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Bildschirmschoner Definition & Begriffserklärung

BildschirmschonerUnter einem Bildschirmschoner versteht man ein Programm, das nach einer längeren und durch den Anwender vorgegebener Zeit der Inaktivität automatisch vom Betriebssystem gestartet wird. Hierbei wird eine Bildschirmausgabe oder eine Anzeige generiert, die entweder einen komplett schwarzen Hintergrund visualisiert oder in ihrer Darstellung und Wiedergabe variiert.

Der Bildschirmschoner wird in der Regel automatisch beendet, wenn eine Eingabe per Tastatur oder Maus durch den Anwender erfolgt, oder eine Aktivität mit größerer Rechenleistung auf dem Computersystem selbständig gestartet wird. In den Anfangstagen der Heimcomputerindustrie hatte der Bildschirmschoner eine rein technische Aufgabe und verhinderte Monitorschäden zuverlässig. Auf modernen Computersystemen hingegen dient er zur Unterhaltung oder zum Datenschutz.

Geschichte des Bildschirmschoners

Zu Beginn der Heimcomputerära in den 1980er Jahren bis zur Mitte der 1990er Jahre erfüllte der Bildschirmschoner eine sehr wichtige Aufgabe. Da es in klassischen Röhrenmonitoren durch langwierige Standbilder wie z.B. den Desktop oder inaktive Programme nach längerer Zeit zu einem sogenannten Einbrennen kommen konnte, sorgte der Bildschirmschoner schon nach einer kurzen Zeit der Inaktivität für ein bewegtes Bild und verhinderte somit gezielt das einbrennen von Bildern in die Bildröhre.

Ab Mitte der 1990er Jahre wurden alle moderneren Röhrenmonitore gegen dieses Problem hardwareseitig geschützt und moderne Flachbildschirme, TFT- und LED-Monitore kennen dieses Problem überhaupt nicht mehr. Der Bildschirmschoner war aber auch schon immer ein Programm das zur Unterhaltung beitrug und so positionierten sich sehr schnell Anbieter am Markt, die sich gegenseitig mit innovativen Ideen zu überbieten versuchten.

Bekannte Klassiker im Bereich Bildschirmschoner sind unter anderem After Dark, After Dark 2.0 und After Dark X sowie viele Bildschirmschoner des Unternehmens Infinisys. Auch der Blue Screen Bildschirmschoner, der einen der berüchtigten Blue Screens des Microsoft Windows Betriebssystems nachempfunden ist, erfreute sich viele Jahre größter Beliebtheit. Gerade der Bildschirmschoner Flying Toaster ist eine Kult-Software und bereits legendär. Weitere Pioniere und Größen in diesem Bereich sind Butterfly3D, Oasis und Oasis3D. Viele dieser Bildschirmschoner aus den 1990er Jahren kommen noch heute auf aktuellen Computersystemen zum Einsatz.

In der heutigen Zeit erfüllt der Bildschirmschoner eine weitere wichtige Aufgabe im Bereich Datenschutz. Gerade im beruflichen Umfeld, kommt es oft vor, dass Personen ihren Arbeitsplatz verlassen ohne den Monitor oder den Flachbildschirm auszuschalten. Nach wenigen Minuten startet in diesem Fall der Bildschirmschoner und verdeckt offene Programme und Daten vor den neugierigen Blicken anderer Personen. Eine Beendigung des Bildschirmschoners ist in diesen Fällen oftmals mit der Eingabe eines Passwortes verbunden, was den Datenschutz weiter verbessert.

Pro und Contra

Neben allen Vorzügen, die ein Bildschirmschoner zu bieten hat, sprechen in heutiger Zeit auch einige Punkte gegen den Einsatz von Bildschirmschonern. Zum einen verbraucht das Computersystem mehr Ressourcen als wenn es komplett in den Stromsparmodus oder in den Stand-by Modus geschaltet wird. Der Hauptprozessor (CPU) und die Grafikkarte (GPU) müssen weiter arbeiten um die grafische Darstellung des Bildschirmschoners zu gewährleisten.

Der Arbeitsspeicher (RAM) muss die nötigen Daten bereithalten, die zuvor von der Festplatte (HDD) gelesen werden müssen. Das bedeutet, das so gut wie alle wichtigen Hardwarebestandteile in die Berechnung und Wiedergabe des Bildschirmschoners mit einbezogen werden. Das wiederum verursacht einen gesteigerten Energiebedarf, mehr erzeugte Abwärme (TDP) und führt zu einem erhöhten Stromverbrauch des Computersystems.

Aktuelle und moderne Computersysteme können ihre Inaktivität und Ruhezeiten weitaus sinnvoller nutzen und schalten in der Regel alle Hardwarekomponenten ab. Gerade im beruflichen Umfeld und unter Berücksichtigung vieler Computersysteme macht der erhöhte Stromverbrauch durch Bildschirmschoner schon einen erheblichen Unterschied und kostet Unternehmen unter Umständen sehr viel Geld. Viele Firmen sind mittlerweile dazu übergegangen, auf ihren Computer- und Officesystemen eine Verwendung von Bildschirmschonern auszuschließen und setzen hingegen auf den Stand-By Modus und den noch tieferen Stromsparmodus, der keine Last auf die Hardwarekomponenten ausübt.

Weitere Einsatzgebiete

Abseits des klassischen Computersystems kommen Bildschirmschoner heute auf auf Handys, Smartphones, PDAs und Tablets zum Einsatz. Gerade auf mobilen Endgeräten erfüllen Bildschirmschoner ihre Aufgabe sehr sinnvoll. Durch die Tatsache das auf mobilen Endgeräten wie Handys und Smartphones ein Empfang jeder Zeit garantiert werden soll, verhindert das diese Geräte in einen tiefen Stand-by oder Schlafmodus versetzt werden können. Bildschirmschoner erfüllen hier die wichtige Aufgabe eines Stromsparmechanismus und sorgen für längere Akkulaufzeiten.

Ihre klassische Aufgabe, das schonen von Bildschirmen und Anzeigegeräten müssen Bildschirmschoner in der heutigen Zeit nicht mehr erfüllen. Aktuelle Geräte sind gegen das sogenannte Einbrennen von Standbildern hardwareseitig geschützt.

Alternativen und Optionen

Auf aktuellen Computersystemen und Anzeigegeräten ist es nicht mehr zwingend erforderlich mit einem Bildschirmschoner zu arbeiten. Auf Grund des geringeren Stromverbrauchs und der Schonung der Ressourcen eignen sich der Stand-by Modus und der Stromsparmodus aktueller Systeme besser für längere Zeiten der Inaktivität am Computersystem.

Eine Zwischenlösung und Alternative stellt der komplett schwarze Hintergrund dar, der ebenfalls als Bildschirmschoner verwendet werden kann. In diesem Fall wird zumindest der Hauptprozessor (CPU), der Arbeitsspeicher (RAM) und die Grafikkarte (GPU) entlastet, was zu einer geringeren Entwicklung der Abwärme (TDP) und zu einer Schonung der Ressourcen führt.

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