Wie kann man Daten automatisch sichern?

Automatische DatensicherungIm Folgenden wird die Einrichtung einer automatischen Datensicherung am PC am Beispiel des Betriebssystems Windows 7 erklärt. Dabei wird zwischen der Sicherung von systemrelevanten Daten, die zum Starten des Betriebssystems benötigt werden, und persönlichen Daten unterschieden. Die Methoden sind sehr praxisbezogen und leicht Schritt für Schritt anwendbar. Benötigt wird jedoch bei allen Verfahren ein fehlerfreier Datenträger mit ausreichend Kapazität, der sicherheitshalber nicht durchgehend im zu sichernden System installiert ist.

Automatische Datensicherung für Privatleute

  1. Die Einstellung für eine automatische Sicherung des Systems sind unter „Start“ -> „Systemsteuerung“ -> „System und Sicherheit“ -> „Sichern und Wiederherstellen“ zu finden.
  2. Mit „Sicherung einrichten“ wird ein Dialogfenster geöffnet, in welchem der gewünschte Datenträger ausgewählt werden kann.
  3. Ist der Datenträger ausgewählt, kann zwischen „Auswahl durch Windows“ und „Auswahl durch Benutzer“ gewählt werden. Hauptunterschied ist das Erstellen eines Systemabbildes, welches bei Fehlern in systemrelevanten Dateien, das Widerherstellen des Betriebssystems erlaubt. Dies wird durch „Auswahl durch Windows“ automatisch durchgeführt und ist bei „Auswahl durch Benutzer“ optional. Ebenso kann bei „Auswahl durch Benutzer“ eine personalisierte Auswahl über zu sichernde Inhalte getroffen werden.
  4. Wenn nur Daten gesichert werden sollen, ist „Auswahl durch Benutzer“ auszuwählen und das Kästchen „Systemabbilder von folgenden Laufwerken einschließen:“ zu deaktivieren. Im Auswahlfeld kann durch den gesamten Computer navigiert und per Hacken zu sichernde Inhalte ausgewählt werden. Unbedingt zu beachten ist der resultierende Speicherplatzbedarf: Beim Auswählen einer kompletten Festplatte, muss die Kapazität des Sicherungsmediums auch deren Größe betragen. (Sind 65 Gigabyte zu sichern, wird auch ein Medium mit mindestens 65 Gigabyte benötigt).
  5. Sicherung automatisieren: Im gleichen Fenster kann auch Häufigkeit und Zeitpunkt für zukünftige, automatische Sicherungen eingestellt werden.
  6. Ist die Auswahl getroffen, beginnt Windows damit die ausgewählten Inhalte auf den angegebenen Datenträger zu sichern. Dies kann, abhängig von der Größe der zu sichernden Inhalte, lange dauern. Es ist empfehlenswert während des Vorgangs eine ausreichende Stromversorgung (Laptops/Netbooks) zu garantieren. Wird der Sicherungsvorgang durch manuellen Abbruch, Absturz oder ungenügender Energieversorgung unterbrochen, muss mit dem Prozess von neuem begonnen werden, da die Sicherung beschädigt sein kann.
  7. Ist die erste Sicherung erstellt, können unter „Start“->“Systemsteuerung“->“System und Sicherheit“->“Sichern und Wiederherstellen“, Einstellungen für die Zeitplanung der Automatischen Sicherung geändert, und gesicherte Daten wiederhergestellt werden.
  8. Viele Programme bieten die Möglichkeit Dokumente in gewissen Abständen auch während der Bearbeitung zu sichern. Dies kann Datenverlust während der Bearbeitung vorbeugen. Die so gesicherten Dokumente können bei Bedienungsfehler, wie versehentliches Überschreiben, mit: Rechtsklick auf die Datei->“Eigenschaften“->“Vorgängerversionen“ wiederhergestellt werden.

Systemabbilder und Wiederherstellungspunkte

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Das Erstellen eines Systemabbilds ist sehr speicher- und zeitaufwendig. Mit einem Systemabbild werden jedoch automatisch systemrelevante Daten und persönliche Einstellungen gesichert, die beim Fall eines Defektes beim Wiederherstellen des Betriebssystems eingelesen werden können.

Wiederherstellungspunkte setzt das Betriebssystem meist automatisch und ohne Rückfrage. Bei der Installation von kritischen Updates, wie Servicepacks, werden häufig Wiederherstellungspunkte gesetzt um bei fehlerhafter Installation das Betriebssystem auf einen Stand vor der fehlerhaften Installation zurückzusetzen. Diese Wiederherstellungspunkte können auch einfach selbst erstellt werden. Es genügt: „Start“-> Nach „Wiederherstellungspunkt“ suchen->“Wiederherstellungspunkt erstellen“.

Automatische Datensicherung für Unternehmen

Da Daten im kommerziellen Bereich in der Regel höchst brisant, relevant und/oder aktuell sind, ist eine manuelle Datensicherung zumindest grenzwertig. Der Datenverlust kennt weder Arbeitstage, noch -zeiten. Er kann zu jedem Zeitpunkt auftreten, ob in der Pause, in der Nacht oder auch am Wochenende. Oftmals liegen die letzten manuellen Backups daher naturbedingt sehr weit in der Vergangenheit. Das Risiko eines Datenverlusts ist daher sehr hoch – oftmals wird dies auch durch zusätzliche Risikofaktoren wie beispielsweise rechtliche Bereiche oder auch unternehmenskritische Knackpunkte wie Buchhaltung etc. ergänzt. Es ist daher sinnvoll, als Unternehmen auf eine oder mehrere automatische Sicherungsmethoden zurück zu greifen.

Neben den gesetzlichen Bestimmungen, die per se oberste Relevanz bei der Auswahl der richtigen Datensicherung haben sollten, müssen auch Faktoren wie Ausfallsicherheit, Redundanz etc. bedacht werden. Während kleine Unternehmen noch mit Software-Raids gut abgesichert sein können, benötigen Mittelständler und Konzerne komplexe Backup-Strategien. Daher finden Systeme wie Server / Cluster Backups, separate Rechenzentren mit Spiegelung des Datenbestands, redundante Hardware RAIDs, Server und NAS Systeme vorwiegend im geschäftlichen Bereich Anwendung. Je nach Unternehmensgröße werden diese sogar mit einander kombiniert und / oder an geographisch unterschiedlichen Stellen zum Einsatz gebracht.

Fakt ist aber: eine komplette Sicherheit kann es nicht geben. Jedes Unternehmen kann Opfer von Datenverlust geben. Daher bieten wir als professioneller Dienstleister im Bereich Datenrettungsservice auch eine Express-Wiederherstellung (innerhalb von 24 Stunden) für Unternehmen an, die auch am Wochenende und nach Feierabend in Anspruch genommen werden kann. Wir helfen Ihnen schnell weiter, damit Ihr Unternehmen schnellst möglich wieder über alle relevanten Daten verfügen kann. Weitere Informationen erhalten Sie von unserer fachkundigen Kundenbetreuung oder via Kontakt-Formular.

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