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BASIC Definition & Begriffserklärung

BASICDie Programmiersprache BASIC, für Beginner´s All-purpose Symbolic Instruction Code, gehört zu den bekanntesten und am leichtesten zu erlernenden Programmierwerkzeugen in der Geschichte der Computer. Entwickelt wurde sie im Jahr 1964 von den beiden Elektrotechnikstudenten John George Kemeny und Thomas Eugen Kurtz am Dartmouth College.

BASIC sollte die Programmierung wesentlich vereinfachen, da die ersten Hochsprachen, wie Fortran oder Algol für viele Anwender einfach zu schwer zu erlernen waren. Der ursprüngliche BASIC-Dialekt arbeitete die jeweiligen Befehle zeilenweise ab, wobei als Sprungadresse die Zeilennummern zwingend erforderlich war. Im Laufe der Zeit kamen neue BASIC-Dialekte hinzu, die letztlich auch über die Merkmale einer strukturierten Programmierung verfügten.

BASIC in der Anfangszeit

Wie bekannt ist, verarbeiten Computer ihre Befehle aus binären Zuständen 0 und 1. Schon früh waren sich die Entwickler darüber einig, eine für den Menschen lesbare Syntax der verwendeten Befehle zu schaffen. Etliche Ansätze wurden in der Anfangszeit unternommen, um auf möglichst einfache Weise einen Rechner zu programmieren. Obwohl BASIC nicht die zuerst entwickelte Programmiersprache ist, wird sie heute meist zu den ältesten und leicht zu lernenden Anfängersprachen gezählt.

1964 ähnelte BASIC noch stark den Befehlen der Programmiersprache Fortran. Von einer strukturierten Programmierung war man noch weit entfernt. BASIC wurde von seinen Entwicklern Kemeny und Kurtz als Schulsprache für angehende Informatikstudenten propagiert. Im Gegensatz zu den ersten kommerziellen Hochsprachen wurde die neue Programmiersprache völlig kostenlos angeboten.

Jede Programmzeile beginnt in BASIC mit einer Zeilennummer. Um komplexere Programme auszuführen, musste BASIC in der Lage sein, Programmsprünge durchzuführen. Mithilfe der GOTO-Anweisung, gefolgt mit der Ziel-Zeilennummer, konnte ein Programm beliebig zu den angegebenen Programmzeilen springen und die dortigen Anweisungen nacheinander ausführen. Durch die Verwendung vieler GOTO-Anweisungen bezeichnete man in früheren Zeiten BASIC-Programme gerne auch als Spagetti-Code. Generell neigten die ersten Programme zu einer gewissen Unübersichtlichkeit, so dass hier in erster Linie die Programmierer selbst mit dem Programm zurechtkamen.

Goldene Zeit der Programmiersprache BASIC

Ende der 70er bis Ende der 80er Jahre kann als goldene Zeitalter von BASIC bezeichnet werden. In dieser Zeit wurden die ersten Heimcomputer entwickelt, die es auch Privatpersonen ermöglichten, sich ihren ersten eigenen Computer zuhause anzuschaffen. Die meisten legendären Homecomputer, wie der Sinclair ZX81, der Tandy TRS80, der Apple II+, der Texas Instruments TI99-4A, die Reihe der Atari-Heimcomputer und natürlich auch die Commodore VC20 und C64 Serie arbeiteten mit ihren eigenen BASIC-Dialekten. Selbst der Softwareriese Microsoft war mit seinem Microsoft-BASIC eher bekannt, als mit seinem ersten Betriebssystem PC-/MS-DOS.

Die meisten damaligen Heimcomputer starteten beim Hochfahren automatisch einen BASIC-Interpreter. Selbst betriebssystemeigene Befehle wurden hierüber ausgeführt. Dies änderte sich mit der großen Verbreitung der Personal-Computer. Während MS-DOS als Betriebssystem eingesetzt wurde, konnte der Anwender separat die Interpretersprache BASIC, GW-BASIC genannt, starten.

Trotz der wenigen Ähnlichkeiten innerhalb der meisten BASIC-Interpreter, haben sich die Homecomputerbesitzer auch auf anderen Systemen schnell zurechtgefunden, so dass der Umstieg auf den PC keine Schwierigkeit war. Von daher kann durchaus ein Teil der Popularität unserer heutigen PCs dem Erfolg der Programmiersprache BASIC zugesprochen werden.

Vom Interpreter zum Compiler

Die ersten BASIC-Dialekte wurden in Echtzeit zeilenweise vom Computer ausgeführt. Man bezeichnete sie als Interpretersprache. Nachteil ist, dass der Programmablauf wesentlich langsamer abläuft, als wenn ein Programm vorher kompiliert wurde. Viele Hochsprachen, wie Pascal oder C, sind Beispiele für Compilersprachen.

Um den Programmablauf zu beschleunigen, verwendeten die Interpreter Maschinensprache-Unterprogramme, die mittels spezieller Anweisungen in den Programmcode eingefügt wurden. Durch diese Befehle wurde BASIC in viele inkompatible Dialekte aufgesplittet. Da viele Anwender schnell den Vorteil von Compilersprachen erkannten, verlor BASIC zunehmend an Bedeutung.

Microsoft entwickelte in den 90ern ein compilerbasiertes QuickBASIC, welches 1991 mit einer grafischen Benutzeroberfläche für Windows-Rechner ausgestattet wurde und unter der Bezeichnung Visual BAISC auf den Markt kam. Fortan konnte man sogar eigene Windows-Programme in diesem BASIC-Dialekt erstellen.

Ein großer Vorteil war, dass in einer integrierten Entwicklungsumgebung das fertige BASIC-Programm kompiliert und ausgeführt werden konnte. Schon unter QuickBASIC war man nicht mehr an Zeilennummern im Programmcode gebunden, sondern konnte strukturierte Programmblöcke mit Prozeduren, Funktionen und eigenen Programmbibliotheken entwickeln. Dadurch wurde auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit wesentlich erhöht.

BASICs Zukunft

Heute spielt BASIC in der Anwendungsprogrammierung kaum noch eine bedeutende Rolle. Auch zu Schulungszwecken wird diese Sprache nicht mehr eingesetzt. Der Hersteller Microsoft ist seiner Tradition jedoch treu geblieben. Er bietet in seinen Office-Paketen immer noch eine interpretergestützte BASIC-Variante als Visual Basic for Applications, kurz VBA, an. Es handelt sich hierbei eher um eine Script-Sprache, mit der die Makroprogrammierung innerhalb von Office-Paketen vorgenommen werden kann.

Ansonsten hat sich BASIC als plattformübergreifende Sprache wegen seiner vielen verschiedenen Dialekte nicht durchsetzen können. Nach wie vor gehört diese Sprache aber immer noch zu den am einfachsten zu erlernenden Computersprachen überhaupt.

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