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Microsoft Outlook Definition & Begriffserklärung

Microsoft Outlook – Symbolfoto Redmond, Washington – Hauptsitz von Microsoft in den USA
Bild: Symbolfoto von Redmond / Washington – dem Hauptsitz von Microsoft – in den USA

Unter Microsoft Outlook versteht man einen Personal Information Manager. Dank der Integration das Schreib- und Arbeitsprogramm Microsoft Office ist Outlook inzwischen ein viel genutztes Programm zum Speichern von E-Mails, Terminen und Anhängen. Trotz großer Namensähnlichkeit handelt es sich bei dem Programm Outlook Express, welches sich ebenso mit E-Mails beschäftigt, und Outlook um zwei voneinander unabhängige Programme.

Aktueller Stand: Outlook ist heute Bestandteil von Microsoft 365 (ehemals Office 365) und als Desktop-Anwendung für Windows und macOS, als App für iOS/Android sowie als Outlook im Web verfügbar. In Windows existiert zusätzlich das „neue Outlook“ (auf Web-Technologie basierend), das schrittweise die bisherigen Mail- und Kalender-Apps ersetzt. Unternehmen setzen Outlook häufig in Verbindung mit Exchange (lokal oder Cloud) ein, während Privatanwender es mit POP3/IMAP oder Exchange Online nutzen.

Kerndisziplinen von Outlook sind E-Mail-Management, Kalender, Kontakte, Aufgaben, Notizen, Kategorien, Regeln, Suchordner, Signaturen und Vorlagen. Durch Add-ins, Schnellbausteine und Automatisierungen (z. B. QuickSteps) lässt sich der Workflow erweitern. Die Anwendung bietet umfangreiche Such- und Filterfunktionen sowie eine Integration in Besprechungen, Erinnerungen und To-do-Listen.

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Funktionsweise von Outlook

Aufgabe von Outlook ist es, einzelne E-Mails sowie Anhänge und Termine zu speichern. Die Besonderheit hierbei ist, dass es die Daten als unverschlüsselte und komprimierte Containerformate speichert. Diese Formate enden mit der Abkürzung .msg und bedeuten Microsoft Exchange Mail Document. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Gesamtheit aller Daten, inklusive Kalendereinträgen und Kontakten, in Outlook als Personal-Store (.pst) Formate zu speichern.

Präzisierung und Ergänzung: Einzelne Nachrichten können als .msg abgelegt werden (Compound-File-Format für eine einzelne E-Mail inklusive Metadaten und Anhängen). Postfachsammlungen speichert Outlook lokal als .pst (Persönliche Ordner) oder .ost (Offlineordner im Cache-Modus für Exchange, Microsoft 365 oder moderne IMAP-Konten). .msg ist standardmäßig nicht verschlüsselt; Sicherheit wird in der Praxis durch Transport- und Kontoschutz, S/MIME oder informationsschutzbezogene Richtlinien erreicht. .pst-Dateien können mit Passwort versehen werden, was jedoch keinen kryptografisch starken Schutz darstellt. .ost-Dateien werden benutzer- und systemgebunden verwendet und bei Bedarf aus dem Serverpostfach neu aufgebaut.

Bis zur Version Outlook 2002 war die Speicherung dieser Daten in dem Format .pst nur bis zu zwei Gigabyte möglich. Seit der darauffolgenden Version Outlook 2003 können die PST-Dateien jedoch im Unicode-Format abgespeichert werden und sind darüber hinaus auch in ihrer Speicherkapazität nicht weiterhin begrenzt. Die Outlook-Versionen, die vor der Version 2003 entstanden, sind jedoch nicht in der Lage die neuen Formate zu lesen und zu bearbeiten.

Aktualisierung zur Speichergrenze: Das frühere ANSI-Format war auf ca. 2 GB limitiert. Unicode-basierte PST/OST-Dateien (ab Outlook 2003) sind nicht praktisch „unbegrenzt“, sondern deutlich höher dimensioniert (typischer Standardwert heute: ca. 50 GB pro Datei, über Registrierung anpassbar). Ältere Outlook-Versionen vor 2003 können Unicode-PST nicht lesen. Für Leistung und Stabilität empfiehlt sich eine durchdachte Ordner- und Archivstruktur statt extrem großer Einzeldateien.

  • Speicherorte (Windows, Standard): PST/OST unter dem Benutzerprofil (z. B. AppDataLocalMicrosoftOutlook); Export/Import über die integrierte Funktion möglich.
  • Indexierung und Suche: Windows-Suche bzw. integrierte Indizierung beschleunigt das Auffinden von E-Mails, Anhängen, Kontakten und Terminen.
  • Archivierung: AutoArchive (lokal) oder Online-Archiv/Retention-Richtlinien bei Exchange/Microsoft 365 zur regelbasierten Aufbewahrung.
  • Synchronisierung: Cached-Exchange-Mode mit .ost ermöglicht Offline-Arbeit, Änderungen werden bei Verbindung synchronisiert.

Mit einem Microsoft-Exchange Server im Hintergrund entfaltet die Produktreihe Outlook ihre vollen Funktionsmöglichkeiten im Netzwerk. Aufgabe des Exchange-Servers ist hierbei, alle Daten in einer zentral angelegten Datenbank abzuspeichern, da eine direkte Vernetzung von PST-Dateien als gängige Standardfunktion nicht möglich ist.

Heutiger Verbindungsstandard: Moderne Outlook-Versionen nutzen „MAPI over HTTP“ (statt früher RPC/HTTP), Exchange Web Services bzw. Dienste der Microsoft-Cloud. Dadurch stehen Funktionen wie Kalenderfreigaben, Frei/Gebucht-Informationen, Stellvertretungen, öffentliche Ordner, geteilte Postfächer, Unified-Archive und Compliance-Richtlinien zur Verfügung. In hybriden Szenarien kombinieren Unternehmen lokale Exchange-Umgebungen mit Exchange Online.

Seit 2001 besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, Alternativen zum üblichen Exchange-Server zu nutzen. Die neuen Alternativen bieten dem Nutzer an, einzelne Daten des PST-Formats zu synchronisieren oder sogar eine gemeinsame Nutzung der Daten im Netzwerk anbieten zu können. Die kosten für ein umfangreiches Sever-System entfallen hierbei.

Alternativen und Protokolle heute: Outlook unterstützt weiterhin POP3 und IMAP4 (bei neueren Versionen häufig als OST-Cache realisiert) sowie moderne Authentifizierungsverfahren. Für gemeinsame Kalender/Kontakte werden in Nicht-Exchange-Umgebungen oft zusätzliche Dienste oder Add-ins genutzt; native CalDAV/CardDAV-Unterstützung bietet Outlook nicht. Cloud-Postfächer senken die Einstiegskosten gegenüber klassischen Servern und bringen Funktionen wie Mehrfaktor-Authentifizierung und mandantenweite Richtlinien.

Entstehung von Outlook

Angefangen bei Outlook Version 8 wurde Outlook in das Softwarepaket Office 97 integriert und nannte sich dementsprechend Outlook 97. Die darauf folgenden Versionen änderten ihren Namen dem Betriebssystem entsprechend. So folgte auf Outlook 97 Outlook 98, und auf dieses Outlook 2000. Die nachfolgenden Modelle Outlook XP und Outlook 2003 fanden auch bei Macintosh Absatz und wurden für dieses Betriebssystem auch Outlook 10 und Outlook 11 genannt.

Zu dem größten Mitbewerber auf dem derzeitigen Markt gehörte besonders Lotus Notes, welches sich ebenso als dokumentenorientiertes Datenbanksystem mit zusätzlichen E-Mailfunktionen etablierte. Seit dem Jahr 2006/2007 ist Outlook als fester Bestandteil im Office-Paket erhältlich. Im Jahr 2010 erschien die aktuellste Version Office 2010, in dem Outlook 14 / Outlook 2010 ebenso enthalten ist.

Zeitleiste und aktuelle Versionen: Auf Outlook 2010 folgten Outlook 2013, 2016, 2019 und 2021. Parallel dazu entwickelte sich Outlook als Teil von Microsoft 365 mit kontinuierlichen Funktions-Updates. Für Windows wurde 2023/2024 das „neue Outlook“ angekündigt bzw. bereitgestellt, das die Benutzeroberfläche vereinheitlichen und die Web-/Cloud-Integration stärken soll. Auf dem Mac löste Outlook für Mac (Outlook 2011, 2016, 2019, 2021 sowie Microsoft 365) das frühere Entourage vollständig ab.

Wettbewerb heute: Lotus Notes firmiert inzwischen als HCL Notes. Daneben existieren weitere E-Mail- und Groupware-Lösungen. Outlook behauptet sich insbesondere durch die enge Verzahnung mit den Office-Anwendungen, Teams, OneDrive und modernen Sicherheits- und Compliance-Funktionen.

Auf dem Macintosh ist Entourage seit Office 2001 als Outlook-Alternative erhältlich. Die letzte Version war Entourage 2008 welche lediglich mit Office 2008 vertrieben wurde. Entourage 2008 unterstützt in allen Versionen (ausgenommen Home- und Studenten-Edition) Exchange-Server, jedoch aber nicht Notizen sowie Tasks und Aufgaben.

Aktuelle Mac-Situation: Entourage wurde durch Outlook für Mac ersetzt. Die moderne Mac-Version bietet Unterstützung für Exchange/Microsoft 365, IMAP/POP, Kategorien, Kalenderfreigaben, Suchordner, neue Synchronisationsmechanismen und eine an die Plattform angepasste Oberfläche.

Leistungsumfang von Outlook

Sowohl Entourage als auch Outlook unterstützen die Verwaltung verschiedener E-Mail-Konten über ein Fenster. Verknüpft werden können die Konten via POP3, IMAP4 und Exchange-RPC. Darüber hinaus bieten beide Programme neben der Verwaltung von E-Mails auch die Verwaltung von Kontakten und Terminen an. Besonders in Unternehmen werden diese Programmfunktionen häufig genutzt. Um die Funktionsvielfalt optimal nutzen zu können, ist jedoch der Betrieb eines Exchange-Servers unabdingbar. Über den Server können dann Termine und Besprechungen mit allen Mitarbeitern zusammen geplant und organisiert werden.

Erweiterte Funktionen (aktuell):

  • E-Mail: Posteingang mit Relevanz, @Erwähnungen, Regeln, QuickSteps, Verzögertes Senden, automatische Antworten, Kategorien und Kennzeichnungen.
  • Kalender: Termin- und Ressourcenplanung, Frei/Gebucht, Serientermine, Besprechungsräume, Teams/Online-Meetings, Delegierungen.
  • Kontakte & Personen: Adressbücher, Kontaktkarten, Vorschläge, Verteilerlisten, geteilte Kontakte.
  • Aufgaben/To-Do: Aufgabenlisten, Fälligkeiten, Prioritäten, Flags, Integration mit der To Do-App.
  • Suche & Produktivität: Suchordner, erweiterte Filter, Schnellbausteine, Vorlagen, Signaturen, Add-ins.
  • Sicherheit: Moderne Authentifizierung (OAuth), Mehrfaktor-Authentifizierung, Informationsschutz, S/MIME-Unterstützung.
  • Protokolle: Exchange via MAPI over HTTP (heute Standard), IMAP4/POP3 für klassische Postfächer.
  • Archiv & Aufbewahrung: AutoArchivierung, Online-Archiv, Richtlinien, Aufbewahrungs-Labels (abhängig vom Plan).
  • Offline-Fähigkeit: Cache-Modus mit .ost, selektive Synchronisierung, effiziente Arbeit bei schwacher Verbindung.

Hinweis zur Stabilität: Sehr große Postfächer und PST-Dateien können die Performance beeinträchtigen. Empfohlen sind strukturierte Ordner, periodische Archivierung und die Nutzung von Serverarchiven. Regelmäßige Sicherungen und ein sorgfältiger Umgang mit Add-ins reduzieren Risiken durch beschädigte Datenbestände.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist Microsoft Outlook?

Microsoft Outlook ist ein Personal Information Manager, der als Programm zum Speichern von E-Mails, Terminen und Anhängen verwendet wird. Es ist in das Schreib- und Arbeitsprogramm Microsoft Office integriert und erfreut sich großer Beliebtheit.

Ergänzend: Outlook ist Teil von Microsoft 365 und als Desktop-App, mobile App und als Outlook im Web verfügbar. Es deckt E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben und Notizen ab, lässt sich mit Add-ins erweitern und integriert sich eng in Office-Anwendungen und Kollaborations-Tools.

  • Unterstützte Kontotypen: Exchange/Microsoft 365, IMAP, POP.
  • Typische Einsatzfelder: Unternehmen (Teamkalender, Freigaben), Selbständige, Privatanwender.
Wie funktioniert Microsoft Outlook?

Microsoft Outlook speichert einzelne E-Mails, Anhänge und Termine in unverschlüsselten und komprimierten Containerformaten. Diese Formate haben die Dateiendung .msg und stehen für Microsoft Exchange Mail Document. Darüber hinaus können alle Daten, einschließlich Kalendereinträgen und Kontakten, als Personal-Store (.pst) Formate gespeichert werden. Frühere Versionen von Outlook hatten eine begrenzte Speicherkapazität von max. 2GB, während neuere Versionen im Unicode-Format gespeichert und nicht mehr begrenzt sind.

Aktuell: Zusätzlich zum PST-Format nutzt Outlook .ost für den Offline-Cache von Exchange-, Microsoft-365- und modernen IMAP-Postfächern. Unicode-Dateien sind in der Praxis standardmäßig auf ca. 50 GB eingestellt (anpassbar). Nachrichtenverschlüsselung erfolgt bei Bedarf über S/MIME oder organisationsweite Richtlinien; der PST-Passwortschutz ist kein starker Kryptoschutz.

  • Synchronisierung: Cached-Exchange-Mode spiegelt Postfächer lokal und synchronisiert Änderungen bei bestehender Verbindung.
  • Suche: Indizierung beschleunigt das Auffinden von Mails, Terminen, Kontakten und Anhängen.
  • Archivierung: AutoArchivierung (lokal) und Online-Archiv (serverseitig) unterstützen Ordnung und Aufbewahrung.
Wie entstand Microsoft Outlook?

Microsoft Outlook wurde erstmals als Teil des Softwarepakets Office 97 eingeführt. Seitdem wurden regelmäßig neue Versionen veröffentlicht, die den jeweiligen Betriebssystemen angepasst waren. Es konkurrierte hauptsächlich mit Lotus Notes und wurde seit 2006/2007 als fester Bestandteil des Office-Pakets angeboten.

Weiterentwicklung: Nach Outlook 2010 folgten 2013, 2016, 2019 und 2021 sowie fortlaufend aktualisierte Microsoft-365-Varianten. Das „neue Outlook“ für Windows bringt eine modernisierte Oberfläche und Cloud-Funktionen. Auf dem Mac ersetzte Outlook das frühere Entourage vollständig.

  • Protokollwandel: Von RPC/HTTP hin zu MAPI over HTTP.
  • Wettbewerb: Lotus/HCL Notes und weitere Groupware-Systeme.
Was ist der Leistungsumfang von Microsoft Outlook?

Microsoft Outlook bietet die Verwaltung verschiedener E-Mail-Konten über ein Fenster an. Es unterstützt Verbindungen via POP3, IMAP4 und Exchange-RPC. Zusätzlich zur E-Mail-Verwaltung bietet Outlook auch die Verwaltung von Kontakten und Terminen an. In Unternehmen wird dies häufig genutzt, insbesondere in Kombination mit einem Exchange-Server, der eine umfassendere Planung und Organisation von Terminen und Besprechungen ermöglicht.

Erweitert: Moderne Funktionen umfassen geteilte Postfächer, Frei/Gebucht-Abfragen, Stellvertretungen, Online-Meetings, Add-ins, Kategorien, Regeln, QuickSteps, @Erwähnungen, Signaturen, Vorlagen und leistungsfähige Suchordner. Sicherheitsseitig unterstützt Outlook moderne Authentifizierung und Richtlinien für Schutz und Aufbewahrung.

  • Teamarbeit: Gemeinsame Kalender und Ressourcenplanung.
  • Offline: Cache-Modus mit .ost für reibungslose Arbeit unterwegs.
  • Archivierung: Online-Archiv und Aufbewahrungsrichtlinien (je nach Plan/Umgebung).
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Bildnachweis: iStock.com/SEASTOCK

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