien, Verzeichnisse und ganze Disketten kopieren konnte. Im Lauf der Zeit kamen weitere Software-Hersteller dazu und brachten leicht zu bedienende Backup-Lösungen auf den Markt. Da der Computereinsatz in der Industrie und im Gewerbe immer mehr zunahm, war man auf eine Datensicherung angewiesen. Spätestens dann, als auch die Aufzeichnungen nach Handels- und Steuerrecht in elektronischer Form abgespeichert wurden, bestand der Gesetzgeber auf einer regelmäßigen Datensicherung.

Welche Backup-Lösungen gibt es?

Für die erste Sicherung überhaupt bietet sich die Komplettsicherung geradezu an. Diese Vollsicherung sichert komplette Laufwerke oder Partitionen inklusive der kopierbaren Teile des Betriebssystems. Auf Wunsch können aber auch nur spezielle Verzeichnisse ausgewählt werden. Die beliebteste Sicherung ist die 1:1-Kopie, auch als Abbildsicherung bezeichnet. Hier wird die Betriebsfestplatte beispielsweise durch eine Spiegelung komplett auf einen anderen, mindestens gleich großen Datenträger überspielt.

Je nach verwendetem Betriebssystem kann sogar der weitere Betrieb des PC-Systems mit der Sicherungskopie sichergestellt werden. Neben der Komplettsicherung gibt es noch die die differenzielle Datensicherung. Hierbei werden alle Daten gesichert, die seit der letzten Komplettsicherung dazugekommen sind oder sich verändert haben. Es wird hierbei immer eine vorhandene Komplettsicherung vorausgesetzt. Schließlich gibt es noch die inkrementelle Sicherung.

Die Funktionsweise des inkrementellen Backups

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Bei der inkrementellen Sicherung, dem sogenannten inkrementellen Backup, werden immer nur die Daten gesichert, die sich entweder seit der letzten inkrementellen Sicherung verändert haben oder neu hinzugekommen sind, oder die direkt nach der ersten Vollsicherung dazugekommen sind. Folglich setzt die inkrementelle Sicherung zunächst eine Komplettsicherung voraus, an der diese Sicherungsart sich orientieren kann. Es handelt sich hierbei um eine speicherplatzsparende Methode der Datensicherung. Es werden immer nur die Veränderungen gesichert.

So angenehm es für ein Backup auch ist, wenn es um das Wiedereinspielen der Daten geht, ist diese Vorgehensweise mit einem enormen Aufwand verbunden. Jedes einzelne Backup-Fragment muss in der Reihenfolge rückwärts wieder zurückgesichert werden. Dies geschieht so lange, bis man bei der ersten Komplettsicherung angelangt ist. Die Backup- oder Restore-Software erkennt in einem datenbankähnlichen Verfahren, welche Datenbestände zurückgesichert werden. Zudem ist es für den Nutzer wichtig, dass er über die Software jederzeit den Stand der Sicherung auswählen kann, ab dem das Restore-Programm die Daten wieder zurückschreibt.

Welche Datenträger können für die inkrementelle Datensicherung genutzt werden?

In früheren Zeiten hatte man nur die Möglichkeit, die Daten auf Disketten oder Bändern zu speichern. Mobile Festplatten waren noch nicht bekannt. Da bei der inkrementellen Datensicherung meist nur kleinere Datenfragmente als Sicherungskopie abgespeichert werden, kann man hierfür auch dementsprechend kleinere Datenträger wählen. Neben wiederbeschreibbaren CDs und DVDs können sogar Speicherkarten und Sticks verwendet werden. Wichtig ist natürlich eine genaue Bezeichnung dieser Datenträger, da sie ja bei der Rücksicherung in der richtigen Reihenfolge wieder eingelesen werden. Wer sich diese Mühe mit Wechseldatenträgern nicht machen möchte, kann heute auch auf die preislich attraktiven externen Festplatten zurückgreifen. Bei großen Festplatten spielt es eigentlich keine Rolle, welche Art der Datensicherung man bevorzugt. Auf ihnen ist immer genügend Platz vorhanden.

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