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Flashspeicher Definition & Begriffserklärung

FlashspeicherDer Flashspeicher ist ein Speichermedium, auf dem Informationen dauerhaft gespeichert werden können. Er zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass er schnelle Zugriffszeiten ermöglicht im Verhältnis zu seiner Speicherkapazität klein und leicht ist und außerdem nur sehr wenig Energie benötigt. Dies führt dazu, dass der Flashspeicher sich insbesondere für mobile Anwendungen sehr gut eignet. Auch für stationäre Anwendungen bietet er viele Vorteile, aufgrund des verhältnismäßig hohen Preises wird er hier jedoch bislang selten verwendet.

Entwicklung des Flashspeichers

Die Technik, die dem Flashspeicher zugrunde liegt, ist bereits seit den sechziger Jahren bekannt. Bereits zu dieser Zeit wurde das sogenannte Floating Gate entwickelt. Dies ist ein Transistor, der die Informationen im Flashspeicher dauerhaft sichern kann. Bis jedoch die ersten Flashspeicher auf den Markt kamen, sollten noch einige Jahrzehnte vergehen. Die Entwicklung dieses Speichermediums wurde insbesondere durch die Entwicklung der Digitalkamera vorangetrieben.

Als in den neunziger Jahren die Entwicklung der Digitalkameras immer weiter vorangetrieben wurde, sahen sich die Hersteller mit dem Problem konfrontiert, dass es keinen dauerhaften Datenspeicher gab, der zum einen so klein war, dass er in eine Digitalkamera integriert werden konnte und zum anderen ein ausreichendes Speichervolumen bot, um mehrere Bilder darauf zu speichern. So begann die Suche nach einem kleinen aber leistungsfähigen Speichermedium, an deren Ende der Flashspeicher stand. 1994 stellte der US-amerikanische Hersteller SanDisk den ersten CompactFlash-Speicher vor.

1998 wurde von Sony der erste Memory-Stick präsentiert. Seitdem entwickelte sich eine Vielzahl an verschiedenen Speichermedien, die auf der Flash-Technik basieren. Dazu zählen die bereits erwähnten Speicherkarten für Digitalkameras, USB-Sticks, Speicher für Mobiltelefone und SSD-Speicher, die als Ersatz für eine herkömmliche Festplatte dienen können. Der Name der Technologie geht angeblich auf Shoji Ariizumi zurück, einen Mitarbeiter von Toshiba. Dieser war an den Forschungen an den neuen Speichermedien beteiligt. Der Löschvorgang beim Flashspeicher findet blockweise statt. Diese plötzliche Löschung assoziierte der Mitarbeiter mit einem Kamerablitz und nannte den Speicher daher Flash. Diese Anekdote ist jedoch nicht offiziell bestätigt.

Technik der Flashspeicher

Ein Flashspeicher besteht aus mehreren Speicherzellen. In jeder Speicherzelle befindet sich ein ­sogenannter Floating Gate Transistor. Dies ist ein Halbleiterelement, das in der Regel aus Silizium hergestellt wird. Wenn an den Floating Gate Transistor eine elektrische Spannung angelegt wird, kann dieser die Ladung dauerhaft speichern. Dabei werden die Elektronen fest im Transistor eingelagert. Da die eingelagerte Ladung das Leitungsverhalten des Transistors verändert, ist es möglich, die Daten abzulesen.

Wenn der Transistor nicht leitfähig ist, bedeutet dies, dass dieser eine Ladung enthält. Leitet er den Strom, wurde keine Ladung gespeichert. Anhand dieser Information werden die Daten ermittelt. Durch das erneute Anlegen von Spannung am Floating Gate kann der Zustand des Transistors verändert werden. So ist es auch möglich, die Daten zu löschen oder zu überschreiben. Die ersten Flashspeicher arbeiteten mit lediglich einem Bit an Information pro Floating Gate Transistor. Dies bedeutet, dass der Transistor lediglich zwei verschiedene Zustände annehmen konnte: Entweder war er elektrisch geladen oder nicht.

Moderne Flashspeicher arbeiten hingegen mit zwei oder mehr Bit an Informationen pro Floating Gate Transistor. Bei zwei Bit an Informationen muss der Transistor vier verschiedene Zustände annehmen können. Die Zahl der verschiedenen Zustände verdoppelt sich mit jedem weiteren Bit an Informationen. Die verschiedenen Zustände unterscheiden sich in der Ladungsmenge.

Anwendung des Flashspeichers

Flashspeicher bieten dem Nutzer viele Vorteile. Eine der herausragenden Eigenschaften des Flashspeichers ist, dass dieser große Mengen an Informationen auf minimalem Raum speichern kann. Daher wird er insbesondere immer dann verwendet, wenn das Raumangebot begrenzt ist. So kommt er häufig in kleinen Endgeräten wie Digitalkameras oder Mobiltelefonen zum Einsatz. Hier wirkt sich auch das sehr geringe Gewicht des Flashspeichers positiv aus.

Der Flashspeicher zeichnet sich auch dadurch aus, dass er für die Speicherung und das Ablesen der Daten nur sehr wenig Energie benötigt. Die Daten bleiben auch dann erhalten, wenn das Speichermedium völlig von der Energieversorgung abgeschnitten ist. Auch dies ergibt viele Vorteile für die Verwendung in kleinen mobilen Endgeräten, da hier keine großen Akkus verwendet werden können und daher die verfügbare Energie stets stark beschränkt ist. Doch auch Speichermedien wie beispielsweise der USB-Stick, die nach der Verwendung vollständig von der Energieversorgung abgetrennt werden, sind erst durch die Verwendung der Flash-Technologie möglich geworden.

Ein weiterer Vorteil sind die sehr geringen Zugriffszeiten. Der nach wie vor am häufigsten verwendete dauerhafte Datenspeicher ist die Festplatte. Um Informationen auf die Festplatte zu übertragen oder um sie von ihr abzulesen, ist immer eine mechanische Bewegung notwendig. Die Platte selbst muss bewegt werden und die Schreib- oder Leseköpfe müssen an die richtige Position gebracht werden. Obwohl diese Bewegung innerhalb weniger Millisekunden durchgeführt wird, sind dies im Bereich der Computertechnologie, bei der in vielen Bereichen Daten innerhalb von Nanosekunden übermittelt werden, hohe Werte. Der Flashspeicher benötigt keine mechanische Bewegung und kann daher viel schneller auf die Daten zugreifen. Daher wird er als Alternative zur Festplatte immer beliebter. Der einzige Grund, der hier gegen die Verwendung der Flash-Technologie spricht, ist der im Verhältnis zur Festplatte deutlich höhere Preis.

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