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Datenfernübertragung Definition & Begriffserklärung

Als Datenfernübertragung (DFÜ) wird die Übertragung von Informationen zwischen zwei oder mehr Computern über eine große Distanz hinweg bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen solchen Transfer durchzuführen. Die Anfänge der DFÜ gehen auf eine Zeit zurück, in der große Datenmengen zunächst auf Lochkarten und später auf Magnetbändern, Disketten und Festplatten gespeichert wurden. Damals musste besonders bei größeren Datenmengen eine physische Übertragung der Daten stattfinden, also ein Transport der Datenträger selbst an den Bestimmungsort. Da dies für eine zeitnahe Kommunikation kaum sinnvoll war, begann man bald mit der Nutzung existierender Strukturen wie dem Telex (Fernschreiber) oder Übertragung per Funk.

Akustikkoppler machten Datenfernübertragungen auch für Heimanwender möglich

Als in den 1980ern immer mehr Heimanwender Computer besaßen, stieg auch der Bedarf für einen einfacheren Weg der Datenfernübertragung. Die akustische Übertragung von Datensignalen über Telefonleitung ist bis heute eine gängige Methode, um Daten auszutauschen. Dabei müssen beide Stellen die gleichen Übertragungsprotokolle verwenden und natürlich auch die entsprechende Hardware besitzen.

Die günstigste Möglichkeit für Heimanwender war lange Zeit die Verwendung eines Akustikkopplers. Er ermöglichte es, den normalen Telefonhörer in eine Vorrichtung zu stecken, die Sprech- und Hörmuschel des Hörers abdeckte. Die typischen Geräusche, die bei einer solchen Datenfernübertragung entstehen, sind auch heute noch bei vielen Faxgeräten zu hören, die im Prinzip eine ähnliche Technik nutzen. Akustikkoppler waren bei der Datenfernübertragung aber nur bedingt einsetzbar, weil Störgeräusche von außen die Übertragung behindern konnten. Zudem war die Geschwindigkeit extrem gering.

Modems steigern Geschwindigkeit

Etwas teurer in der Anschaffung waren Modems, die Ende der 80er Jahre für Heimanwender erschwinglich wurden. Sie nutzten das Telefonnetz in ähnlicher Weise wie die Akustikkoppler, nur, dass ein Modem (Modulator / Demodulator) die Signale direkt zwischen Telefonleitung und Computer verarbeitet und kein Telefon dazwischengeschaltet ist. Im Gegensatz zu den langsamen Akustikkopplern mit ihren durchschnittlich 1200 bis 2400 Bit pro Sekunde schafften gute Modems schon Anfang der 90er bis zu 19.600 Bit pro Sekunde. Dennoch war die Kommunikation zwischen zwei einzelnen Computern noch der Standard.

Die Einbeziehung weiterer Stellen wurde über sogenannte Mailboxen möglich. Dabei handelte es sich um Computer, die als einfache Server dienten und von den Teilnehmern angerufen wurden. Auf diesem zentralen Computer konnten die Nutzer dann Daten hinterlegen, herunterladen und vor allem auch Nachrichten austauschen. Allerdings musste sich jeder Nutzer einzeln einwählen, was je nach Ausstattung der Mailbox oft zu besetzten Leitungen führte.

Internet revolutioniert die Datenfernübertragung

Mit der Verbreitung des Internets wurde auch die Datenfernübertragung einfacher. Große Server verbanden nun wesentlich mehr Nutzer miteinander und die Einrichtung des World Wide Web erweiterte die Möglichkeiten erneut. Mitte der 90er Jahre konnte sich jeder Heimanwender mit seinem Computer über einen Provider einwählen, der seinerseits den Zugang zum Internet ermöglichte.

Die klassische Datenfernübertragung ging in gleicher Weise zurück, weil die direkte Verbindung zwischen zwei Computern nicht mehr notwendig war. Musste man früher eine Echtzeit-Verbindung einrichten, bei der beide Stellen eingeschaltet waren, konnte man mit dem Internet Daten auch über E-Mails verschicken oder auf dem Server parken, wo die Gegenstelle sie zu beliebiger Zeit herunterladen konnte.

ISDN und DSL

Die Übertragungsgeschwindigkeit der Datenfernübertragung war beim Modem ebenfalls begrenzt. Die schnellsten Modelle kamen auf Geschwindigkeiten von maximal 56.000 Bit pro Sekunde. Übertroffen wurden sie vom ISDN-Standard (Integrated Services Digital Network). Hier wurden die Daten digital (und nicht mehr als analoges Tonsignal) übertragen. Lange Zeit war für Heimanwender ISDN die schnellste Möglichkeit der Datenfernübertragung, die mit 64.000 Bit pro Sekunde jedes Modem übertraf. Nutzte man zwei Telefonleitungen, waren sogar bis zu 128.000 möglich.

Professionelle Anwender konnten schon damals (beispielsweise beim Militär oder in Universitäten) auf schnellere Datenleitungen zurückgreifen. Im Privatbereich wurden ähnliche Übertragungsraten für die Datenfernübertragung erst mit der Einführung von DSL (Digital Subscriber Line) möglich. Auch hier wird nach wie vor das Telefonnetz verwendet. Zunächst begann DSL mit Übertragungsraten von 768 kBit pro Sekunde, was gegenüber den Modem- und ISDN-Geschwindigkeiten einen enormen Fortschritt darstellte.

Hohe Übertragungsraten sind inzwischen üblich

Durch DSL wurde in der Datenfernübertragung auch die zunehmende Nutzung von grafischen Inhalten (Bilder mit hoher Auflösung und/oder Videos) möglich. Mittlerweile sind die Übertragungsraten bei DSL-Anschlüssen im Durchschnitt bei 16.000 kBit/s angelangt. Allerdings ist DSL nicht überall erhältlich, weil die technischen Voraussetzungen nicht flächendeckend gegeben sind. Besonders ländliche Gebiete sind noch immer nicht an das DSL-Netz angeschlossen.

Datenfernübertragung im 21. Jahrhundert

Seit Mitte der 2000er Jahre ist ein Umstieg auf sogenannte Next-Generation-Networks möglich. Hier bieten beispielsweise Kabel-TV-Anbieter ihren Kunden auch die Datenfernübertragung über das Kabelnetz an. Dort sind extrem hohe Geschwindigkeiten möglich, die bis zu 128.000 kBit/s und mehr betragen können. Theoretisch bis zu 210 Mbit schaffen die neuen VDSL-Anschlüsse, die umgekehrt über die Telefonleitung Mehrwertanschlüsse wie Video on Demand ermöglichen. Vor allem der Durchbruch schneller Netzwerke im Mobilfunk hat der Datenfernübertragung per Handy inzwischen den Weg bereitet. Auch Computer können über sogenannte Surfsticks mit dem Mobilfunknetz zur Datenfernübertragung verbunden werden; die Nutzung eines Smartphones als Modem ist technisch ebenfalls möglich.

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