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FAT16 Definition & Begriffserklärung

FAT16Beim Begriff FAT16 handelt es sich um ein von Microsoft entwickeltes Dateisystem. Dabei steht die Abkürzung FAT für die englische Bezeichnung File Allocation Table, einer sogenannten Dateizuordnungstabelle. Viele Jahre hat FAT16 die ersten PC-Generationen bestimmt. Nach einer Weiterentwicklung zu FAT32 wird es heute durch das NTFS-Dateisystem ersetzt.

FAT16 Geschichte

Nachdem 1980 die erste FAT12-Version entwickelt wurde, wurde schnell erkannt, dass durch die Weiterentwicklung der Computerhardware auch besondere Anforderungen an das Dateisystem gestellt wurden. So stellte Microsoft im Jahr 1983 neben FAT12 auch den Nachfolger FAT16 vor. Beide Versionen wurden aber immer noch parallel betrieben. Der Grund für die Entwicklung von FAT16 war, dass durch die Zunahme an größeren Festplatten ein viel größerer Adressraum benötigt wurde. Mithilfe von FAT16 war man nun in der Lage mit 512 Byte großen Clustern insgesamt Festplatten mit 32 MiB zu verwalten.

Bei der ursprünglichen FAT16 Implementierung wurde auf den partitionierten Festplatten der Partitionstyp 04h und ein kleiner BIOS Parameterblock im Bootsektor verwendet. Aufbau und Inhalt waren von der verwendeten MSDOS 2.x Version abhängig und enthielt nur einen 16 Bit breiten Sektoranzahleintrag. Hierbei war die Größe auf 32 bis 512 MiB bei FAT16-Laufwerken begrenzt.

Mit der Einführung von OS/2 wurde ein sogenannter Enhanced BIOS Parameter Block integriert, der am Signaturbyte 28h an Offset +26h erkennbar war. MSDOS 3.31 erweiterte nochmals diesen Block als Extended BIOS Parameter Block, erkennbar am Signaturbyte 29h an Offset +26h. Hiernach war es möglich FAT16-Laufwerke bis zu 2GiB und später sogar bis 4 GiB anzusprechen, obwohl die seinerzeitigen MSDOS-Versionen solche großen Festplatten noch gar nicht verwenden konnten.

Interessant war die Entwicklung von BIGDOS. Hierbei wurde unter FAT16 ein komplett neuer Partitionstyp 06h definiert. Diese Variante war nicht abwärtskompatibel und nannte sich FAT16B. Weiterhin wurde zwar auch die alte FAT16 Variante unterstützt, fand aber keine praktische Bedeutung mehr. Insbesondere MSDOS 5 verwendete nur noch Bootsektoren mit dem Extended BIOS Parameter Block und konnte dadurch alle neuen Betriebssystemfunktionen unterstützen. Dem Grunde nach muss man eigentlich zwei FAT16 Typen unterscheiden. Den älteren FAT12- und FAT16-Varianten, die oft noch parallel betrieben wurden und die FAT16B-Variante. FAT12 wird dagegen nur noch von Diskettenlaufwerken verwendet. Die Weiterentwicklung von FAT16 ist FAT32, welches 1997 vorgestellt wurde.

Merkmale von FAT16

Unter FAT16 sind insgesamt 65.536 Verzeichniseinträge möglich, im Rootverzeichnis jedoch nur 512. Währen FAT16 12 Cluster eines Festplattenlaufwerks für sich reserviert, können insgesamt 65.524 Cluster angesprochen werden. Der Dateiname entspricht dem üblichen 8.3-Format, also einem bis zu 8 Zeichen langen Name, gefolgt von einem Punkt und einer dreistelligen Dateitypbezeichnung. Unter MSDOS und Windows 9x liegt die Partitionsgröße von Festplatten bei 2 GiB.

Die Betriebssysteme Windows NT, FreeDOS und DR-DOS erreichen Partitionsgrößen von knapp 4 GiB, wobei die Clustergröße auf 64 KiB festgelegt ist. Ansonsten liegt bei FAT16 die übliche Clustergröße auf Festplatten je nach Partitionsgröße zwischen 512 Byte und insgesamt 32 KiB. Unter herkömmlichen FAT16 darf eine Datei bis zu 2 GiB groß sein, unter den anderen Betriebssystemen, wie Windows NT oder DR-DOS sogar 4 GiB. Das Rootverzeichnis eines Datenträgers befindet sich unter FAT16 an einer bestimmten Position. Es wird direkt nach der Formatierung, also der Erstellung des Dateisystems festgelegt und kann hinterher nicht mehr wachsen.

Vorsicht beim Eingriff auf die FAT16

Die Dateizuordnungstabelle ist für die Ordnung und Verwaltung der auf einem Datenträger abgelegten Dateien und Programme sehr wichtig. Unbeabsichtigte Eingriffe, zum Beispiel durch ein Monitorprogramm, welches einen direkten Zugriff auf die FAT eines Datenträgers erlaubt, sollten nur mit hinreichender Kenntnis vorgenommen werden. Im schlimmsten Fall sind die gespeicherten Dateien auf dem Datenträger verloren. Andererseits machen sich Datenrettungsprogramme die Einträge in der FAT zunutze, mit denen unter bestimmten Umständen versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen lassen. Man sollte jedoch vermeiden, nach dem Löschen weitere Schreibzugriffe auf dem Datenträger durchzuführen.

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