Unter einem Dashboard wird allgemein eine Instrumententafel verstanden, die im Computerbereich für viele Anwendungen eine vereinfachte Benutzeroberfläche darstellt. Unterschiedliche Rechnersysteme und Computerprogramme haben sich diesen Begriff zunutze gemacht und entsprechende Applikationen hierfür entwickelt. Die wichtigsten Beispiele seien im Nachfolgenden aufgeführt.
Ein modernes Dashboard fungiert als zentrales Kontrollzentrum und liefert eine verdichtete Übersicht über Status, Kennzahlen und Aktionen. Typische Merkmale sind eine klare Informationsarchitektur, Widgets bzw. Kacheln, interaktive Steuerungselemente, Filter, sowie Benachrichtigungen. Gute Dashboards sind responsiv, barrierearm, personalisierbar und bieten schnelle Sprungpunkte zu Detailansichten.
- Visualisierung: komprimierte Darstellung durch Kacheln, Diagramme, Listen und Statusindikatoren.
- Interaktion: direkte Aktionen (Starten, Pausieren, Verwalten) ohne tiefes Navigieren.
- Personalisierung: anpassbare Module, Reihenfolge und Sichtbarkeit.
- Transparenz & Kontrolle: klare Einsicht in Systemeinstellungen, Aktivitäten und Berechtigungen.
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Besonders schön gestaltet ist die Bildschirmansicht des Dashboards im Betriebssystem Mac OS X 10.4, welches auch unter der Bezeichnung Tiger bekannt ist. Es stellt bildlich einen Tachometer dar, auf dem Widgets, sogenannte Miniprogramme gestartet werden können. Sie beinhalten wichtige Informationen oder direkte Anwendungen. Über die Taste F4 kann das Dashboard auf dem Bildschirm ein- und ausgeblendet werden. Etliche weitere Widgets gibt es kostenlos im Internet zum Download. Das Programm selbst kann nicht ausgeschaltet werden, sondern lediglich auf Wunsch mithilfe anderer Tools deaktiviert werden.
Die verwendeten Widgets für das Dashboard werden in der Regel auf Basis von HTML, CSS und JavaSript erstellt. Eine Programmierhilfe unter Mac OS X stellt das Programm Dashcode dar. Es ist aber auch möglich, über das Programm Cocoa Widgets zu programmieren, die dem Programmierer wesentlich mehr Möglichkeiten auf den Zugriff des Systems gewährt als Dashcode. In der Regel handelt es sich bei den Widgets um Wörterbücher, Kalender, Uhren, Rechner, Wettervorhersagen oder Spiele.
Ergänzende Hinweise und aktueller Stand: Das klassische Apple-Dashboard wurde mit späteren Versionen von OS X zunächst optional und ab macOS Catalina endgültig entfernt. Nachfolger sind die modernen System-Widgets, die über die Mitteilungszentrale bzw. den Heute-Bereich zugänglich waren und in aktuellen macOS-Versionen als neu gestaltete Widgets bereitstehen. Damit bleibt die Idee einer kompakten Instrumententafel erhalten – die Integration und Technik haben sich jedoch weiterentwickelt.
- Nutzung früher: Widgets konnten als eigener „Space“ angezeigt, organisiert und per Tastaturkürzel ein- oder ausgeblendet werden (je nach Tastaturbelegung).
- Entwicklung: Von Dashcode/Cocoa-Widgets hin zu systemweiten Widgets mit einheitlicher Designsprache.
- Typische Anwendungsfälle: Schnellzugriff auf Notizen, Umrechnungen, Uhrzeiten, Wetter, Wörterbücher und kleine Tools ohne App-Wechsel.
Google Dashboard
Auch bei der großen Suchmaschine Google ist ein sogenanntes Dashboard zu finden. Als angemeldeter Nutzer von Google kann man sich hier ein eigenes Konto kostenlos anlegen lassen. Das Google Dashboard bildet hierbei die eigentliche Zentrale, in der alle relevanten Kontodaten übersichtlich abgerufen werden können. Dieses Dashboard wurde speziell dazu entwickelt, um mehr Transparenz und eine bessere Kontrolle der gespeicherten Daten zu gewährleisten. Von daher erhält jeder Benutzer einen kompletten Überblick über alle von Google verwendeten und gespeicherten Daten, die mit seinem Konto verbunden sind. Über entsprechende Links kann jeder Benutzer seine persönlichen Einstellungen verwalten. Die wichtigsten Produkte sind hierbei der Google Kalender, Gmail, Google Docs, das Webprotokoll, Google Alerts und auch Youtube. Der Zugang erfolgt unter Eingabe der Email-Adresse und eines Passwortes.
Aktuelle Funktionen im Überblick: Das Dashboard bietet heute eine strukturierte Zusammenfassung vieler verknüpfter Dienste, z. B. Mail, Kalender, Drive, Fotos, Karten-Chronik, Kontakte, Play-Dienste und mehr. Es zeigt Nutzungsstände, verbundene Geräte und berechtigte Apps an und erlaubt die schnelle Anpassung von Privatsphäre-, Sicherheits- und Personalisierungsoptionen.
- Transparenz: Einblick in gespeicherte Konto-Informationen und Aktivitäten.
- Kontrolle: Verwaltung von Anmeldungen, Wiederherstellungsoptionen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und App-Zugriffen.
- Datenverwaltung: Aufräumen, Deaktivieren oder Löschen einzelner Bereiche sowie Exportmöglichkeiten.
- Benachrichtigungen: Hinweise zu ungewöhnlichen Aktivitäten, Sicherheitschecks und Aktualisierungen.
Hewlett Packards Dashboard
Der Computer- und Druckerhersteller Hewlett Packard stellte 1992 sein HP Dashboard der Öffentlichkeit vor. Es handelte sich hierbei um ein sogenanntes Control Panel für die Benutzeroberfläche Windows 3.1. Einer der drei Programmierer war Paul Mernyk, der letztlich der Version 1 von HP Dashboard den letzten Schliff gab. Die Utility-Schaltleiste konnte individuell auf dem Desktop von Windows 3.1 integriert werden und stellte eine Laufwerksverwaltung, eine Druck- und Faxoption, einen Bereich, um die wichtigsten Anwendungen per Mausklick zu starten, sowie eine Kalender- und Uhrfunktion zur Verfügung. HP Dashboard wurde als innovatives Userinterface ausgezeichnet. Heute spielt Dashboard keine Bedeutung mehr unter Windows, da viele dieser Funktionen bereits im aktuellen Windows enthalten sind.
Einordnung und Bedeutung: Unter den technischen Rahmenbedingungen von Windows 3.1 bot HP Dashboard eine zentralisierte Bedienleiste, die häufige Aufgaben bündelte und die Arbeit beschleunigte. Es fungierte als Vorläufer moderner Schnellzugriffsleisten und Systemübersichten.
- Funktionelle Schwerpunkte: Laufwerke verwalten, Druck/Fax bedienen, Anwendungen starten, Kalender/Uhr.
- Individualisierung: Position und Inhalt der Leiste anpassbar, Schnellstart-Shortcuts.
- Heute: Moderne Windows-Versionen integrieren vergleichbare Funktionen systemweit (z. B. Einstellungen, Taskleiste, Benachrichtigungen), wodurch das historische HP Dashboard obsolet wurde. Herstellerseitig existieren eher Wartungs- und Supporttools als klassische Dashboards.
Dashboard der Spielekonsole XBOX
Die Microsoft Spielekonsole XBOX und XBOX360 benutzt eine Instrumententafel als zentrales Steuerelement auf der Benutzeroberfläche. Über den Guide-Button lässt sich dieses Dashboard nach dem Starten aktivieren. Die fünf Bereiche des Dashboards werden Blades genannt und stellen den sogenannten Marktplatz, XBOX Live, die installierten Spiele, eine umfassende Medienverwaltung, sowie die Systemeinstellungen dar. Ungefähr jedes halbe Jahr werden die einzelnen Funktionen des Dashboards durch Microsoft aktualisiert. Dies geschieht entweder direkt über XBOX Live oder über entsprechende Routinen auf einer Original-Spiele-DVD. Ebenso ist es möglich, Aktualisierungen über die Microsoft Homepage auf einen USB-Stick herunterzuladen und dann in die XBOX einzuspielen.
Weiterentwicklung der Oberfläche: Das ursprüngliche „Blades“-Konzept der Xbox 360 wurde mehrfach modernisiert. Spätere Generationen erhielten eine Kacheloberfläche mit fortlaufenden Optimierungen. Aktuelle Konsolen setzen auf eine anpassbare Startseite, auf der Spiele, Medien und Dienste im Vordergrund stehen.
- Funktionsumfang: Store/Marktplatz, Online-Dienste, Spielebibliothek, Medien-Apps, Profile, soziale Funktionen, Barrierefreiheit.
- Verwaltung: Netzwerkeinstellungen, Speicher- und Update-Management, Controller- und Anzeigeoptionen.
- Updates: Häufige UI-Verbesserungen mit Performance-Optimierungen; Aktualisierung weiterhin online oder – falls vorgesehen – offline per Datenträger bzw. USB-Stick.
Dashboard unter WordPress
Für die Verwaltung von Internetseiten und deren Inhalte erfreut sich das Programm WordPress einer großen Beliebtheit. Es ist eine Open-Source-Software und basiert auf der Script-Sprache PHP, sowie einer mySQL-Datenbank. Besonders gerne wird es für die Pflege von Weblogs eingesetzt. Der Administratorbereich dieser Software wird als Dashboard bezeichnet.
Aufbau und Inhalte: Das WordPress-Dashboard bündelt zentrale Verwaltungsaufgaben: Beiträge, Seiten, Medien, Kommentare, Design/Theme-Einstellungen, Plugins, Benutzer, Werkzeuge und Einstellungen. Zusätzlich bietet es eine Startübersicht mit „Auf einen Blick“, „Aktivität“, „Schneller Entwurf“ und Systemhinweisen.
- Redaktion: Erstellen/Planen von Inhalten, Block-Editor mit wiederverwendbaren Blöcken, Kategorien/Schlagwörter.
- Wartung: Updates für Kern, Themes, Plugins, integrierte Gesundheitsprüfung der Website.
- Rollen & Rechte: Feingranulare Benutzerrollen für Administration, Redaktion, Autorenschaft und Mitarbeit.
- Skalierung: Multisite-Verwaltung und Schnittstellen für Integrationen über die REST-API.
Aktuelle Entwicklung: Neuere WordPress-Versionen verbessern kontinuierlich Performance, Barrierefreiheit und Redaktionskomfort. Das Dashboard bleibt die zentrale Steuerkonsole für Inhalt, Design und Betrieb – mit Fokus auf Übersichtlichkeit und schnelle Handlungsmöglichkeiten.
Häufige Fragen und Antworten
Was versteht man unter einem Dashboard im Computerbereich?
Ein Dashboard ist eine vereinfachte Benutzeroberfläche im Computerbereich, die für verschiedene Anwendungen verwendet wird. Es gibt unterschiedliche Dashboards für verschiedene Rechnersysteme und Computerprogramme.
Kurz erklärt: Ein Dashboard bündelt die wichtigsten Informationen und Bedienelemente in einer kompakten Ansicht. Ziel ist es, Zustände zu überwachen, schnell zu agieren und ohne Umwege zu den relevanten Einstellungen oder Inhalten zu gelangen.
- Übersicht: zentrale Kennzahlen, Statusanzeigen, Benachrichtigungen.
- Steuerung: Aktionen wie Starten/Stoppen, Öffnen, Bearbeiten, Filtern.
- Anpassung: Module hinzufügen/entfernen, Reihenfolge ändern, Layout anpassen.
Wie ist das Dashboard bei Apple Computern gestaltet?
Das Dashboard bei Apple Computern, speziell im Betriebssystem Mac OS X 10.4 (Tiger), besteht aus einem ansprechenden Tachometer-Design. Widgets, also Miniprogramme, können auf dem Dashboard gestartet werden und bieten wichtige Informationen oder direkte Anwendungen. Das Dashboard kann mit der Taste F4 ein- und ausgeblendet werden.
Historie und aktueller Stand: Das klassische Dashboard wurde in späteren Systemversionen zurückgefahren und schließlich entfernt. Heute übernehmen moderne Widgets die Rolle kompakter Informations- und Steuerkacheln direkt innerhalb des Systems.
- Widgets: Kalender, Rechner, Wetter, Wörterbücher, Notizen, kleine Tools.
- Bedienung: je nach Tastaturbelegung per Funktionstaste, Gesten oder Missionskontrolle.
- Nachfolgerprinzip: Systemweite Widgets mit aktueller Optik und tieferer Integration.
Was ist das Google Dashboard und wofür wird es verwendet?
Das Google Dashboard dient als Zentrale für angemeldete Nutzer von Google. Hier können alle relevanten Kontodaten übersichtlich abgerufen werden. Es bietet Transparenz und Kontrolle über die gespeicherten Daten. Benutzer können ihre persönlichen Einstellungen verwalten und haben Zugriff auf Produkte wie den Google Kalender, Gmail, Google Docs, das Webprotokoll, Google Alerts und Youtube.
Nutzen in der Praxis: Das Dashboard zeigt zusammengefasst, welche Informationen mit dem Konto verknüpft sind, welche Geräte angemeldet sind und welche Anwendungen Zugriff besitzen. Von hier aus lassen sich Sicherheits- und Datenschutzoptionen zentral prüfen und anpassen.
- Einblicke: Produktübersichten, Aktivitätsdaten, Speicherstände.
- Sicherheit: Prüfung von Anmeldungen, Wiederherstellungsdaten und Bestätigung in zwei Schritten.
- Datensteuerung: Aufräumen, Deaktivieren, Löschen oder Export einzelner Datenbereiche.
Was ist das Hewlett Packards Dashboard und welche Funktionen bietet es?
Das Hewlett Packards Dashboard war ein Control Panel für die Benutzeroberfläche Windows 3.1. Es konnte individuell auf dem Desktop integriert werden und bot Funktionen wie Laufwerksverwaltung, Druck- und Faxoptionen, einen Schnellstart für Anwendungen sowie Kalender- und Uhrfunktionen. Das Dashboard wurde als innovatives Userinterface ausgezeichnet, hat aber heute keine Bedeutung mehr unter Windows.
Zusatzinfos: In der damaligen 16-Bit-Umgebung brachte die Utility-Leiste erhebliche Komfortgewinne. Moderne Windows-Versionen haben viele dieser Schnellzugriffe in die Systemoberfläche integriert, wodurch das historische HP Dashboard primär von historischem Interesse ist.
- Kernnutzen: zentrale Start- und Verwaltungsfunktionen an einem Ort.
- Warum obsolet: Systemweiter Funktionsumfang aktueller Windows-Versionen ersetzt das separate Dashboard.
Wie funktioniert das Dashboard unter WordPress?
Das Dashboard unter WordPress ist der Administratorbereich der Software. Hier können Internetseiten und Inhalte verwaltet werden. Es basiert auf der Script-Sprache PHP und einer mySQL-Datenbank. Das Dashboard wird für die Pflege von Weblogs und anderen Websites verwendet.
Praxisüberblick: Im Dashboard befinden sich die Navigation zu Beiträgen, Seiten, Medien, Design, Plugins, Benutzern und Einstellungen sowie eine Startübersicht mit Systemstatus und Aktivitäten. Updates und Hinweise werden zentral angezeigt, damit Wartung und Inhaltspflege reibungslos funktionieren.
- Erstellen & Veröffentlichen: Inhalte planen, bearbeiten und verwalten.
- Wartung: Aktualisierungen und Website-Check zentral im Blick.
- Rechteverwaltung: differenzierte Rollen für Teams und Projekte.






