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Computer-Viren Definition & Begriffserklärung

Computer-VirenDer Erfinder der Computer-Viren verfolgte alles andere als böse Absichten. Selbst wenn er es getan hätte, hätte es ihm an technischen Möglichkeiten gefehlt, diese Absichten in die Tat umzusetzen. John von Neumann, unbestritten einer der größten Mathematiker der Geschichte, formulierte im Jahr 1949 eine für seine Zeit ungeheuerliche Idee: Einen Algorithmus zu entwickeln, zu dessen Funktionen es gehört, Kopien seiner selbst herzustellen. Seitdem tragen Computer-Viren die Bezeichnung „Viren“. Dass sich selbst reproduzierende Programme eine ernste Gefahr werden könnten, war zu diesem Zeitpunkt noch niemandem in den Sinn gekommen.

Es dauerte lange, bis die Computertechnologie so weit fortgeschritten war, dass solche Algorithmen nicht nur theoretisch untersucht werden konnten, sondern eine tatsächliche Programmierung von Viren möglich wurde. Fred Cohen stellte in seiner Dissertation im Jahr 1984 den ersten tatsächlich funktionsfähigen Computer-Virus vor. Von ihm stammt auch der erste Hinweis darauf, dass Computer-Viren sich als gefährlich erweisen könnten.

Schadviren

Es dauerte nur drei Jahre, bis die Warnung vor den potenziellen Gefahren der Computer-Viren sich bewahrheitete. Nach einigen recht harmlosen Viren kam im Jahr 1987 der Jerusalem Virus in Umlauf. Der Jerusalem Virus wies mehrere Schadfunktionen auf. Unter anderem löschte er auf befallenen Rechnern an jedem Freitag dem 13. sämtliche ausführbare Dateien. Es folgten weitere reine Lösch- und sonstige Schadviren.

Gemeinsames Merkmal dieser Viren war, dass ihre Verbreitung rein destruktiven Zielen diente. Den Programmierern ging es ausschließlich darum, möglichst viel Schaden anzurichten. Wirtschaftliche Ziele verfolgten sie nicht. Aber auch diese Periode dauerte nur zwei Jahre. Im Jahr 1989 wurde erstmals ein Virus mit krimineller Bereicherungsabsicht in Umlauf gebracht.

Kriminelle Malware

Der Aids-Computer-Virus wurde 1989 auf einer AIDS-Konferenz in Umlauf gebracht, getarnt als eine Diskette mit Informationsmaterial. Seine Funktion bestand darin, Dateien auf dem befallenen Rechner zu verschlüsseln. Die Besitzer der Rechner wurden aufgefordert, eine bestimmte Summe zu überweisen. Im Gegenzug wurde ihnen der Schlüssel zur Dechiffrierung der Dateien versprochen. Dies war die Geburtsstunde der Computerkriminalität in heutigem Sinne.

Erstmals wurde Schadsoftware entwickelt, mittels derer sich der Programmierer auf Kosten der Opfer bereichern wollte. Von solcher Software geht heute die mit Abstand größte Gefahr aus. Anders als frühere Viren, die möglichst auffällig einen großen Schaden anrichten sollten, verfolgen moderne Viren gänzlich andere Ziele. Sie sollen möglichst unentdeckt bleiben und wertvolle Informationen ausspähen. Dies geschieht auf unterschiedliche Weise.

Einige wichtige Virentypen

Der klassische Virentyp, der bis vor wenigen Jahren als extrem gefährlich eingestuft wurde, war der Boot-Virus. Er nistete sich im Bootsektor von Datenträgern ein um bei jedem Start aktiviert zu werden. Heute sind alle Rechner relativ gut gegen solche Viren geschützt, ihre Bedeutung ist nur noch gering. Wichtiger sind heute Dateiviren, die sich in andere ausführbare Programme einfügen. Besondere Gefahr besteht, wenn die Wirtsdatei der Desktop Firewall als vertrauenswürdig gemeldet wurde. Der Dateivirus kann dann ungehindert mit dem Web kommunizieren, sofern er nicht von einem Virenscanner entfernt wird.

Ebenfalls zunehmend an Bedeutung gewinnen Retroviren, deren Angriffsziele die Desktop Firewall oder der Virenscanner sind. Retroviren dienen also dazu, Schutzmaßnahmen gegen Viren zu deaktivieren. Ein abschließender Hinweis: Nicht jede Form von Malware ist ein Computer-Virus. Viren sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich selbst reproduzieren und andere Dateien infizieren. Viele Trojaner und sonstige Spionageprogramme erfüllen diese Bedingungen nicht, sind aber nicht minder gefährlich.

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